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21.09.2016

130 Jahre „Lorenz“

Gründerehepaar Obwegeser
Das Lorenz einst …
… und heute.

Der traditionsreiche Gastronomiebetrieb der Familie Obwegeser in der Bahnhofstraße feiert mit Ende des Monats sein 130-jähriges Bestehen.

Dabei warten zahlreiche Jubiläumsangebote auf die Kund/innen. Vom 26. September bis 1. Oktober gibt es täglich 30 % Rabatt auf ausgewählte Bäckerei- und Konditoreiprodukte.

Anfänge Ende des 19. Jahrhunderts

Bereits im Jahr 1886 legte der aus Liechtenstein stammende Lorenz Obwegeser mit der Errichtung einer Bäckerei den Grundstein für einen Handwerksbetrieb, der heute in der vierten Generation geführt wird. Gert Obwegeser wird dabei von vier weiteren mithelfenden Familienangehörigen unterstützt.
Neben dem Bäckerei- und Konditoreibetrieb führt er darüber hinaus ein Café sowie einen Beherbergungsbetrieb mit 27 Zimmern bzw. 40 Gästebetten.
 

Dampfbackofen und Eismaschine

Firmengründer Lorenz sen. stellte bereits seinen Pioniergeist und seine Fortschrittlichkeit unter Beweis, in dem er um die Jahrhundertwende den ersten Dampfbackofen Vorarlbergs installieren ließ. Mit Pferd und Kastenwagen lieferte er von Hohenems aus Brot und feinste Backwaren bis Dornbirn und Altach.
Lorenz jun. erlernte ebenfalls das Bäckerhandwerk und meldete 1920, nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft, das Konditorgewerbe an. 1924 eröffnete er das erste Kaffeehaus in Hohenems, dem er eine eigene Konditorei anschloss. Auch Lorenz jun. war vom Pioniergeist der Obwegeser beseelt, denn die von ihm in Betrieb genommene Eismaschine war für die damalige Zeit eine sensationelle Investition.
Zudem konnte er in den 30er-Jahren im Rahmen eines Wettbewerbs in Wien die Goldmedaille für die Erzeugung von „Schloßberg-Waffeln“ gewinnen.

Gründung des „Café Lorenz“

Im Jahr 1954 übernahm Karl Obwegeser das väterliche Geschäft. 1956 heiratete er seine Frau Helga, die als Seele des Hauses bis zum heutigen Tag als „Mädchen für alles“ den Kontakt zu den Kund/innen und Gästen
pflegt.
1958 folgte der Umbau des Kaffeehauses, das zu Ehren von Vater und Großvater in „Café Lorenz“ umbenannt wurde. Zwei Jahre später wurde die Konditorei modernisiert und der Gastgarten eröffnet. Mit Beginn der Schubertiade in Hohenems tätigte Karl größere Umbauarbeiten, die die Basis für einen Beherbergungsbetrieb mit Gästebetten legten.

Der Ruf als Meisterkonditorei ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Ein junger Lehrling aus Bhutan absolvierte einst seine Lehre in Hohenems. Karl Obwegeser fungierte schließlich als fachkundiger Berater zur Einrichtung einer Backstube in dem Himalaya-Staat und sorgte in weiterer Folge zu des Königs 30. Geburtstag persönlich für das Gelingen des feinen Backwerks in Bhutan.

Vierte Generation

Im Laufe der Jahrzehnte folgten weitere bauliche Veränderungen im Geschäftslokal in der Bahnhofstraße. Heutiger Chef des Hauses ist seit 1992 Karl Obwegesers Sohn Gert mit seiner Frau Herta. Größere Umbaumaßnahmen im Jahr 1994 prägen den heutigen Charakter des Gastronomiebetriebs: Aus ursprünglich 45 Sitzplätzen sind inzwischen rund 90 geworden. Die Küche bietet eine umfangreiche Auswahl an Menüs.

17 Mitarbeiter/innen kümmern sich um das Wohl der Gäste, die gerade auch die Erzeugnisse der traditionellen Bäckerei und Konditorei im Haus schätzen. Das Besondere, das alle Gäste anspricht, ist, dass jederzeit ein Familienmitglied ansprechbar ist und sich um die Anliegen der Kund/innen kümmern kann. Die hauseigene Produktion von Brot, Torten, Konditorei- und Feinbäckereiwaren, aber auch selbst gemachtes Eis zählen zu den besonderen Angeboten im Café Lorenz, die das Team täglich leistet. Zudem findet seit über 50 Jahren der traditionelle Jasserstammtisch im Lokal eine Heimat. Das jährlich stattfindende Kaffeekränzle, ein Weinabend, die Hubertusfeier, aber auch zahlreiche Geburtstagsfeiern sorgen zudem für stets neue Highlights in der Bahnhofstraße.

Als Wirtesprecher der WIGE ist Gert Obwegeser außerdem für die Koordination und Organisation des Europäischen Frühlings zuständig. Die Kommunikation zwischen den Hohenemser Betrieben ist ihm dabei ein besonderes Anliegen.

Hotelbetrieb

Der 2003 errichtete Hotelanbau mit Komfortzimmern, Personenlift und Tiefgarage erweiterte das Angebot ein weiteres Mal. Außerdem werden zwei separate Räume für Sitzungen und Tagungen angeboten. Vorwiegend Gäste der Vorarlberger Kulturszene, also Besucher/innen der Schubertiade, der Bregenzer Festspiele, aber auch der Dornbirner Messe und immer mehr auch der Sportszene im Ländle, ebenso wie Urlaubsgäste, statten dem Betrieb der Familie Obwegeser gerne einen Besuch ab. Am Frühstücksbuffet wird eine breite Palette an eigens produzierten Brot- und Feinbackwaren sowie Hausspezialitäten angeboten.