E5 / Umwelt

2. Fledermausexkursion: Fledermäuse mitten in der Stadt

Am 10. September 2026 begaben sich zahlreiche Interessierte bei der zweiten Fledermausexkursion dieses Sommers auf eine nächtliche Entdeckungstour durch Hohenems. Treffpunkt war das neue Rathaus, wo Exkursionsleiter Georg Amann zunächst einen Einblick in das Fledermausmonitoring gab.

Dabei erklärte er, wie die nachtaktiven Tiere rund um das Rathaus erfasst und anhand ihrer charakteristischen Rufe bestimmt werden können.

Besonderes Augenmerk galt den in die Fassade des neuen Rathauses integrierten Fledermausnistkästen. Diese speziell geschaffenen Quartiere werden laut Amann bereits von der einen oder anderen Fledermausart als Zwischenquartier genutzt. Damit leisten die integrierten Kästen einen wichtigen Beitrag dazu, den Fledermäusen auch mitten im Stadtgebiet geeignete Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.

Anschließend führte der gemeinsame Nachtspaziergang entlang der Schlossbergstraße zum Kirchplatz und weiter zur Schillerallee. Aufgrund der kühlen und bewölkten Witterung ließen sich diesmal allerdings nur wenige Fledermäuse blicken. Bei der Schillerallee konnten schließlich zwei Zwergfledermäuse bei ihren nächtlichen Jagdflügen beobachtet werden.

Auch wenn nur wenige Tiere mit freiem Auge zu sehen waren, verriet der Fledermausdetektor, dass in der Umgebung deutlich mehr los war. Die unterschiedlichen Ultraschallrufe der Fledermäuse wurden mit dem Gerät hörbar gemacht und zeigten, dass sich die Tiere ganz in der Nähe aufhielten, auch wenn sie gut versteckt waren.

Damit zeigte auch die zweite Exkursion: Fledermäuse sind mitten in Hohenems unterwegs – manchmal sieht man sie, manchmal hört man sie nur.

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