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Bürgermeldungen
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Stadtplan
03.03.2015

Von der Zukunft in die Gegenwart

Bürgerinnen, Politik und Verwaltung gestalten gemeinsam ihre Stadt.

Am Donnerstag, dem 26. Februar 2015, wurde im LöwenSaal das Buch zum Stadtentwicklungsprojekt Vision Stadt Hohenems vorgestellt. Damit liegt nun eine umfassende Dokumentation des Prozesses vor, der im Juli 2012 von der Stadtvertretung einstimmig in die Wege geleitet worden war.

Nach umfangreichen Vorarbeiten haben sich damals die Bürger/innen der Stadt Hohenems auf den Weg gemacht, mehr über sich selbst zu erfahren, eine andere Kultur des Miteinanders zu entwickeln und fundierte Grundlagen für zukünftige Entscheidungen zu schaffen.

Rund 2.000 Menschen gestalteten gemeinsam Gegenwart und Zukunft: Das ist wohl neben dem planerischen Rahmen und den inhaltlichen Leitplanken das schönste Ergebnis aus dem Prozess. Diese große Zahl an Beteiligten hat in den vergangenen drei Jahren einen gemeinsamen Weg für die Stadt formuliert und in verschiedenen Bereichen bereits lebendig werden lassen.

Bürgermeister DI Richard Amann fasste den Verlauf des Prozesses, dessen Inhalte und Ergebnisse zusammen. Auch im Raum verteilte Plakate verwiesen auf die zentralen Botschaften aus dem Prozess. Seit über drei Jahren arbeiten Bürger/innen, Politik, Verwaltung und „Menschen, die Hohenems lieben“ intensiv an einem gemeinsamen Zukunftsbild für Hohenems. „Allein die Bürgerinnen und Bürger haben im Visionsprozess über 20.000 Stunden ehrenamtlich in ihre Stadt investiert“, macht Bürgermeister DI Richard Amann die enorme Leistung deutlich.

Projektleiter Ritsch und Vertreter/innen aus dem Visionsprozess stellten beispielhaft dar, welche Projekte bereits aus der Vision erwachsen sind bzw. aufbauend auf deren Ergebnisse umgesetzt werden. So etwa der Prozess zur attraktiven Neugestaltung des Stadtkerns innen.stadt.leben oder das Visionscafé sowie der Beitritt zum Programm e5 – energieeffiziente Gemeinde.

Dr. Boglarka Hadinger war eingeladen, bezogen auf den Prozess Vision Stadt Hohenems einen Impuls zum Thema „Soziale Architektur“ zu geben und definierte Kriterien für einen „guten Ort“.

Auch der Autor Michael Köhlmeier nahm aus seiner Sicht kurz zum Prozess und zur Entwicklung seiner Heimatstadt Stellung und meinte abschließen „Wir in Hohenems sind brutal lässige Typen!“

Zum Schluss wurde dann das Buch vorgestellt und von Günter Bucher, dem Inhaber der gleichnamigen Hohenemser Druckerei, in der das Werk produziert wurde, symbolisch an die Vertreter/innen aus dem Prozess übergeben.

Die von der Stadtvertretung beschlossenen Leitsätze, die aus dem Visionsprozess entstanden sind, und das Buch, das die gesamten Prozessergebnisse dokumentiert, sind nun Grundlage für ein neues Miteinander in Hohenems und für alle Entscheidungen, die in den nächsten Jahren gefasst werden.

Bürger/innen gestalten ihre Stadt

Im Stadtentwicklungsprozess Vision Stadt Hohenems erarbeiteten Bürger/innen, Politik und Stadtverwaltung gemeinsam ein Zukunftsbild ihrer Stadt, welches das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellt und nun eine tragfähige Grundlage für weitere Entwicklungen darstellt.

An verschiedenen Beispielen sind die positiven Wirkungen der Vision bereits erkennbar: Das Visionscafé in der Marktstraße 20 etwa ist ein Ort, an dem Menschen ihre Ideen für Hohenems einbringen und diskutieren können. Prozesse wie innen.stadt.leben oder im Familien- oder im Integrationsbereich beweisen, dass die neuen Wege wirklich und erfolgreich funktionieren. Die Stadt hat in den Visionsprozess 360.000 Euro investiert, nach Abzug der Landesförderung sind das rund 15 Euro pro Einwohner/in.

Vision zum Nachlesen: „von der zukunft in die gegenwart“

Unter dem Titel „von der zukunft in die gegenwart“ steht das über 120 Seiten starke Schlussdokument. Karten, Bilder, Empfehlungen und ausführliche Interviews komplettieren die Sammlung. Sandro Scherling und Ulrike Nenning sind für die grafische Gestaltung verantwortlich. Das Buch ist bei der Buchhandlung „Lesezeichen“ in Hohenems erhältlich (Preis 24 Euro, ISBN-Nummer 978-3-99018-327-4).