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Bürgermeldungen
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Stadtplan
27.02.2015

Von der Zukunft in die Gegenwart


Am Donnerstag, dem 26. Februar 2015, wird um 20 Uhr im LöwenSaal das Buch zum Stadtentwicklungsprojekt Vision Stadt Hohenems vorgestellt. Damit liegt nun eine umfassende Dokumentation des Prozesses vor, der im Juli 2012 von der Stadtvertretung einstimmig in die Wege geleitet worden war.

Nach umfangreichen Vorarbeiten haben sich damals die Bürger/innen der Stadt Hohenems auf den Weg gemacht, mehr über sich selbst zu erfahren, eine andere Kultur des Miteinanders zu entwickeln und fundierte Grundlagen für zukünftige Entscheidungen zu schaffen.

Bürgermeister DI Richard Amann, Projektleiter DI Wolfgang Ritsch und Vertreter/innen aus dem Visionsprozess werden aus dem Prozess berichten.

Dr. Boglarka Hadinger ist eingeladen, bezogen auf den Prozess Vision Stadt Hohenems einen Impuls zum Thema „Soziale Architektur“ zu geben, bevor auch Michael Köhlmeier aus seiner Sicht zum Prozess und zur Entwicklung seiner Heimatstadt Stellung nimmt.

Abschließend wird das Buch vorgestellt und ein Ausblick darauf gegeben, wie es nun weiter geht.

Bürger/innen gestalten ihre Stadt

Im Stadtentwicklungsprozess Vision Stadt Hohenems erarbeiteten Bürger/innen, Politik und Stadtverwaltung gemeinsam ein Zukunftsbild ihrer Stadt, welches das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellt und nun eine tragfähige Grundlage für weitere Entwicklungen darstellt.

Nach einem öffentlichen Infoabend im Juni 2012 startete die Stadtvertretung Anfang Juli einstimmig diesen breiten Bürgerbeteiligungsprozess. Mit der Prozessleitung wurde DI Wolfgang Ritsch beauftragt, der dabei über weite Strecken von Mag. Karin Metzler unterstützt wurde.

Nächster großer Meilenstein war eine Zukunftswerkstatt an zwei Samstagen im Februar und März 2013. Schon zuvor wurden auf vielfältige Art und Weise Wünsche, Ideen und Vorstellungen von möglichst vielen Menschen in Hohenems zusammengetragen, die bei der Zukunftswerkstatt zu Zukunftsbildern gebündelt wurden. Wesentlich dabei war, was die Hohenemser/innen an ihrer Stadt schätzen und welche Potenziale sie sehen. Im weiteren Prozess ist daraus dann nach mehreren Präsentationen, Diskussionsrunden und Feedback-Schleifen eine gemeinsame Vision für die Zukunft der Stadt entstanden. Zwischenergebnisse wurden in mehreren Visionsmagazinen vorgestellt.

Ende April 2014 wurden die erarbeiteten Leitsätze und Leitlinien öffentlich präsentiert und Anfang Juni 2014 mit großer Mehrheit beschlossen. Sie gliedern sich in die Bereiche

Soziales * Kultur * Ökologie * Wirtschaft * Siedlung, Mobilität, Infrastruktur

Im Bereich „Soziales“ werden die Gemeinwohlorientierung und das Miteinander betont. Es geht um Räume für Gemeinschaft, um Stadtidentität und um eine Bildungsstrategie für Hohenems.

Im Kulturteil wird das reiche, historische und kulturelle Erbe als wesentlicher Teil der Identität unserer Stadt betont. Die Vernetzung von Kulturangeboten und eine Stadtbaukultur werden beschrieben.

Im Bereich „Ökologie“ wird das Verhältnis von Stadt und Natur beleuchtet. Hohenems zeichnet sich auch durch eine abwechslungsreiche Landschaft und eine große ökologische Vielfalt aus, welche die Lebensqualität fördern und erhalten bleiben sollen. Unter anderem soll Hohenems über das e5-Programm energieautark werden.

Hohenems ist ein zunehmend attraktiver Unternehmensstandort. Diese Entwicklung gilt es im Bereich „Wirtschaft“ zu fördern.

Ausgehend vom Stadtzentrum entwickeln sich Lebensplätze über sämtliche Stadtteile, verbunden durch ein gut abgestimmtes Miteinander sämtlicher Verkehrsträger mit Fußwegenetz, Radwegenetz, Bussystem, Schnellbahn und Individualverkehr, als strategische Grundlage einer permanenten nachhaltigen Stadtentwicklung.

Dass die Vision Stadt Hohenems kein Papier ist, das in irgendeiner Schublade verschwindet, zeigt sich an jenen Projekten, die aus der Vision erwachsen und/oder im neuen Geiste der Vision umgesetzt werden. So etwas das Visionscafé, der Prozess zur Gestaltung des Stadtkerns innen.stadt.leben oder das e5-Programm.