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Bürgermeldungen
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Stadtplan
15.06.2015

Tag der Artenvielfalt - Medienkonferenz

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  • Landesrat Johannes Rauch
  • Bürgermeister DI Richard Amann
  • Umweltstadtrat Martin Buder
  • Umweltreferentin Anna Waibel, MSc

 

Am Samstag, dem 13. Juni 2015, findet von 9 bis 18 Uhr der heurige GEO-Tag der Artenvielfalt statt.

„Dabei handelt es sich um die größte Feldforschungsaktion in Mitteleuropa. Er findet heuer zum 17. Mal an vielen hundert Orten gleichzeitig statt“, erläutert die Projektverantwortliche für Hohenems, Umweltreferentin Anna Waibel, MSc: „Dabei werden in einem bestimmten Gebiet innerhalb von 24 Stunden möglichst viele Arten bestimmt. Im Jahr 2014 gab es knapp 600 Aktionen von lokalen Gruppen mit rund 15.000 Teilnehmenden. In Hohenems wurde bereits im Jahr 2000 eine entsprechende Erhebung durchgeführt.“

Ziele

  • „Nur was man kennt, kann man auch schützen“: Die internationale Natur-Zeitschrift GEO möchte mit diesem Projekt auf die Artenvielfalt vor der eigenen Haustür aufmerksam machen. Auch in unseren Breiten ist die Tier- und Pflanzenwelt vielfältig, interessant und schützenswert.

  • Durch die Einbindung der Bevölkerung wird der wachsenden Naturentfremdung entgegengewirkt.

  • Dieser Tag stellt einerseits eine Momentaufnahme der Biodiversität des untersuchten Gebiets dar, darüber hinaus soll er zu einem erfolgreichen Ereignis sowohl für Experten und Expertinnen als auch für Laien werden. er soll ein Symposium der biologischen Kapazitäten in unserem Land mit öffentlicher Beteiligung sein – ein Tag, der neue Kontakte schafft und bleibende Eindrücke hinterlässt.

Tag der Artenvielfalt, 13.06.2015, 9 bis 18 Uhr

  • 50 Experten und Expertinnen mit verschiedenen Spezialgebieten beproben das Untersuchungsgebiet und bestimmen die aufgefundenen Tier- und Pflanzenarten.

  • Die Bevölkerung ist herzlichst eingeladen, an dieser Bestandsaufnahme zur Lage der Natur teilzunehmen. Die Bürger/innen werden aber gebeten, Tiere und Pflanzen nicht selbst zu fangen bzw. zu sammeln und mitzubringen, sondern dies den geschulten Expert/innen zu überlassen.

  • Beim Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum (BSBZ), am Schlossplatz, bei der Volksschule Reute und in der Schuttannen sind Infostationen eingerichtet. Wichtige Vereine und Organisationen liefern interessante Hintergrundinformationen:

  • Abteilung Natur- und Umweltschutz im Amt der Vorarlberger Landesregierung

  • Bienenzuchtverein Hohenems

  • Bodensee Akademie

  • Faktor Natur

  • Fischereiverein Hohenems

  • Inatura Dornbirn

  • Naturschutzanwaltschaft für Vorarlberg

  • Naturschutzbund Vorarlberg

  • Waldverein Hohenems

Spannendes Rahmenprogramm

Bürgermeister DI Richard Amann zeigt sich erfreut, dass diese Großaktion im Sinne der Erhaltung der Artenvielfalt in Hohenems stattfindet und dass es gelungen ist, so viele Kooperationspartner/innen ins Boot zu holen: „Zahlreiche Organisationen, die im Bereich Umwelt und Natur in Vorarlberg eine Bedeutung haben, sind heute in Hohenems, wirken an der Erhebung mit, präsentieren sich an Infoständen und sorgen für ein spannendes Rahmenprogramm für Jung und Alt.“

  • Mikroskopier-Station der Inatura, Schlossplatz, 13 bis 18 Uhr

  • Kinderschminken – Tiergesichter, OJAH, Schlossplatz, 10 bis 17 Uhr

  • Exkursion zu einem Naturgarten, Faktor Natur, Familie Mangold, Treffpunkt: Schlossplatz, 15 Uhr, Dauer: 1 Stunde

  • Biotopexkursion, Hangmoore „Am Berg“, DI Rosemarie Zöhrer, Treffpunkt: Volksschule Reute, 14 Uhr, Dauer: 2 Stunden

  • Impulsvorträge Bestäuber und Blühpflanzen, DI Simone König, Bodenseeakademie, Treffpunkt: Volksschule Reute, 10 und 14 Uhr, Dauer: 1/2 Stunde

  • Waldpädagogik, Linda Vater, Volksschule Reute, Treffpunkt: 14 Uhr, Dauer: 3 Stunden

  • Waldspaziergang, Ing. Markus Casagrande, Bezirkshauptmannschaft Dornbirn, Forstwesen, Treffpunkt: Schuttannen, 10.30 und 14.30 Uhr, Dauer: 1 Stunde

  • Beim Informationszentrum am Schlossplatz wird feine, biologische und regionale Verpflegung angeboten.

  • Ein kostenloser Shuttlebus verbindet alle Stationen, eine zusätzliche Haltestelle ist am Bahnhof eingerichtet.

  • Der GEO-Tag der Artenvielfalt und sämtliche Programmpunkte finden bei jeder Witterung statt, die Teilnahme ist kostenlos.

  • Ab 19 Uhr findet für geladene Gäste eine Abschlussfeier zur Präsentation der ersten Ergebnisse und als Dankeschön für die mitwirkenden Personen statt.

  • Abschließend werden die Ergebnisse für die Öffentlichkeit aufgearbeitet und es wird eine Publikation der wissenschaftlichen Auswertung erscheinen.

Amann verweist auf die generellen Zielsetzungen der Stadt: „Der Stadtentwicklungsprozess Vision Stadt Hohenems hat die Ökologie für Hohenems ins Zentrum gerückt. Es gilt unsere vielfältigen Landschafts- und Naturräume mit unterschiedlichen ökologischen Nischen zu erhalten und als Potenzial für die Entwicklung zu nutzen.“

Rauch: Artenschutz ist kein Kuschelthema

Landesrat Johannes Rauch verweist auf die Bedeutung aller Bemühungen um die Erhaltung der Artenvielfalt: „Artenschutz ist kein Kuschelthema, sondern ein existenzielles Thema für die Menschheit. Weltweit hat der Verlust der Artenvielfalt dramatische Formen angenommen und schreitet gegenwärtig tausendmal schneller voran, als dies ohne menschliche Einflüsse der Fall wäre. Daraus ergeben sich Risikoszenarien für Wirtschaft und Gesellschaft, die auf vielfältige Weise von intakter Natur abhängig sind. Die Vorarlberger Landesregierung bekennt sich in ihrem Arbeitsprogramm daher klar zur Erhaltung der Artenvielfalt.“

Als Beispiel nennt Rauch die schockierende Meldung, dass die Hälfte des Vorarlberger Bienenbestands den Winter nicht überstanden hat. Bienen aber auch Schmetterlinge sind auf Artenvielfalt bei den Pflanzen angewiesen. „Die wichtigsten Ursachen für den Rückgang sind einerseits die Intensivierung der Grünlandbewirtschaftung, die viel weniger Blütenpflanzen aufkommen lässt, andererseits aber die völlige Auflassung der Bewirtschaftung, durch die ebenfalls viele artenreiche Wiesen verlorengehen.“ Landesrat Rauch verweist auf das Netzwerk „blühendes Vorarlberg“ und das Landesprogramm „Naturvielfalt in der Gemeinde“ – an beiden ist auch die Stadt Hohenems beteiligt. Das Netzwerk ruft dazu auf, sich gemeinsam für den Erhalt der Lebensräume von Bienen, Hummeln und anderen nützlichen Insekten einzusetzen. „Unser Ziel ist es, sowohl die natürlichen Ressourcen und die Naturvielfalt zu erhalten als auch den notwendigen sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt des Landes in Einklang zu bringen. Es ist notwendig, dass wir einen natürlichen Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen erhalten und weiterentwickeln. Indem wir die Artenvielfalt und intakte Ökosysteme schützen, profitiert auch der Mensch, denn er ist davon abhängig,“ so Landesrat Johannes Rauch.

Der neue Hohenemser Umweltstadtrat Martin Buder verweist  darauf, dass sich auch Hohenems darum bemüht, Blühflächen im öffentlichen Raum anzulegen, zu erhalten und zu pflegen. Weiters stellt er den Zusammenhang zur heuer erfolgten Aufnahme von Hohenems in das e5-Landesprogramm energieeffiziente Gemeinden und zum Tag der Artenvielfalt her: „Der Tag der Artenvielfalt findet im Rahmen des Programms ghörig feschta statt, Das bringt mehr Qualität sowohl für die Besucher und Besucherinnen und als auch für die Umwelt durch weniger Abfällen, feinere Verpflegung, bewusstere Mobilität und mehr soziale Verantwortung.“ (www.ghoerig-feschta.at)

Untersuchungsgebiet

Das Untersuchungsgebiet mit einer Größe von 11 km² erstreckt sich vom Alten Rhein mit seinen Stillgewässern auf einer Seehöhe von 410 m über landwirtschaftlich genutzte Flächen des Rheintals in das Stadtgebiet von Hohenems. Von der Stadt ausgehend wird das Großraumbiotop Emser Reute-Klien mit seinen nischenreichen, naturnahen Laubmischwaldbeständen eingeschlossen. Neben naturnahen Bachläufen sowie Schluchten finden sich hier wärmeliebende Vegetation im Kaisergarten und auch Tuffstrukturen bei Reute-Tugstein. Das Projektgebiet steigt über die Emser Reute auf 780 Meter an, wo sich verschiedene kleinflächige Hangmoore neben Wiesen mit Alpweidencharakter, Obsthainen und Hangsumpfwiesen mit Felssimsen und -nischen im Bereich Breitenberg ergänzen. Nun steigt das zentral durch die Schuttannenstraße erschlossene Untersuchungsgebiet über montane Waldbereiche bis zum Staufen auf 1.465 Meter Seehöhe an. Neben Halbtrockenwiesen und einer Hochmoorfläche mit kompakter Torfmoordecke wechseln sich Alpflächen mit Waldstandorten unterschiedlicher Strukturen ab. Großflächige Waldinitialbereiche und Ruderalstandorte reichen bis in die höchsten Lagen und bieten kleinflächige Strukturen.

Die Veranstaltung sowie alle Programmpunkte finden bei jeder Witterung statt und sind kostenlos.

Präsentation

Im Rahmen der Abschlussfeier werden am Abend im Pfarrsaal die ersten Ergebnisse präsentiert. Die restlichen Daten werden dann wissenschaftlich ausgewertet und im Rahmen einer Publikation der Öffentlichkeit präsentiert.

Weitere Informationen zum Shuttlebus oder zu den Infostationen finden sich unter www.hohenems.at/artenvielfalt und im Umweltreferat bei Anna Waibel, MSc, Tel. +43 (0) 5576 / 7101-1422 oder E-Mail artenvielfalt@hohenems.at.

Danke!

Die Stadt Hohenems dankt den Kooperationspartnern beim GEO-Tag der Artenvielfalt 2015

Infostationen und Rahmenprogramm, fachliche Unterstützung

  • Abteilung Natur- und Umweltschutz, Amt der Vorarlberger Landesregierung

  • Bezirkshauptmannschaft Dornbirn

  • Bienenzuchtverein Hohenems

  • Bodensee Akademie – Netzwerk blühendes Vorarlberg

  • Faktor Natur (Vorarlberger „Natur im Garten“-Plakette)

  • Fischereiverein Hohenems

  • Inatura Erlebnis Naturschau Dornbirn

  • Naturschutzanwaltschaft für Vorarlberg (Plattform Auwald)

  • Naturschutzbund Vorarlberg

  • OJAH – Offene Jugendarbeit Hohenems

  • Ökologie Institut

  • Waldverein Hohenems und Vorarlberg

Verpflegung

  • Michael Häfele – Gastronomie & Eventservice

  • Mo-Catering GmbH

  • sFäscht

Sonstige

  • „ghörig feschta“ - Umweltverband

  • Alpengasthaus Schuttannen

  • Amann Reisen (Shuttlebus)

  • Bäuerliches Schul- und Bildungszentrum Hohenems

  • Bücherei Hohenems

  • GEO-Magazin

  • Hofkindergarten (Stadt Hohenems)

  • Mathis Horst Transporte (Endreinigung)

  • Pfarramt St. Karl (Abschlussfeier)

  • Tourismus und Stadtmarketing Hohenems GmbH.

  • Volksschule Reute

  • Werkhof Hohenems (Stadt Hohenems)