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Stadtplan

Emsiana

Fülle und Leere

Zum zehnten Mal heißt es im Mai 2018, die Emsiana zu feiern. Das etwas andere Kulturfest lädt immer wieder dazu ein, Hohenems – seine Geschichte und seine Gegenwart – neu zu entdecken. Dazu gehört auch, Überraschungen zu erleben, die nur hier möglich sind. 

So ist die 10. Emsiana dem Thema Improvisation zwischen Fülle und Leere gewidmet. Von der Eröffnungsrede von Angelika Fitz, der aus Hohenems stammenden Direktorin des Architekturzentrums Wien, bis zum Abschlusskonzert mit Paul Gulda und Marwan Abado flaniert die Emsiana durch die offenen Räume von Stadt, Gesellschaft und Kultur. Inspirierende Räume der Fülle und der Leere, in denen es vieles zu entdecken gibt.

Kartenvorverkauf für Konzerte

Filialen der Volksbank Vorarlberg, Raiffeisenbanken und Sparkassen
Tourismus uns Stadtmarketing GesmbH Hohenems, Marktstraße 2
Buchhandlung Lesezeichen, Hohenems, Schweizer Straße 6
Online www.laendleticket.com

Die Abendkasse öffnet jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn.

Mehr Informationen: www.emsiana.at

Konzerte

Donnerstag, 17. Mai, 19:30 Uhr, Markus-Sittikus-Saal

Eröffnung

Angelika Fitz – Festrede

tonart sinfonietta – Konzert

Auch in diesem Jahr feiern wir die Eröffnung der Emsiana mit einem Konzert der tonart sinfonietta. Das junge Kammerorchester der regionalen Musikschule wird dabei von einem der international gefragtesten Gitarristen verstärkt: Alexander Swete.

Neben klassischen Orchesterwerken von Sperger und Haydn steht heuer das Concerto op.99 für Gitarre und Orchester im Mittelpunkt. Dessen Komponist jüdischer Herkunft, Mario Castelnuovo-Tedesco, emigrierte 1939 in die USA, wo er Arbeit bei den MGM Filmstudios fand und die Musik für mehr als zweihundert Filme schrieb. Später unterrichtete er Komposition am Konservatorium von Los Angeles. Vor genau 50 Jahren starb er in Beverly Hills.

Anschließend an das Eröffnungskonzert ermöglicht Angelika Fitz Ihnen Einblicke in den Wissenstransfer zwischen Kunst, Forschung und Gesellschaft sowie zwischen den Kulturen.

Im Anschluss an Festrede und Eröffnungskonzert begleiten Turmbläser Sie zu den Ausstellungseröffnungen von Maria Baumschlager-Dünser, Jeannette Frei, Michael Gunz, Lorenz Helfer, Dorothea Rosenstock und Walter Spiegel. Alle Ausstellungen, das Jüdische Museum und das Museum auf Zeit sowie das Visionscafé und das Kulturcafé Kitzinger sind am Eröffnungsabend bis Mitternacht geöffnet.

€ 20 VV / € 23


Freitag, 18. Mai, 20:30 Uhr, Salomon-Sulzer-Saal

Fatima Spar Quintett

Weltmusik

Fatima Spar ist seit Jahren so bekannt, dass die meisten höchst erstaunt reagieren, wenn sie hören, dass die türkischstämmige Sängerin in Hohenems geboren wurde. Heute lebt sie in Wien und musiziert zu fünft oder gar zu sechst mit den jam-begeisterten Freedom Fries. Ihre Musik lebt von der mitreißenden Kraft der Improvisation, von kunstvollen Arrangements und von einer verblüffenden Grenzenlosigkeit.

Fatima Spar lässt sich weder einem Genre noch einer Sprache zuordnen - und nicht grundlos war sie die Botschafterin des „Europäischen Jahres des Interkulturellen Dialogs 2008“. Ihre durchaus auch politischen Botschaften verpackt die Musikerin in stimmungsvolle Grooves aus so unterschiedlichen Ecken wie Swing, Pop, Jungle Clubsound, Brass, Jazz und Oriental Sound: World Music im besten Sinne, temperamentvoll und tanzbar. Auch ihre zahlreichen Gigs im Ausland, von Russland über Belgien, Holland und England bis nach Kairo und in die Türkei zeigen, dass Fatima Spar keine sprachlichen oder kulturellen Barrieren kennt. Denn die Musik ist ihre Welt.

€ 20 VV / 23


Samstag, 19. Mai, 20:30 Uhr, Salomon-Sulzer-Saal

Daniel Kahn and The Painted Bird

Weltmusik

Sie bedeuten für Klezmer, was die Pogues für Folk bedeuten. So schreibt das Die Zeit und andere Medien sind keine Spur zurückhaltender in ihrem Lob. Da wird von Daniel Kahn als „dem jüdischen Bob Dylan“ gesprochen und von Klezmer Punk auf den Spuren von Tom Waits und Leonard Cohen. Daniel Kahn selbst erklärt seine Band etwas bodenständiger: „radical Yiddish borderland bandistas with punk attitude“ - das sind sie und dem machen sie mit ihrem neuen Album alle Ehre.

Es ist ein komplexes, kraftvolles Werk, das sich den großen politischen und persönlichen Themen unserer Zeit widmet. Manchmal witzig, manchmal erschreckend, manchmal tieftraurig, ganz sicher aber intensiv. Hier wird eine Sammlung an pointierten Originalen, Interpretationen oder auch Übersetzungen bekannter Songs über alle Grenzen geschmuggelt: über jene der Sprachen, Kulturen, Genres und Geschichten. Aus voll wird leer, aus leer wird voll - eine Philosophie, die nie neu, aber immer schon weise war. Und wenn man Daniel Kahn einmal live gehört hat, dann weiß man auch endlich, warum Brecht und Punk zusammengehören. 

€ 20 VV / 23

Sonntag, 20. Mai, 11 Uhr, Salomon-Sulzer-Saal

Trio Emsiana

Jazzmatinée

Letztes Jahr formierte sich eigens für das Kulturfest Emsiana ein Jazz-Trio - und gab mit großem Erfolg seine eigenen Interpretationen zeitloser Jazz-Highlights zum Besten. Das Trio Emsiana wird auch heuer das Festival in einer eigens konzipierten Jazz-Matinee ausklingen lassen.

Diverse kulturelle und musikalische Einflüsse spiegeln sich in der facettenreichen Stimme der Sängerin Helia Samadzadeh wieder, wobei sie sich in der Jazzmusik ganz besonders in ihrem Element fühlt. Für die Emsiana gibt die in Hohenems aufgewachsene, heute in Paris lebende Sängerin ausgewählte Standards von Irving Berlin, George Gershwin und Richard Rodgers zum Besten. In unseren Breiten aus der Jazzszene nicht mehr wegzudenken, bildet Peter Madsen am Klavier den harmonischen Kern des Ensembles und umspielt Helias Gesang in einem eindrucksvollen Pas de deux. Das rhythmische Gerüst stellt schließlich Dietmar Kirchner sicher - mit Groove und Dynamik ergänzt er das Trio bravourös am Kontrabass. Das Resultat: Mit Sensibilität interpretierte Jazzmusik vom Feinsten.

Helia Samadzadeh Gesang
Peter Madsen Klavier
Dietmar Kirchner Kontrabass

€ 12 VV / 15

Sonntag, 20. Mai, 19 Uhr, Salomon-Sulzer-Saal

Masaar Hubb

Improvisationen über Fülle und Leere und Liebe von Paul Gulda und Marwan Abado

Paul Gulda und Marwan Abado sind Meister der Grenzüberschreitungen. Ihre persönliche Geschichte könnte kaum unterschiedlicher sein, ihre beiden Instrumente und ihre musikalischen Welten ebenso. Doch der in Wien geborene Pianist und Cembalist Paul Gulda und der palästinensische, in einem Flüchtlingslager in Beirut geborene Oud-Spieler Marwan Abado treffen sich aus gutem Grund immer wieder: Gemeinsam machen sie Musik. Und  gemeinsam füllen sie die Leere der Sprachlosigkeit zwischen zwei Welten mit dem Reichtum ihrer Improvisationen.
 
Der frei schweifende, scheinbar auf kein Ziel fixierte Dialog zwischen dem Cembalisten Paul Gulda und dem Oud-Spieler Marwan Abado ist zugleich ein Dialog zwischen dem Musikdenken des europäischen Barock, zwischen Johann Sebastian Bach und der arabischen Welt – und eine Reflexion über eine Gegenwart neu errichteter Grenzen, die die beiden persönlich und musikalisch hinter sich lassen. 

€ 20 VV / 23

Eine Veranstaltung des Jüdischen Museum Hohenems.

Museen & Ausstellungen

Alle Museen und Ausstellungen können während den Veranstaltungstagen bei freiem Eintritt besucht werden.

Do 21–24 | Fr 18:30–21 | Sa 14–21 | So 11–17 Uhr   
Marktgasse 15

Verbinden

Walter Spiegel – Skulpturen

Es ist, so scheint es, in unserer Gesellschaft üblich geworden, das Trennende, die Abgrenzung und die Ausgrenzung zu betonen. Haben wir uns längst so sehr daran gewöhnt, dass uns eine Änderung unserer Sichtweisen kaum mehr möglich ist? Oder können wir unsere Wahrnehmung mit einem einfachen Perspektivenwechsel neu gestalten?
„Das Verbundene ist mehr als die Summe der Einzelteile“ betonen die Werke von Walter Spiegel. Sie sind materielle Verbindungen von verschiedenen Werkstoffen und Techniken, eine ausdrucksvolle Brücke von einem Werkstoff zum nächsten, von einer Technik zu einer ganz anderen. Walter Spiegels bevorzugte Materialien sind Holz, Keramik und Stahl. Diese bearbeitet er mit Techniken wie Drechseln, Formen, Brennen, Rauchen und Schmieden, um sie anschließend miteinander zu verbinden. Steckend, klebend, beschichtend und schweißend lässt er ein neues Ganzes entstehen.

Do 21–24 | Fr 18:30–21 | Sa 14–21 | So 11–17 Uhr   
Brettauerhaus, Schweizer Straße 17

Federleicht

Maria Baumschlager-Dünser - Textilkunst

„Federn, leicht an Gewicht, werden in den Arbeiten von Maria Baumschlager-Dünser gewichtiger, sie werden schwerer in ihrer symbolischen Bedeutung, die bis hin zu Kultisch-Rituellem führen kann“, schrieb Sepp Moosmann 1990 anlässlich einer Ausstellung der Künstlerin, und weiter „Vor allem aber beziehen sie ihren besonderen Wert aus den Gedanken, den Überlegungen, die spürbar hinter den fertigen Produkten stehen beziehungsweise zu ihnen führten, und sie über nur oberflächlich Gestaltetes, Dekoratives, weit hinaus tragen.“ Die Kunstwerke der Vorarlberger Textilkünstlerin erscheinen in vielen Formen: Die Federn sind wie Puzzleteile, die zusammengefügt ein neues Ganzes schaffen. Was Maria Baumschlager-Dünser gestaltet, ist zeitlos, keiner Modeströmung unterworfen und von hochwertiger Fertigungsqualität. Ihr handwerkliches Können und die hohen künstlerischen Leistungen berühren den Betrachter auf einer Ebene, wo sich Stärke und Leichtigkeit, Schönheit und Vergänglichkeit begegnen.

Do 21–24 | Fr 18:30–21 | Sa 14–21 | So 11–17 Uhr   
Mondscheingasse 1

Beziehungsporträts

Lorenz Helfer - Malerei

Seit einigen Jahren arbeitet der Vorarlberger Künstler Lorenz Helfer an einem Thema, das den Begriff der Beziehung in einem breiteren Sinne aufgreift und verarbeitet. Verschiedene Serien von Malereien, Zeichnungen und auch Büchern sind das Resultat einer Entwicklung, die er einst mit einer Serie abstrakter Malereien begonnen hat. In seinen Bildern von menschlichen Paaren stellt Lorenz Helfer zwei unterschiedliche Elemente in Verbindung zueinander - und bringt sie in Bewegung. Einzelne Formen und Figuren reagieren jeweils auf die Bewegung des Partners und erzeugen so eine sichtbare Korrespondenz untereinander. Was am Anfang des Projekts noch als abstrakte Form begonnen hat, entwickelte sich über den Umweg von Stillleben zu konkreten Objekten wie Teekannen und Sesseln – und schließlich zu Personen, Beziehungspartnern, Liebespaaren.

Do 21–24 | Fr 18:30–21 | Sa 14–21 | So 11–17 Uhr 
Innenhof Ecke Harrachgasse/Marktstraße

Achtsamkeit

Michael Gunz - Fotografien

Es ist bereits alles und genug davon da. Im Universum. In uns. Ein Leben in Fülle. Strahlend offensichtlich im Licht - und verborgen und unendlich tief im Schatten. Im stillen Dunklen behütet, und die Leere nimmt sich ihren Raum. Im Schatten finden sich Weisheit und Wahrheit, ein Ankommen in sich selbst und im vollen Bewusstsein. Eine Lebensreise in Schwarz-Weiß und ein Koffer voll Dankbarkeit, Präsenz, Vertrauen, Freiheit und Selbstbestimmung: In seiner Schwarz-Weiß-Serie „Achtsamkeit“ greift der Hohenemser Fotograf Michael Gunz das grundlegende Spannungfeld aus Licht und Schatten auf. Auf metaphorischer Ebene widerspiegeln seine Werke Fülle und Leere des menschlichen Denkens und Wirkens im Leben.

Do 21–24 | Fr 18:30–21 | Sa 14–21 | So 11–17 Uhr 
Freiraum zwischen Harrachgasse 4 und 6

Noch sind die Tage der Rosen!

Jeannette Frei -Installation

„Frei ist das Herz und frei das Lied ... noch ist die blühende, goldene Zeit, noch sind die Tage der Rosen!“, heißt es in einem Volkslied aus dem 19. Jahrhundert. Kurt Tucholsky verwendete diesen Refrain in seinem während des 1. Weltkrieges verbotenen Gedicht „S' ist Krieg!“, und schlägt dabei andere Töne an: „Wir denken an Frieden voll Ängstlichkeit mit leider gefüllten Hosen - noch ... noch ist die goldene, die blühende Zeit! Noch sind die Tage der Rosen! Tatsächlich hat durch alle Zeiten kaum ein Poet versäumt, die Rose zu rühmen,
sie als Metapher zu nehmen für die vielfältigsten, oft sehr gegensätzlichen Lebensumstände.
Sie steht sowohl für Schönheit, Liebe und Lebensfreude als auch - aufgrund ihrer kurzen Blühdauer - für die Vergänglichkeit, für das immer nur begrenzte Glücksempfinden.
Für die Fülle und die Leere. Jeannette Frei hat mit eingefärbten Lein(en)tüchern, die bedruckt und bemalt wurden, eine Installation zu diesem Thema geschaffen.

Do 21–24 | Fr 18:30–21 | Sa 14–21 | So 11–17 Uhr
Löwenberg-Keller

Papiergewächse

Dorothea Rosenstock - geknüpfte Gewebe

Die Gewebe von Dorothea Rosenstock sind nach Schema geknüpft, nach alter Tradition. Ihre Struktur ist geplant. Das Material aber bricht aus der Regelmäßigkeit aus, widersetzt sich der Ordnung, lässt sie lebendig werden. Besonders eigenwillig sind Garne aus Papier. Diese stammen aus dem Fundus der Künstlerin und wurden größtenteils aus Finnland mitgebracht. Das Weben von Hand und der Dialog mit dem Material sind unerschöpflich. Es eröffnet sich ein Spielraum an Haptik und Optik. Im Kellergewölbe gilt es einen Mikrokosmos zu entdecken: Verdichtung im Raum, Fülle und Leere, mit dem Fokus auf Farbe.

Do 21–24 | Fr 18:30–21 | Sa 14–21 | So 11–17 Uhr
Burgruine Alt-Ems, Schlossberg

155 Schritte ins Paradies?

Uta Belina Waeger - Kunstinstallation

Visuelle Zeichen bestimmen unseren Alltag. Verkehrsschilder beispielsweise zeigen uns Wege, Objekte, Gebote und Verbote auf. Sie lösen Aktionen in uns aus, die fast widerstandslos zur Kenntnis genommen und ausgeführt werden. Die Objektkünstlerin Uta Belina Waeger führt mit ihrer Installation „155 Schritte ins Paradies“ durch die Burgruine Alt-Ems. Ihr mehrteiliges Werk beschreibt einen Stationenweg vom Eingang der Burgruine, dem Kaspartor, bis zum vermeintlichen Ausgang, dem Hortensia-Garten. An den einzelnen Stationen werden die Besucher – ähnlich einem Verkehrsleitsystem – mittels Schildern eingeladen, ihre Sinne und Gedanken zu schärfen und so das Burgareal neu oder anders zu erfassen. Die Tafeln stehen bewusst an neuralgischen Positionen, seien sie historisch-inhaltlich relevant, geografisch interessant oder auch nur wahrnehmungstechnisch von Bedeutung. Die visuellen Zeichen sind dem Betrachter mehr oder weniger geläufig. Jedoch nicht wirklich ... Der Blick ist gefordert. 

Fr 18:30–21 | Sa 14–21 | So 11-17 Uhr
Sägerstraße 5

Alte-Zeiten-Museum

Hohenems um die Zeit von 1600

Das 400 Jahre alte Haus Sägerstraße 5 - im alten Dorfkern von Hohenems gelegen - wurde von einem engagierten Verein vor dem Abbruch bewahrt und ehrenamtlich saniert. Seit 2016 befindet sich hier ein Museum, das die Besucher durch die Lebenswelt um 1600 führt. Im angeschlossenen Museumsgarten werden historische Kulturpflanzensorten wie Einkorn, Montafoner Gerste, Ackerbohne oder auch Flachs angebaut - Pflanzen, die wir leider nur noch selten sehen. Im Rahmen der Emsiana werden Führungen ins umgebende Viertel „an der Säge“ angeboten.

Do 21–24 | Fr 18–21 | Sa 14–21 | So 11–17 Uhr
Marktstraße 26

Museum auf Zeit

Im neuen Museum auf Zeit erfährt man alles zur Burgruine Alt-Ems. Herz der Ausstellung ist das dreieinhalb Meter lange Burgenmodell, das die einstige Pracht der 800 m langen Wehranlage und Residenz der Ritter und Reichsgrafen von Hohenems zeigt. Eine besondere Ansicht von Ems bietet ein Gemälde von Hans Jakob Noppis, das mit Palast, Lusthaus, Gartenanlagen und Handwerkshäusern auf den aufstrebenden Marktflecken Ems verweist. Portraits von Burgbewohnern und Fundgegenstände aus der seit 2006 in Sanierung befindlichen Ruine ergänzen die Ausstellung.

Fr 18:30–21 | Sa 14–21 | So 11–17 Uhr
Sägerstraße 11

Mühlenmuseum "Stoffels Sägemühle"

Die Geschichte der Mühlen reicht bis auf die Zeit vor Christus zurück. „Stoffels Sägemühle“ erklärt nicht nur eindrucksvoll die letzten 2000 Jahre der Mühlentechnik, sondern zeigt vor allem auch eine detailliert nachgebaute Säge und Mühle in Originalgröße, angetrieben von Wasserkraft. Die Hohenemser Familie Amann sorgt seit vielen Jahren für den Erhalt der außergewöhnlichen Werke - und beantwortet interessierten Gästen gerne auch Fragen zu den Handwerkskünsten der Müllerei und der Sägerei.

Fr 18:30–21 | Sa 14–21 | So 11-17 Uhr
Marktstraße 15

Schuhmacher-Museum

Die Bestandteile der Schuhmacherwerkstätte von Karl Nachbauer (1890-1980) erinnern an ein Handwerk, das einst alltäglich war, mittlerweile jedoch fast ausgestorben ist: die individuelle Herstellung von Schuhen. Erhaltene Familiendokumente spiegeln die Entwicklungen während der Lebenszeit von Karl Nachbauer - von der Monarchie über die Diktatur zur Republik, von der Einführung der Elektrizität bis zur ersten bemannten Mondlandung. Gleich geblieben ist nur eines: die Schuhmacherwerkstätte.

Do 10–24  |  Fr  10–21  | Sa 10–21  |  So 10–19 Uhr
Jüdisches Museum Hohenems mit der Sonderausstellung

Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen

Während man von Globalisierung, von offenen Grenzen und internationaler Gemeinschaft spricht, werden überall in der Welt neue Zäune und Mauern errichtet: um Staaten, um besetzte Territorien und exklusive Wohnsiedlungen, zwischen öffentlichem und privatem Raum. Manche dieser Grenzen sind weithin sichtbar und andere durch kulturelle Codes, Sprachtests oder neue biometrische Verfahren gezogen. Grenzen entscheiden über Leben und Tod, Zugehörigkeit und Ausschluss, über das Recht von Menschen, sich von einem Ort zum anderen zu bewegen oder überhaupt an irgendeinem Ort zu sein.

Die Ausstellung “Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen” zeigt provozierende Arbeiten internationaler Künstler, zu verschiedenen Aspekten der Geschichte und Gegenwart von Grenzen. Und sie erinnert an die Grenzgeschichte Vorarlbergs 1938 – 1945, nur einen Steinwurf von den Ufern des Alten Rheins entfernt, an denen sich vor 80 Jahren dramatische Flüchtlingsschicksale entschieden haben.

Lesungen, Vorträge & Co

Do 21–24 | Fr 18–22 | Sa 10–22 | So 11–17 Uhr
Salomon-Sulzer-Platz

Wanderkiosk

Modularer Freiraum im Festivalzentrum

Am liebsten lässt er sich natürlich einladen, der Wanderkiosk. Und wenn die Emsiana ruft, dann packt der Budiker gewissenhaft seine Genusswaren, um mit seinen Mitmenschen den gesunden Umgang mit dem Ungesunden zu pflegen. Als temporäres Objekt, bizarre Intervention und Auszeit in der alltäglichen Geschäftigkeit, ladet der Wanderkiosk ein zum Verweilen. Er zeigt uns allen, dass man wieder zusammenkommen kann und dass man Nachbarn hat, die einem immer näher sind als die digitale Welt. Frei nach dem Motto „Ist eh alles da“ spielt er stets mit der bereits vorhandenen sozialen und kreativen Substanz des Ortes und ist neben Forum für Pluszeit ebenso Bühne für willkommene «Gastspiele».
Auf der Webseite www.wanderkiosk.at wird über die Nutzung während der Emsiana informiert und Interessierte können sich per E-Mail anmelden unter hallo@wanderkiosk.at.

Do 21–24 mit Vernissage 22:22 Uhr
Fr 18–24  Uhr mit Barverschiebung um 18 Uhr
Sa 14–24 Uhr mit Barverschiebung um 17 Uhr und Matinee um 19:30 Uhr
So 11–17 Uhr

Visionscafé

Marktstraße 40 und je nach Witterung mit der Bar im Stadtzentrum

Das Visionscafé ist Treffpunkt und Begegnungsort für alle, denen die Zukunft von Hohenems am Herzen liegt. Es wird ehrenamtlich von engagierten Bürgerinnen und Bürgern der Stadt betrieben, die mit diversen Aktivitäten das Stadtzentrum beleben. Als Pionierpflanze für die aufblühende Innenstadt in Hohenems wird es im Rahmen der Emsiana auch zum Raum für Ausstellungen und Happenings - und zum „richtigen“ Café.

Stefanie Vogel

Die junge Hohenemser Malerin Stefanie Vogel präsentiert eine Auswahl ihrer jüngsten Arbeiten. Sie setzt sich mit unterschiedlichen Techniken und Materialien auseinander und stellt ihre Arbeiten unter den Titel „Fühle und Lehre“. Die Bilder laden zum Eintauchen in ihre Gedankenwelt ein und bieten Raum für Interpretation und Diskussion.
Vernissage am Donnerstag um 22:22 Uhr im Visionscafé, anschließend Visionslounge bis 24 Uhr

Heinz P. Nitzsche

Der Liechtensteiner Künstler zeigt Werke in Holz und Beton. Als Architekt hat ihn schon immer die Beziehung zwischen Mensch und Raum fasziniert. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit den Dynamiken dieser Beziehung, mit dem inneren Antrieb, der Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich - und mit dessen Gegenüber.
Vernissage am Donnerstag um 22:22 Uhr im Visionscafé, anschließend Visionslounge bis 24 Uhr

Installationen zum Thema Fülle und Leere im Stadtzentrum. Wer suchet, der findet.

Barverschiebung mit Spontanunterhaltung

Wir ziehen mit unserer mobilen Bar durchs Stadtzentrum und bieten Raum für Kreatives: spontane Lesungen, impulsive Tänze, theatrale Inszenierungen, musikalische Eruptionen. Alles ist möglich, nichts ist sicher.
Fr 18–19 Uhr
Sa 17–18 Uhr

Liebesgedichte und spanische Gitarre

Musikalisch-literarische Matinee mit klassischer, spanischer Gitarrenmusik von Magnus Panek und Liebesgedichten der jüdischen Lyrikerin Else Lasker-Schüler. Magnus Panek studierte von 1984-86 bei der argentinischen Gitarristin Maria Luisa Anido, daneben absolvierte er ein Solistenstudium an der Hochschule der Künste Berlin. Anschließend besuchte er zahlreiche Meisterkurse und studierte Kontrabass und Gesang. Magnus Panek ist Preisträger Internationaler Gitarrenwettbewerbe und im In- und Ausland als Solist sowie in verschiedenen Kammermusikbesetzungen tätig.
Eintritt: 10,-
Sa 19:30 Uhr

Do 21–24  |  Fr 15–23
Sa 15–23 mit Lesung 18 Uhr
So 11–17 Uhr
Schweizer Straße 15
Kitzinger-Haus

Kulturcafé Kitzinger

mit Kunst im Café und Lesung

Das „Kaffeehaus Kitzinger“ wurde 1797 gegründet und war das erste seiner Art in Vorarlberg. Ein Besuch im Kaffeehaus weckt Erinnerungen: das gemütliche Zusammensein mit Freundinnen und Freunden, eine besondere Begegnung, Momente des Pausierens. Dann der Duft von frischem Kaffee, der erste Schluck aus der Tasse – schwarz, mit Milch oder Sahne. Die Freude auf ein Gespräch, zu zweit oder in größerer Runde. Wer allein sein will, zieht sich in eine Ecke zurück. Die entspannte Atmosphäre neigt zur Gelassenheit, die Stimmung ist angeregt. Es ist dieser köstliche Widerspruch, der den Zauber der Kaffeehaus-Kultur ausmacht. Während der Emsiana öffnet der Kulturkreis das Kitzinger und zeigt Arbeiten von Mariella Scherling-Elia - in Erinnerung an eine herausragende Hohenemser Künstlerin.

Fülle und Leere – Spannungsfeld der Kreativität. Sa 18 Uhr
Vortrag von mit Wolfram Secco und Sabine Bader
freiwillige Spenden

Fülle – darunter kann man sich leicht etwas vorstellen. Aber was ist Leere? Haben die beiden Begriffe miteinander zu tun? Durch ihre gegensätzlichen Positionen bauen sie ein Spannungsfeld auf. Und diese Spannung ist in jedem Fall ein guter Nährboden für die Kreativität. Die Leere ist in der Tat schwer zu fassen. Aber in der Fülle legt sie eine Spur...

Veranstalter: Kulturkreis Hohenems

Sonntag, 20. Mai, 10:30 Uhr, Bücherei Hohenems

Wie kommt die Fülle in die Leere?

Herwig Bitsche präsentiert neue und bewährte Bilderbücher aus dem NordSüd Verlag

Seit mehr als sechs Jahren leitet der gebürtige Hohenemser Herwig Bitsche den NordSüd Verlag in Zürich. Seit seiner Gründung 1961 steht der Verlag für hochwertige Bilderbücher, die international bekannt sind. Populäre Charaktere wie „Der Regenbogenfisch“ und „Der Kleine Eisbär“ gehören ebenso zum Programm wie die Abenteuer einer fliegenden Maus oder die „Heule Eule“.

Herwig Bitsche erzählt uns, wie Bilderbücher bei ihm entstehen, berichtet von seinen Begegnungen mit Illustratoren und erklärt, warum sein Beruf ihn manchmal bis nach Tokyo und New York führt. Außerdem stellt er uns einige Highlights aus über 50 Jahren Bilderbuchkunst vor. Für Kinder lesen wir aus Bilderbüchern des Verlages und es darf gemalt werden. Begleitend zu dem Vortrag stellen wir einen Teil der Illustrationssammlung von Herwig Bitsche in der Bücherei aus.

freiwillige Spenden

Veranstalter: Bücherei Hohenems

Führungen & Einblicke

Fr 15-17 Uhr
Treffpunkt: Jüd. Museum, Foyer. Ende der Führung: Zollamt Hohenems

Der Weg war Vorarlberg. Führung an den Alten Rhein

1938 wurden Hohenems und der Alte Rhein zu einem Tor des Überlebens für tausende jüdische Flüchtlinge. Viele versuchten, hier den Grausamkeiten des Nationalsozialismus zu entkommen und wagten zuerst legal, bald aber illegal die Flucht in die Schweiz. Audio-Interviews von damaligen Flüchtlingen wie auch von Fluchthelfern begleiten uns auf dem Weg vom Jüdischen Museum zu den Grenzsteinen am Alten Rhein. Wir hören von persönlichen Fluchterlebnissen, aber auch vom schwierigen neuen Leben nach einer Flucht.

Reisepass und gutes Schuhwerk erforderlich. Wegstrecke: ca. vier Kilometer

€ 8 / 5 (ermäßigt)

Fr 17:30 Uhr  | Sa 15 und 18 Uhr  |  So 11:30 Uhr 
Treffpunkt: Jüdisches Museum, Foyer

Sag Schibbolet. Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen.

Führung durch die Sonderausstellung im Jüdischen Museum

Grenzen entscheiden über Leben und Tod, Zugehörigkeit und Ausschluss, über das Recht von Menschen, sich von einem Ort zum anderen zu bewegen - oder überhaupt an irgendeinem Ort zu sein. In der Führung zur Sonderausstellung “Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen” werden verschiedene Aspekte der Geschichte und Gegenwart von Grenzen beleuchtet - wie auch die dramatische Grenzgeschichte Vorarlbergs zwischen 1938 und 1945.

€ 8 / 5 (ermäßigt)

Sa 16 Uhr  |  So 10 Uhr
Treffpunkt: Salomon-Sulzer-Platz

Fülle und Leere im Viertel

Eine literarische Viertelführung mit Hanno Loewy

Das denkmalgeschützte jüdische Viertel gilt weit über Vorarlberg hinaus als eines der wenigen so lückenlos erhalten gebliebenen Ensembles mit jüdischer Geschichte. Städtisch wirkende Bürgerhäuser neben Wohnhäusern von Hausierern und Handwerkern, aber auch klassizistische Villen zeugen von verschiedenen Lebensverhältnissen und Möglichkeiten. Was bewegte die Menschen hier, welche Wege fanden sie aus der dörflichen Enge? Auf einem Rundgang durch das einst dichter bebaute und besiedelte Viertel gehen wir anhand literarischer Zeugnisse auf Spurensuche.

€ 8 / 5 (ermäßigt)

So 14 Uhr
Treffpunkt: Friedhofseingang

„Die Ungünstigkeit dieses Bergrückens erklärt das Fehlen...“

Ein Rundgang über den Jüdischen Friedhof

Nachdem jüdischen Familien 1617 die Ansiedlung in Hohenems erlaubt worden war, wurde ihnen ein Grundstück als Friedhof zugewiesen. Heute ist der Jüdische Friedhof eines der bedeutendsten kulturhistorischen Zeugnisse des Landes - und nach wie vor finden hier Beerdigungen statt. Im ältesten Teil des Friedhofs sind keine Grabsteine sichtbar, und von insgesamt weit über 500 Gräbern auf dem Gelände sind weniger als 400 erhalten. Bei einem Rundgang über den Friedhof gehen wir den Ursachen dafür auf den Grund.

€ 8 / 5 (ermäßigt)

Sa 15 und 17 Uhr  |  So 11 Uhr
Treffpunkt: Alte-Zeiten-Museum

„d´Seaga“ - von Weinbau bis Industrie

Historischer Spaziergang mit einer Bewohnerin

Ludwig der Bayer verlieh im Jahre 1333 dem Flecken Hohenems – am Fuße des Einfirst zwischen dem Ems- und Reutebach gelegen – alle Rechte und Freiheiten einer Reichsstadt. Die alten Häuser und Bauten erzählen heute noch von der langen Besiedelung dieses Stadtteiles. Am schützenden Berghang haben sich Bauern und Handwerker angesiedelt, es wurde Weinbau betrieben und Sägen und Mühlen prägten das Bild. Bei einem Spaziergang wollen wir in die Geschichte und Geschichten des Sägenviertels eintauchen.

€ 8

Veranstalter: Alte-Zeiten-Museum

Fr 17 und 19 Uhr  |  Sa 14, 16 und 18 Uhr  I  So 11, 14 und 16 Uhr
Treffpunkt: Radetzkystraße 1

Offene Pforten

Villa Ivan und Franziska Rosenthal

Kaum ein Objekt in Hohenems beflügelt die Phantasie so sehr wie die am Zentrumseingang gelegene Villa Ivan und Franziska Rosenthal. Seit Jahren befindet sich das ehemals stattliche Bürgerpalais der jüdischen Fabrikantenfamilie in einem Dämmerschlaf und wird nun erstmals öffentlich zugänglich gemacht. Welche Geschichten wissen die alten Mauern und teilweise original erhaltenen Einrichtungsgegenstände zu erzählen? Warum konnte die luxusverwöhnte Hausherrin und Fabrikantengattin nicht glücklich werden in Hohenems? Eine einmalige Gelegenheit, diese und andere Fragen bei der Besichtigung des Anwesens zu erörtern.

€ 8

Kinderprogramm

Freitag, 18. Mai, 16 Uhr, Salomon-Sulzer-Saal

Vorhang auf! Das Spiel kann beginnen!

Kinderperformance (ab 3 Jahren)

Masken, Kostüme, Requisiten. Der große Auftritt, und natürlich der Applaus. Dazu das niemals enden wollende Lampenfieber. Der Zauber der Bühne ist ungebrochen.
Zehn Jahre lang gibt es nun das Emsiana Kindertheater – das ist ein Grund zu feiern. Und wie immer sind die kleinen Zuschauer aus dem Publikum herzlich eingeladen, auf der Bühne mitzuspielen.

Theaterwerkstatt unter der Leitung von Sabine Bader

€ 1

Veranstalter: Kulturkreis Hohenems

Samstag, 19. Mai, 15 Uhr, Salomon-Sulzer-Saal

Funky Currywurst Brothers

Kinderkonzert

Funky Currywurst Brothers, das sind Peter Nielsen und Johannes Bohun, zwei langjährige Mitglieder von STOMP. Mit ihrer so energiegeladenen wie humorvollen Rhythm&Comedy-Show haben sie seit ihrer Premiere 2014 in Lille in Frankreich das Publikum begeistert - und zwar nicht nur in Frankreich, sondern europaweit von Norwegen bis Slowenien. Virtuos trommeln sie auf und mit allen möglichen und unmöglichen Dingen: Werkzeugkästen, Bürostühle, Quietschtiere, Pilotenanzüge mit Glocken drauf und nicht zuletzt ihre eigenen Körper. Aller- allerspätestens, wenn der eigene Cupsong zum Besten gegeben wird, bleibt kein Auge mehr trocken - vor Lachen. Und übrigens, am Ende ist das hingerissene Publikum stets von sich selber überrascht. Wie leicht doch manchmal Singen und Trommeln geht!

€ 5