Das zweite Abonnementkonzert des Arpeggione-Kammerorchesters im Rittersaal stand ganz im Zeichen aufregender Premieren.
Mit dem Slowenen Marko Hribernik leitete erstmals ein neuer Dirigent das Ensemble, der die Musiker mit großer Präzision, Energie und spürbarem Charisma zu Bestleistungen antrieb. Unter seiner Leitung erklangen selten gespielte Werke, darunter „Prélude und Fugue“ von Moritz Moszkowski und die Streicherserenade von Josef Suk – beides Entdeckungen, die die große Ausdruckskraft des Orchesters eindrucksvoll unter Beweis stellten.
Ein weiteres Debüt gab die Flötistin Anja Nowotny-Baldauf: Die junge Musikerin, bekannt aus dem Symphonieorchester Vorarlberg, trat erstmals als Solistin im Arpeggione-Orchester auf. Mit Carl Philipp Emanuel Bachs Flötenkonzert in d-Moll überzeugte sie durch Virtuosität, Klangschönheit und musikalische Reife. Besonders im rasanten Allegro zeigte sie technisches Feuerwerk, getragen vom einfühlsamen Zusammenspiel mit dem Orchester.
Das Publikum zeigte sich begeistert von der leidenschaftlichen Darbietung beider Künstler und feierte einen musikalisch ebenso anspruchsvollen wie mitreißenden Abend. Als Zugabe rundete Edward Elgars „Salut d’amour“ das Konzert stimmungsvoll ab.
Das nächste Konzert des Arpeggione-Kammerorchesters findet am Samstag, dem 24. Mai 2025, um 19.30 Uhr im Rittersaal des Palastes statt: „Extravaganza“ mit Isabelle van Keulen als Solistin und Leiterin.
Mehr Informationen unter www.arpeggione.at