Feuerbrand ist eine hoch ansteckende Bakterienkrankheit, welche ursprünglich aus Nordamerika stammt und verschiedene Obst-, Zier- und Wildgehölze befällt. Seit 1993 tritt er auch in Vorarlberg auf.
Zu den von Feuerbrand gefährdeten Hauptwirtspflanzen zählen vor allem der Apfel, die Birne, die Quitte, die Zwergmispel, der Weißdorn, der Feuerdorn, die Eberesche, die Zierquitte und die Mispel. Die Bekämpfung der Krankheit ist in den jeweiligen Landesgesetzen geregelt. Feuerbrandwirtspflanzen sollten von Beginn der Blüte bis zum Ende der Vegetationsperiode auf mögliche Symptome beobachtet werden.
Jede befallene Pflanze enthält – teils über viele Jahre hinweg – Feuerbrand-Bakterien und birgt somit das Risiko, zahlreiche Pflanzen in ihrer Umgebung anzustecken. Sind die Bakterien in eine Pflanze eingedrungen, können sie nur noch durch Entfernung der befallenen Pflanzenteile, notfalls der ganzen Pflanze, wieder entfernt werden. Um den Feuerbrand einzudämmen, ist es erforderlich, möglichst viele von Feuerbrand befallene Pflanzen aufzufinden und die Infektionsstellen rasch zu beseitigen. Je rascher dies geschieht, desto besser ist die Chance, erkrankte Obstgehölze noch zu erhalten.