Stadtverwaltung Hohenems
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26.06.2017

Hohenemser Literaturpreis

Selim Özdogan
Hohenemser Literaturpreis: Kunstprojekt

Mit dem erstmals 2009 und in Folge zweijährlich verliehenen "Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige Autor/innen nichtdeutscher Muttersprache" sollen Akzente gesetzt werden.

Die Ausschreibung des Preises richtet sich an deutschsprachige Autorinnen und Autoren nichtdeutscher Muttersprache, unabhängig von Alter, Geschlecht, Wohnort oder bereits veröffentlichten Arbeiten. Eingereicht werden können bis dahin nicht publizierte, deutschsprachige Prosatexte im Umfang von maximal zehn Seiten. Diese sollen in literarisch überzeugender Weise nicht nur migrantische Erfahrungen, sondern in freier Themenwahl das Ineinandergreifen verschiedener kultureller Traditionen und biographischer Prägungen vor dem Hintergrund einer sich beständig wandelnden Gegenwart thematisieren – einer Gegenwart, in der Sprache und Literatur wie auch Identität keinesfalls als Konstanten anzusehen sind.

Verleihung 2017 und Rahmenprogramm
Freitag, 23. Juni 2017, 19 Uhr, 1. Emser Slam

https://www.hohenems.at/veranstaltungen/2017/juni/literaturpreis-wochenende

Samstag, 24. Juni 2017, 19 Uhr, Feierliche Verleihung und Lesung
https://www.hohenems.at/veranstaltungen/2017/juni/literaturpreis_-verleihung

Juni und Juli 2017: Citatum - Kunstprojekt im öffentlichen Raum
Bereits vor der Verleihung hat der Hohenemser Literaturpreis mehrere Wochen anhaltend im öffentlichen Raum Gestalt angenommen: Der Künstler und Schriftgestalter Günter Bucher applizierte für sein Projekt „Citatum“ (lat. „zitiert“) großformatig Sätze bisheriger Siegertexte auf Schriftrollen rund um den Veranstaltungsort im Jüdischen Viertel. Die ersten Worte aus Selim Özdogans „Geschichte ohne Papier“ sind in einer Größe von 7 mal 4,3 Metern an der Fassade des Salomon-Sulzer-Saales zu lesen, während vier frühere Siegertexte auf Schriftrollen von 4 mal 1,8 Metern an verschiedenen Laternenmasten rund um den Saal angebracht wurden. Die Stoffbahnen, für die Bucher ausschließlich seine eigenen markanten Schriften – weiß auf schwarzem Grund – verwendet, sind nach Ende des Projekts, zu dem auch eine Serie von Postkarten produziert wurde, beim Künstler (www.guenterbucher.com) und im Hohenemser Kulturreferat erhältlich.


Die bisherigen Preisträger/innen des Hohenemser Literaturpreises
Hauptpreis 2009 (geteilt): Michael Stavaric ("Geister") und Agnieszka Piwowarska ("Oktober")
Anerkennungspreis 2009: Susanne Gregor ("Schwarzer Zucker")

Hauptpreis 2011: Eleonora Hummel ("Eine Handvoll Laub")
Anerkennungspreis 2011: Sandra Gugic ("Astronauten")

Hauptpreis 2013: Saša Stanišić ("Frau Kranž malt ein Bild von Hier")
Anerkennungspreis 2013: Léda Forgó ("Seitenschlag")

Preisträgerin 2015: Que Du Luu ("Das Fest des ersten Morgens")

Preisträger 2017: Selim Özdogan ("Geschichte ohne Papier")