Bei kühlen Sommertemperaturen, aber ohne Regen, wurde am vergangenen Samstag zum zweiten Mal der FIS Freestyle Aerials Wettkampf im Erholungszentrum Rheinauen durchgeführt.
Es gab Rekordanmeldungen mit über 50 Teilnehmern aus Deutschland, der Schweiz, Tschechien und Österreich für diesen Wettkampf, der Teil der von der FIS neu gegründeten „Summer Aerials Alps Tour“ war. Zuvor fanden die Wettkämpfe in der Schweiz und Tschechien statt. Hohenems war damit der letzte Austragungsort dieser Veranstaltungsreihe.
Dementsprechend war auch das Niveau der akrobatischen Sprünge auf den Wasserschanzen in den Rheinauen jenen in den Europacups im Winter ebenbürtig. Doppelsalti vorwärts und rückwärts von den Jüngsten bis zur Meisterklasse standen auf der Tagesordnung. Die Dominanz der Schweizer Nachbarn in dieser olympischen Disziplin war aber deutlich zu erkennen. Bereits seit über 20 Jahren professionelle Strukturen in der Schweiz haben sich bezahlt gemacht und damit stellen sie nicht nur den regierenden Weltmeister, sondern werden auch bei den olympischen Winterspielen im nächsten Jahr schwer zu schlagen sein. Umso erfreulicher, dass die Vorarlberger Mannschaft trotz bescheidener Möglichkeiten mit den Leistungen mithalten konnte. So konnten sich gleich drei Wettkämpfer vom SC Mühlebach Dornbirn für das Finale der besten Acht qualifizieren! Auf dem vierten Platz konnte sich Michael Krojer mit einem Doppelsalto vorwärts und Streckphase zwischen dem ersten und zweiten Salto direkt hinter den besten Schweizern positionieren. Dazu konnte sich Marius Simma auf dem siebten Platz und Felix Schwendinger auf dem achten Platz ebenfalls für das Finale qualifizieren. Im Finale hatte Michael Krojer jedoch Pech, weil er den Sprung abbrechen musste und schlussendlich nur den achten Platz erreichen konnte. Felix Schwendinger wurde Sechster und Marius Simma Siebter. Marius, der erst seit dem Frühjahr im Vorarlberger Freestyle- und Freeski-Team ist, gehört allerdings durch seine ausgezeichneten Ergebnisse bei den Sommerwettkämpfen zu den großen Hoffnungen für die nächsten Jahre. Durch das Missgeschick von Michael war der Weg frei für den Tschechen Simon Kroupa, der sich mit einem Doppelsalto rückwärts mit einer Schraube auf den dritten Platz vorschieben konnte. Zweiter wurde der Schweizer Neville Erb. Sein Mannschaftskollege Andrin Laber hatte als Einziger einen Doppelsalto mit zwei Schrauben im Programm und sicherte sich den Sieg.
Weitere Vorarlberger Ergebnisse:
- 9. Platz: Konstantin Schwendinger
- 12. Platz: Raphael Natter
- 14. Platz: Pius Kaufmann
- 15. Platz: Ferdinand Herkommer
In der Kinderklasse/Buben hatte der 13-jährige Carlos Schmidt-Weber vom SC Mühlebach seinen großen Auftritt und kam mit einem gelungenen Doppelsalto rückwärts auf den dritten Platz. Sieger in dieser Klasse wurde der Schweizer Rain Stutz vor seinem Kollegen Ray Stauffacher.
Weitere Vorarlberger Ergebnisse:
- 6. Platz: Mattheo Kleber
- 7. Platz: Fynn Spirig
- 8. Platz: Elias Küng
- 9. Platz: Vincent Wörz
- 12. Platz: Wendelin Gann
- 18. Platz: Luis Salzgeber
In der Kinderklasse der Mädchen war das Schweizer Trio Simone Weiss, Lara Stutz und Aline Isoz nicht zu schlagen. Die Vorarlbergerin Lilith Gann wurde Vierte.
Bei den FIS-Damen war leider keine Österreicherin am Start. Auch hier war ein Schweizer Trio auf dem Siegespodest: Hilaria Lozano vor Lorraine Blankenstijn und Yanira Schaller.