Soziales

Kinder- und Jugendschutz in unseren Vereinen

Bürgermeister Dieter Egger und Vizebürgermeister Markus Klien luden am 18. März 2026 zum Informationsabend in den kleinen Löwensaal ein: Rund 40 Personen aus etwa 30 Vereinen nahmen teil.

Vizebürgermeister Markus Klien betonte in seiner Begrüßung die besondere Verantwortung der Gemeinde. Jürgen Hartmann von der Kinder- und Jugendanwaltschaft erläuterte, warum Kinderschutzkonzepte notwendig sind und wie Vereine diese entwickeln können. Stefan Arlanch, Leiter der städtischen Gruppe Sozialwesen, stellte in seinem Eingangsreferat die Rolle und das Selbstverständnis der Gemeinde dar und zeigte auf, wie diese wirksam wahrgenommen werden kann.

Verantwortung der Stadt Hohenems für Kinderschutz

Die Gemeinde ist ein zentraler Ort, an dem Kinderschutz gelebt, organisiert und ermöglicht wird, und trägt wesentlich dazu bei, dass Schutzsysteme funktionieren. Die Stadt Hohenems übernimmt öffentliche Verantwortung und steht zu ihrer Vorbildfunktion, indem sie in ihren eigenen Einrichtungen Kinderschutzkonzepte und Verhaltenscodices für ihre Mitarbeiter entwickelt hat. In den städtischen Kindergärten und der offenen Jugendarbeit gibt es seit Jahren Kinderschutzkonzepte. Nun wurde auch eines für die gesamte Stadt entwickelt. Außerdem wurden vier Kinderschutzbeauftragte in der städtischen Verwaltung eingesetzt. Eine zentrale Aufgabe bei der Etablierung von Kinderschutz sieht die Stadt in der Unterstützung von Vereinen und der Zivilgesellschaft.

Vereine als sichere Orte für Kinder und Jugendliche

Die Informationsveranstaltung war der Auftakt für eine noch stärkere Sensibilisierung der Vereine für die Stärkung ihrer Handlungskompetenz im Umgang mit Kindeswohlgefährdung. Ein ausgearbeitetes Kinderschutzkonzept richtet sich an mehrere Zielgruppen: An Kinder und Jugendliche (damit sie wissen, an wen sie sich wenden können und offen sprechen dürfen), an Eltern (damit sie darauf vertrauen können, dass ihre Kinder im Verein gut geschützt sind), an Vereinsverantwortliche (mit der klaren Botschaft, dass sie Unterstützung erhalten), und auch an potenzielle Täter – mit dem unmissverständlichen Signal: „Nicht bei uns.“ Nachweislich wirken klare Schutzstrukturen abschreckend.

Die Stadt Hohenems wird demnächst auf ihrer Homepage weiterführende Informationen für Vereine und Zivilgesellschaft bereitstellen, die den Vereinen helfen sollen entsprechende Maßnahmen für aktiven Kinderschutz zu entwickeln. Aktiver Kinderschutz schützt nicht nur Kinder und Jugendliche sondern auch die Vereine.

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