Wasserversorgungssicherheit im Zusammenhang mit der anhaltenden Hitze- und Trockenperiode
In den vergangenen Tagen und Wochen haben zahlreiche Wasserversorger, Städte und Gemeinden in Österreich zu einem bewussten Umgang mit Trinkwasser aufgerufen. Hintergrund ist die anhaltende Hitze- und Trockenperiode, die bei gleichzeitig geringem Wasserdargebot vielerorts zu einem deutlich erhöhten Wasserverbrauch führt. Auch die Stadt und die Stadtwerke Hohenems nehmen dies zum Anlass, über die aktuelle Versorgungssituation zu informieren.
Aktuelle Lage
Die Versorgungslage in Hohenems stellt sich derzeit nicht so angespannt dar wie in manchen anderen Regionen Österreichs. Dennoch war auch hier in den Hitzeperioden der vergangenen Wochen ein deutlicher Anstieg des Wasserverbrauchs zu verzeichnen, zeitweise bis zu 50 Prozent über dem Durchschnitt. Der tägliche Wasserbedarf liegt im Schnitt bei rund 4.000 Kubikmetern, zuletzt wurden an Spitzentagen bis zu 5.900 Kubikmeter erreicht.
Gleichzeitig ist das Dargebot der eigenen Quellen aufgrund der langanhaltenden Trockenheit spürbar zurückgegangen. Derzeit werden bis zu 80 Prozent des Wasserbedarfs durch Bezug vom Trinkwasserverband Rheintal gedeckt. Die dortige Versorgungssituation ist nach wie vor ausreichend, wenngleich auch dort die Grundwasserstände sinken.
Die Trinkwasserversorgung in Hohenems ist damit weiterhin gesichert. Aktuelle Wettermodelle lassen jedoch erwarten, dass die Hitze- und Trockenperiode in den kommenden Tagen und Wochen anhalten könnte. Längerfristige Wetterprognosen sind naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet, sollte sich dieser Trend jedoch bestätigen, würde dies das Wasserversorgungssystem zusätzlich belasten.
Vorsorgliche Maßnahmen der Stadt Hohenems
Um die lebenswichtige Ressource Trinkwasser zu schonen, reduziert die Stadt Hohenems bereits jetzt vorsorglich den eigenen Wasserbedarf, soweit dies ohne wesentliche Einschränkungen möglich ist. So werden Grünflächen nur im unbedingt notwendigen Ausmaß bewässert, und die Reinigung von Straßen und öffentlichen Flächen erfolgt, wo möglich, ohne Wassereinsatz.
Was kann die Bevölkerung tun?
Die Stadt Hohenems bittet die Bevölkerung, ebenfalls auf den eigenen Wasserverbrauch zu achten und dort einzusparen, wo dies ohne Komforteinbußen möglich ist. Dazu zählen etwa der Verzicht auf das Befüllen von Pools in den kommenden Tagen, der Verzicht auf die Fahrzeugwäsche, die Reduzierung der Bewässerung von Grünflächen, sowie der effiziente Einsatz von wasserverbrauchenden Maschinen und Geräten.
Sie helfen damit, wichtige Ressourcen nachhaltig zu schonen und die Versorgungssicherheit zu stärken.
Vorausschauende Maßnahmen für die Zukunft
Trinkwasserverbandes Rheintal, gemeinsam mit den Stadtwerken Feldkirch, ein Projekt zur Neuerschließung des Grundwasserfeldes an der Ill mit einer Transportleitung bis zu den Verbandsanlagen um. Damit bleibt die Wasserversorgung in den Verbandsgemeinden auch für die nächsten Generation gesichert.