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21.06.2016

Brändle furios unterwegs

Matthias Brändle

Am vergangenen Freitag, dem 17. Juni 2016, führte die siebte Etappe der Tour de Suisse von Arbon nach Sölden quer durch Vorarlberg.

Der Hohenemser Mattias Brändle sorgte mit seiner Fahrt durch Sonnenschein und Schneefall für das Highlight des Tages. Insgesamt 195 der insgesamt 224 Kilometer langen Etappe führte Brändle an. Nach dem Grenzübergang in Lustenau setzte er sich gemeinsam mit seinem „Ausreißer“-Kollegen Iljo Keisse vom Hauptfeld ab. Der Vorsprung vergrößerte sich bei der Fahrt durch den Bregenzerwald und auf den Hochtannbergpass auf rund zehn Minuten. Im weiteren Verlauf standen zwischenzeitlich sogar zwölf Minuten Vorsprung auf die Verfolger.
Den 11,4 Kilometer langen Schlussanstieg auf den Rettenbachferner nahmen die beiden Fahrer mit einem Vorsprung von über neun Minuten in Angriff. Keisse musste den Hohenemser recht schnell ziehen lassen, der sich Kilometer um Kilometer und Kehre um Kehre nach oben kämpfte. Aber gegen die reinen Bergspezialisten im Feld musste er sich schlussendlich dennoch geschlagen geben.
Rund fünf Kilometer vor dem Ziel wurde Brändle von einer 15-köpfigen Verfolgergruppe gestellt. Die Organisatoren zeichneten ihn dennoch als aktivsten Fahrer des Tages aus. Zahlreiche Radsportfans begleiteten das Feld am Streckenrand durchs Ländle, was Brändle als zusätzlichen Ansporn empfand: „Vielen Dank an jeden Einzelnen, der an der Strecke gestanden ist. Es war ein unvergessliches Erlebnis und gab mir viel Motivation“, freute sich der Hohenemser.

Beim abschließenden Zeitfahren musste Brändle der starken Leistung vom Vortag Tribut zollen und kam mit 53 Sekunden Rückstand auf den Spanier Ion Izaguirre als 18. ins Ziel.