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13.10.2015

Sensationeller Kiebitz-Bruterfolg

Kiebitzküken (Foto: Reinhard Hellmair)

Erfreuliches gibt es vom Naturschutzprojekt „Wiesenbrüterschutz in Vorarlberg“, an dem auch Hohenems beteiligt ist, zu berichten.

Mindestens 96 Kiebitzküken wurden dieses Jahr im Rheintal zwischen Lauterach und Hohenems flügge. Bei über 50 Brutpaaren, die hier gebrütet haben, hat jedes Brutpaar im Schnitt also rund 1,8 Junge großgezogen – ein ungewöhnlich hoher Bruterfolg für den Kiebitz.

Kiebitze legen ihr Nest mit vier gesprenkelten Eiern gut getarnt am Boden in Streuwiesen und auf Äckern an. Werden die Äcker im Frühjahr bestellt, können die Nester deshalb leicht übersehen und zerstört werden. Die Küken, die nach rund vier Wochen schlüpfen, können zwar vom ersten Tag an laufen und selbstständig Nahrung aufnehmen, aber bis sie fliegen können, vergehen noch etwa fünf Wochen. In dieser Zeit sind sie, ebenso wie zuvor die Eier, eine leichte Beute für den Fuchs oder andere Räuber.

Dass der Kiebitz in diesem Jahr so erfolgreich brüten konnte, ist nicht zuletzt der guten Zusammenarbeit zwischen Vogelkundler/innen und Landwirt/innen sowie der Schwerpunktbejagung der beteiligen Niederwildreviere auf Fuchs, Steinmarder, Dachs und Hermelin zu verdanken.