Kultur

Wenn der Zufall Regie führt

Wenn sich zwei Menschen begegnen, die einander noch nie zuvor getroffen haben, geschieht das selten vor Publikum. Das Literaturhaus Vorarlberg macht genau daraus am Dienstag, dem 22. September 2026, ein besonderes Veranstaltungsformat: die zufallsbegegnungen.

Bereits zum sechsten Mal treffen dabei zwei Persönlichkeiten, die sich bislang nicht kannten, aufeinander – ohne Moderation, ohne vorbereitete Fragen und ohne festgelegten Gesprächsverlauf.

Der Zufall führt dabei Regie: Welche Geschichten an diesem Abend ans Licht kommen, wo sich Gemeinsamkeiten zeigen und Unterschiede sichtbar werden, entscheidet allein der Moment. Aus dem spontanen Austausch entwickelt sich ein einmaliger Moment, der weder planbar noch wiederholbar ist.

Die bisherigen zufallsbegegnungen brachten bereits außergewöhnliche Konstellationen hervor: So trafen etwa die Autorin Julya Rabinowich und Stefanie Pitscheider Soraperra, Leiterin des Frauenmuseums Hittisau, aufeinander. Im Dezember standen Schauspielerin Julia Koch und Landschaftsarchitektin Maria Anna Schneider-Moosbrugger erstmals gemeinsam auf der Bühne. Im Juni saßen sich Manuela Mylonas, Festivalintendantin des Kurzfilmfestivals Alpinale, und Barbara Sonner, Sprachenlehrerin aus der BHAK Bregenz, im Gartensalon gegenüber und sprachen unter anderem über das Verlassen von Komfortzonen, das Ankommen und Angenommen-Werden in anderen Ländern und die Tücken des Lustenauer Dialekts.

zufallsbegegnungen

Foto: Marina Höfler

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