Stadtverwaltung Hohenems
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Film: Willkommen in der Schweiz

Juedisches Museum Aussenansicht

Regie und Buch: Sabine Gisiger Schweiz 2017,
Dokumentarfilm, 83 min, OF mit dt. UT

Das Dorf Oberwil-Lieli lehnte 2015 die Aufnahme einer Handvoll Flüchtlinge ab. Die Zürcher Filmemacherin Sabine Gisiger ging der Sache auf den Grund – lokal und national. Ein entlarvendes Dokument zur Flüchtlingsbefindlichkeit. Im Sommer 2015 suchen 1 Million Menschen auf der Flucht Schutz in Europa. 40.000 schaffen es bis in die Schweiz, 10 werden vom Kanton Aargau der reichen Gemeinde Oberwil-Lieli zugeteilt. Aber Andreas Glarner, Gemeindepräsident und SVP-Nationalratskandidat, will ein Exempel statuieren. Er weigert sich, in seinem Dorf Flüchtlinge aufzunehmen. Johanna Gündel, Studentin und Tochter eines lokalen Gemüsebauern, organisiert mit der IG Solidarität den Widerstand gegen diese Nein-Politik. Derweil steigt der Gemeindepräsident prompt zum Nationalrat und Migrationschef der SVP auf. Die Grüne Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli, die für die Unterbringung der Asylsuchenden zuständig ist, befürchtet, dass uns Ängste und ideologische Debatten davon abhalten, kluge Lösungen zu finden. Ausgehend von den Ereignissen in Oberwil-Lieli erzählt «Willkommen in der Schweiz» gleichnishaft von der Schweiz in Zeiten der sogenannten Flüchtlingskrise davon, was dieses Land in der Mitte Europas war, sein will oder werden könnte.

Sabine Gisiger absolvierte von 1980 bis 1987 an den Universitäten Zürich und Pisa ein Studium in Geschichte, das sie mit einem Doktortitel abschloss. Von 1988 bis 2013 arbeitete sie regelmässig als Reporterin beim Schweizer Radio und Fernsehen im In- und Ausland, vor allem für die „Rundschau“. Seit 1990 arbeitet sie als freischaffende Dokumentarfilmerin und seit 2002 unterrichtet sie als Dozentin für Dokumentarfilm an der Zürcher Hochschule der Künste und an der HSLU Luzern.

Pressestimme
„…Spannend, aber sachlich, ohne Polemik, aber mit viel Empathie. Gisiger wollte, so ihr Anspruch, «lakonisch hinsehen» und «nicht aufgeregt sein». Das ist ihr trefflich gelungen.“ Rolf Breiner, www.cineman.ch