Auenstraße

1909 benannt. Abzweigung von der Reutestraße, von der Sennerei Reute in die Parzelle „Auen” führend.

Als Au bezeichnete man im Mittelalter ein Stück gerodetes Waldland, das nach der Urbarmachung zuerst als Weideland genutzt und später dann auch besiedelt wurde. Die vielen Ortsnamen auf „Au“ im Bregenzerwald sind Beispiele dafür. Die Reutener Auen zählen zu den ältesten Siedlungskernen in der Emsreute, die Mehrzahlform weist auf mehrere Roder- und Besitzerfamilien hin. Die „Auen“ wurden von Ebniter Walsern, die über Fluhereck in die Reute kamen, gerodet und besiedelt. Besonders die Walser Geschlechter Mathis und Peter, beide tüchtige Waldroder und Siedler, dürften zu den ersten Bewohnern hier zählen. Somit hält der Parzellen- und Straßenname „Auen“ ein Stück Emser Siedlungsgeschichte wach.

Josef Giesinger, 1984

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