Kultur

Doppelt vernetzt für die Literatur

Das Literaturhaus Vorarlberg ist künftig in zwei wichtigen Zusammenschlüssen der Literaturvermittlung vertreten.

Beide Beitritte eröffnen neue Möglichkeiten für den fachlichen Austausch und die gemeinsame Entwicklung überregionaler Literaturprojekte: „Für unser noch junges Literaturhaus ist die Aufnahme in beide Netzwerke ein wichtiger Schritt“, sagt Leiterin Frauke Kühn. „Wir treffen dort auf Kolleginnen und Kollegen, die ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Fragen miteinander teilen und gemeinsam neue Projekte entwickeln. Wir freuen uns darauf, unsere Perspektiven aus Vorarlberg einzubringen und gleichzeitig Impulse zu gewinnen, die unsere Arbeit hier vor Ort weiter stärken.“

„mitSprache“ ist ein freier Zusammenschluss der Österreichischen Häuser der Literatur. Seit 2004 entwickeln die beteiligten Institutionen vor gesellschaftspolitischem Hintergrund gemeinsame Projekte und setzen sie bundesweit um. Mit dem Literaturhaus Vorarlberg sind gegenwärtig zwölf Häuser beteiligt. Zu den jüngsten gemeinsamen Projekten gehörte 2025 die „Revue der Entpörung“ im Schauspielhaus Wien, die sich in einer knapp siebenstündigen Veranstaltung der derzeitigen Debatten- und Empörungskultur aktiv entgegenstellte.

Im „Netzwerk der Literaturhäuser“ arbeiten mit dem Beitritt des Literaturhauses Vorarlberg nunmehr 19 Häuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Mit verschiedenen Partnern entwickeln sie internationale Projekte und Veranstaltungsreihen. Außerdem vergibt das Netzwerk jährlich im Wechsel den Preis der Literaturhäuser und den Preis der Jungen Literaturhäuser an eine Autorin, einen Autor, die sich in besonderem Maße um das Gelingen von Literaturveranstaltungen verdient gemacht haben. Der Preis der Literaturhäuser 2026 ging an Lena Gorelik und ist mit einer Lesereise durch die beteiligten Häuser verbunden.

Beide Mitgliedschaften sind auf eine langfristige Zusammenarbeit ausgerichtet. Das in Hohenems ansässige Literaturhaus wird sich an gemeinsamen Vorhaben beteiligen und Projekte aus den beiden Zusammenschlüssen nach Vorarlberg holen.

www.literatur.ist

Foto: Lukas Mathis

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