Rund 90 Interessierte machten sich bei der letzten Biotopexkursion dieses Sommers auf die Spur der Fledermäuse in Hohenems.
Ein derart großer Andrang ist eine echte Seltenheit und zeigte eindrucksvoll, wie groß das Interesse an der heimischen Natur und ihrer faszinierenden Tierwelt ist. Auch zahlreiche Kinder waren mit dabei und verfolgten die nächtliche Entdeckungstour mit großer Begeisterung.
Bei perfekten Bedingungen, Vollmond und eine ungewöhnlich warme Sommernacht, führte die Exkursion beginnend von der Pfarrkirche St. Karl entlang des Schlossberges weiter zum Spitzeneggweiher. Ausgerüstet mit Stirnlampen wurden der nächtliche Himmel, die Felswände und das Umfeld und die Wasseroberfläche des Weihers aufmerksam abgesucht. Dabei konnten zahlreiche Zwergfledermäuse bei ihren rasanten Jagdflügen beobachtet werden. Auch vereinzelte Breitflügelfledermäuse sowie eine Wasserfledermaus am Spitzeneggweiher ließen sich blicken.
Besonders spannend wurde es mit dem Ultraschall-Detektor: Damit konnten die für die meisten Menschen normalerweise nicht hörbaren Rufe der Fledermäuse hörbar gemacht werden. Für einen zusätzlichen Gänsehautmoment sorgten auch die mit freiem Ohr deutlich hörbaren Rufe eines Uhus. So wurde die Exkursion zu einer ganz besonderen und geradezu mysteriösen Sommernacht.
Fledermausexkursion am 10. September 2026
Wer die faszinierenden Flugkünstler nochmals erleben möchte, hat diesen Donnerstag nochmals Gelegenheit dazu. Bei der zweiten Fledermausexkursion stehen diesmal die Fledermäuse rund um das neue Rathaus im Hohenemser Stadtzentrum im Mittelpunkt. Treffpunkt ist um 19.30 Uhr vor dem Rathaus. Dabei wird gezeigt, dass Fledermäuse nicht nur in naturnahen Bereichen, sondern auch direkt im Herzen der Stadt unterwegs sind.