Egger-Lienz-Straße

1961 benannt. Abzweigung von der Brucknerstraße. Sackstraße.

Albin Egger-Lienz 1868 – 1926

Dieser bedeutende Maler wurde in Stribach in der Nähe von Lienz geboren und auf den Namen Ingenuin Albuin Trojer getauft. Im Alter von neun Jahren wurde sein Familienname mit Bewilligung der k. k. Statthalterei in „Egger“ umgeschrieben. Um seine Herkunft zu verdeutlichen, fügte er als Künstler seinem Namen die dem Geburtsort nächstgelegene Stadt Lienz hinzu. Albin Egger-Lienz studierte an der Akademie in München. Er schuf anfänglich von Franz von Defregger, später von Jean-Francois Millet beeinflusste Darstellungen aus dem bäuerlichen Leben in genrehafter Art. 1905 fand er mit dem Triptychon „Wallfahrer“ seinen eigenen monumentalen Stil großer, expressiver Formen. Ab nun gestaltete er in seinen stark stilisierten symbolischen Gemälden besonders eindrucksvoll das schicksalhafte Leben der Bauern, den Krieg und das menschliche Dasein — zum Schluss in ganz einfacher Farbgebung. Gegen Ende seines Lebens entstanden noch farbig belebte Landschaften, Porträts und Stillleben. Egger-Lienz war eine Zeitlang Professor an der Akademie in Weimar. Er starb im Jahr 1926 in Sankt Justina bei Bozen.

Edith Witzemann, 1984

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