E5 / Umwelt

Anpassung an den Klimawandel

Frühere Hitze-Rekorde sind heute Normalität: In Österreich hat die Zahl der Hitzetage (Tage mit mindestens 30 °C) in den letzten Jahrzehnten massiv zugenommen.

Zwischen 1961 und 1990 gab es in den Landeshauptstädten durchschnittlich drei bis zwölf Hitzetage pro Jahr, Rekorde lagen bei rund 20. Von 1991 bis 2020 waren es bereits neun bis 23 Hitzetage im Schnitt, Rekorde oft über 40 – eine enorme Zunahme, die zeigt, wie sehr der Klimawandel unseren Alltag verändert.

Hitze belastet das Wohlbefinden und verringert das Leistungsvermögen. Studien zeigen, dass Hitzewellen zu mehr Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems führen und die Sterblichkeit erhöhen können. Viele setzen deshalb auf Klimaanlagen. Doch auch wenn sie kurzfristig für Abkühlung sorgen, sind ihre Nachteile nicht zu unterschätzen: trockene Luft, gereizte Schleimhäute, Erkältungen, Kopfschmerzen und ein höherer Energieverbrauch, der wiederum das Klima belastet. Hinzu kommen die hohen laufenden Kosten, denn das Kühlen eines Raumes verbraucht weit mehr Energie als das Heizen.

Dabei gibt es viele Möglichkeiten, Wohnräume auch ohne Klimaanlage kühl zu halten: Schattenspendende Bäume und Sträucher, geschlossene Fenster und Türen am Tag, nächtliches Lüften oder eine gute Wärmedämmung. Auch Dach- und Fassadenbegrünungen können durch Beschattung und höhere Luftfeuchtigkeit spürbar zur Abkühlung beitragen.

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt die KLAR! am Rhein beim Fassadenbegrünungs-Workshop am 11. September 2025 in Götzis – eine Einladung, gemeinsam Wege zu finden, wie wir mit dem veränderten Klima gesund und klimafreundlich umgehen können.

Mehr Infos unter: Klima- und Energiefonds: Faktencheck Klimawandel. Die wichtigsten Daten und Fakten. Wien, 2025. S.19. https://www.klimafonds.gv.at/faktencheck/faktencheck-klimawandel-2025

www.klaramrhein.at

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