Im Jüdischen Museum Hohenems wurde kürzlich die Dokumentation des Bildungsprojekts präsentiert.
Das Projekt setzt sich mit Antisemitismus und Rassismus auseinander und erreicht mit Workshops und Fortbildungen Kinder, Jugendliche sowie pädagogische Fachkräfte in ganz Vorarlberg – insgesamt mehrere tausend Schüler in den vergangenen drei Jahren.
Museumsdirektor Hanno Loewy betonte die Bedeutung des Projekts für eine offene und demokratische Gesellschaft sowie die enge Verbindung des Museums zur Bildungsarbeit in der Region. Bildungsrätin Barbara Schöbi-Fink hob die Rolle externer Bildungsangebote für Schulen hervor: „Gerade in herausfordernden Zeiten brauchen Lehrkräfte verlässliche Partner, die fachlich fundiert und praxisnah unterstützen.“ Auch Landesrat Daniel Allgäuer unterstrich den Wert der ressortübergreifenden Zusammenarbeit: „Gesellschaftlicher Zusammenhalt gelingt am besten, wenn Bildung, Integration und Zivilgesellschaft gemeinsam handeln.“ Anita Niegelhell, Leiterin der Kulturvermittlung des Jüdischen Museums, erklärte, Ziel sei es, junge Menschen sprach- und handlungsfähig im Umgang mit Diskriminierung zu machen. Projektleiterin Franziska Völlner ergänzte, dass demokratische Bildung, Empowerment und aktive Teilhabe zentrale Schwerpunkte der Arbeit seien.
Weiterführung bis 2027
Die externe Evaluierung bestätigte die hohe Qualität und Wirksamkeit des Projekts. Aufgrund des großen Bedarfs wird „#OhneAngstVerschiedenSein“ als Projektstelle, über die Finanzierung der Vorarlberger Landesregierung, bis 2027 weitergeführt. Die Stadt Hohenems zeigt sich stolz, sowohl das Jüdische Museum als auch diese wichtige Bildungsinitiative zu beherbergen – ein starkes Zeichen für Vielfalt, Dialog und gesellschaftliche Verantwortung.