Österreichs Gletscher verschwinden in rasantem Tempo. Seit ihrem letzten Höchststand um 1850, am Ende der Kleinen Eiszeit, haben sie bereits fast zwei Drittel ihrer Fläche verloren.
Während ein kleiner Teil dieses Rückgangs auf natürliche Klimaschwankungen zurückgeht, ist der überwiegende Verlust die Folge des menschengemachten Klimawandels. Besonders große Gletscher wie die Pasterze in der Großglocknerregion, sind stark betroffen, da ihre Zungen bis in tiefere Lagen reichen, wo die Schmelzraten besonders hoch sind. Auch in Vorarlberg sind die Folgen sichtbar, wie beispielsweise der Brandner Gletscher, der 2023 sogar symbolisch beerdigt wurde.
Und das Schmelzen geht weiter: Modellrechnungen zeigen, dass bis zum Jahr 2100 mehr als 90 Prozent der heute vorhandenen Gletscherfläche verschwinden werden. Kleine und mittlere Gletscher lösen sich völlig auf, selbst die großen werden nur noch in stark verkleinerter Form bestehen. Eine Rolle dabei spielt auch die Sommerwitterung: Bringt sie frischen Schnee, bleibt die weiße Oberfläche länger kühl. Bleibt dieser Schutz aus, verliert ein Gletscher in nur einer Woche bis zu einem halben Meter Eisdicke.
Gletscher sind prägend für das Landschaftsbild der Alpen und ein sichtbares Zeichen der Klimaerwärmung. Sie erinnern uns daran, wie wichtig Klimaschutz ist – je mehr wir heute handeln, desto mehr von diesem einzigartigen Naturerbe kann auch der künftigen Generation erhalten bleiben.
Mehr Infos unter: Klima- und Energiefonds: Faktencheck Klimawandel. Die wichtigsten Daten und Fakten. Wien, 2025. S.24. https://www.klimafonds.gv.at/faktencheck/faktencheck-klimawandel-2025
Weitere Infos unter www.klaramrhein.at