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Forumtheater: Das Ewige Spiel

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spectACT – Verein für politisches und soziales Theater gemeinsam mit dem Dekanat Wilten Land, dem Haus der Begegnung sowie der Katholischen Frauenbewegung, dem Frauenreferat, dem Männerreferat und dem Familienreferat der Diözese Innsbruck.

weitere Kooperationspartner und Unterstützer: Bildungshaus Osttirol, Arche Noe/Kufstein, Frauenreferat und Referat für Spiritualität und Glaubensbildung der Diözese Feldkirch, InKonTra/Hohenems, Gasthof Handl/Schönberg, Pfarre Völs, Kulturlabor Stromboli/Hall, TheaterNetz Tirol
gefördert von: Land Tirol, Stadt Innsbruck, bzw. Zonta Club Innsbruck I, ÖGB-Frauen und den jeweiligen Gemeinden (angefragt)
 
Projektbeschreibung: Von Frauen und Männern und den Verhältnissen dazwischen

Die herrschenden Geschlechterrollen und -verhältnisse führen allzu oft zu Beziehungs- dynamiken zwischen Frauen und Männern, die für alle Beteiligten, also auch Kinder, zu Schwierigkeiten, Problemen und Konflikten führen. Dazu gehört auch, dass die Kategorien „Frau“ und „Mann“ immer noch und scheinbar unumstößlich gelten. Hierarchien werden verfestigt, Rollenklischees fortgeschrieben und Ungerechtigkeiten verstärkt.
Wir wollen mit unserem Projekt im Spannungsfeld zwischen Konventionen und dem Aus- brechen daraus, zwischen Selbstverwirklichung und Sorge um andere, zwischen Nähe und Distanz, zwischen Angst und Vertrauen, zwischen Kontrolle und loslassen Können aber vor allem zwischen Menschen nach mehr Ehrlichkeit, Leichtigkeit und Harmonie im Zusammen- leben suchen. Als Gesellschaft stehen wir zu diesem Thema oft vor immer wieder den gleichen Fragen und manchmal tauchen neue auf. Für welche Lebensentwürfe entscheiden wir uns? Welche Rolle spielen alte und/oder neue Arbeitsmodelle? Und immer wieder: Kinder, Beruf, Familie, Karriere, Partnerschaft – wie geht das alles zusammen? Wir spielen diese Fragen an unser Publikum zurück und suchen nach möglichen Antworten.
Inhaltsangabe: Das ewige Spiel.

Das Stück spielt im Garten des Ehepaares Elfriede und Maximilian, die seit 36 Jahren ver- heiratet sind. Ihre älteste Tochter Hanni ist 36. Sie haben damals geheiratet, damit „alles seine Ordnung“ hat. Elfriede hat durch Schwangerschaft und Erziehungsarbeit erst spät mit ihrer Ausbildung zur Sozialpädagogin angefangen und weil dann noch Sophia als ungeplante Nachzüglerin zur Welt kam, hat sie kaum Versicherungszeiten. Sie arbeitet derzeit in Teilzeit in der Betreuung von Menschen mit Behinderung. Der Verdienst dabei ist gering. Maximilian ist nach Jahren als Handelsvertreter, in denen er seine Frau und die Kinder viel sich selbst überlassen hat, inzwischen in Pension.

Hanni lebt in einer stabilen Beziehung mit Christoph („Stoffl“) und hat sich (als Gegenent- wurf zu ihrer Mutter?) für eine Karriere und bisher gegen Kinder entschieden. Sie leitet eine kleine Anwaltskanzlei und sorgt damit für beide. Stoffl ist „Lebenskünstler“ und Hausmann, er wünscht sich Kinder. Im Garten seiner Schwiegereltern konfrontiert er Hanni wieder einmal mit diesem Wunsch.

Sophia, 24, studiert auswärts und kommt für die kleine Familienfeier nach Hause. Mit „im Gepäck“ hat sie eine ungewollte Schwangerschaft. Mit dem Vater des Kindes führte sie eine „offene Beziehung“, die sie beendete, weil sie ihr dann doch zu offen war. Und jetzt? Die Schwangerschaft abbrechen, das Studium oder die Zelte in der Stadt?

Sie alle und all ihre Lebensentwürfe, das finanzielle und emotionale aufeinander Angewiesen- sein, all diese Rollen mit ihren Vorstellungen wie eine (Ehe)Frau, ein (Ehe)Mann, ein Vater, eine Mutter, ein Schwiegersohn, eine Tochter, beruflicher Erfolg und privates Glück auszuschauen hat, treffen aufeinander. Es ist ein ewiges Spiel, in dem alle verlieren.Wie lange noch?

Die Grafik, die wir ausgewählt haben, zeigt ein(!) Frauen- und ein(!) Männerbild, wie es die Menschheit (also eigentlich die NASA) 1972 ins All geschickt hat. Wollen wir, dass Außer- irdische uns so sehen? Welches Männer- bzw. Frauenbild haben wir und welches wollen wir haben? Wir spielen und arbeiten mit „Das ewige Spiel“ an diesen und weiteren Fragen. Seien sie gespannt!

www.spectact.at