Poster Hitzewarnung (171 KB)
Achten wir aufeinander!
Die Hitze hat Vorarlberg fest im Griff: Der Höhepunkt der Hitzewelle mit bis zu 37 Grad wird
am Wochenende erwartet. Aktuell gilt die Hitzewarnstufe 3 von 4. Das bedeutet, dass die
Hitzebelastung sehr hoch ist. Deshalb ruft das Hitzeschutzbündnis Vorarlberg dazu auf
besonders aufeinander zu achten.
Ernsthafte Gesundheitsbelastung
Während die einen Menschen die sommerlichen Temperaturen genießen, können die hohen
Temperaturen für andere zur ernsthaften Gesundheitsgefahr werden. Expertinnen und
Experten rufen daher dazu auf, besonders auf gefährdete Menschen in der Nachbarschaft, im
Freundeskreis und in der Familie zu achten. „Hitze betrifft uns alle, aber manche ganz
besonders. Gerade ältere Menschen, chronisch kranke Personen, Menschen mit
Behinderungen, Schwangere oder Alleinlebende brauchen jetzt unsere Aufmerksamkeit“,
erklärt Steffi Claus, Amtsärztin in der Abteilung für Sanitätsangelegenheiten des Landes
Vorarlberg.
Achten wir aufeinander
Ein kurzer Besuch, ein Telefonanruf oder die Frage „Brauchen Sie/ brauchst du etwas?“
können während einer Hitzewelle einen großen Unterschied machen. Viele ältere Menschen
leben allein, verspüren weniger Durst oder vermeiden aufgrund der Hitze Besorgungen außer
Haus. So kann Hitze auch zur sozialen Isolation führen.
Zusammenhalt schützt Gesundheit
„Nachbarschaftshilfe und soziale Kontakte sind eine der wirksamsten und zugleich
einfachsten Hitzeschutzmaßnahmen und können wie eine Klimaanlage wirken“, so Marlene
Brettenhofer, Projektleiterin des Hitzeschutzbündnisses von der aks gesundheit. Gerade in
Zeiten zunehmender Hitzewellen wird gesellschaftlicher Zusammenhalt zu einem wichtigen
Gesundheitsfaktor. Ein kühles Getränk vorbeizubringen, gemeinsam Zeit im Schatten zu
verbringen oder Hilfe anzubieten kostet wenig – kann aber entscheidend sein.
Kleine Gesten mit großer Wirkung
- Fragen Sie ältere oder alleinlebende Menschen, wie es ihnen geht.
- Erledigen Sie Einkäufe oder Besorgungen für Personen, die die Wohnung nicht verlassen können oder sollten.
- Erinnern Sie Angehörige oder Nachbarn daran, ausreichend zu trinken.
- Verbringen Sie Zeit mit Menschen, die alleine sind.
- Unterstützen Sie beim Beschatten und Lüften von Wohnräumen.
- Achten Sie auf Warnzeichen wie Schwindel, Verwirrtheit, starke Erschöpfung oder Kreislaufprobleme.
Hitzeschutz und Hitzewarnungen
Das österreichweite Hitzetelefon bietet unter 0800 880 800 kostenlose Informationen und
Beratung zu gesundheitlichen Risiken, Schutzmaßnahmen und dem richtigen Verhalten an
heißen Tagen. Aktuellen Hitzewarnungen hat die Geosphere Austria und für automatische
Hitzewarnungen kann man sich bei der Landeswarnzentrale Vorarlberg anmelden.