A+
A+
A+
Bürgermeldungen
drucken
Stadtplan
17.06.2015

Große Artenvielfalt

GEO-Tag der Artenvielfalt 2015

Am Samstag, dem 13. Juni, fand von 9 bis 18 Uhr der diesjährige GEO-Tag der Artenvielfalt statt.

„Dabei handelte es sich um eine der größten Feldforschungsaktionen in Mitteleuropa. Dieser fand heuer zum 17. Mal an vielen hundert Orten gleichzeitig statt. Dabei wurden in einem bestimmten Gebiet innerhalb von 24 Stunden möglichst viele Arten bestimmt“, erläuterte die Umweltreferentin Anna Waibel, MSc. In Hohenems wurde bereits im Jahr 2000 eine entsprechende Erhebung durchgeführt.

50 Expert/innen mit verschiedensten Spezialgebieten beprobten das Untersuchungsgebiet zwischen Altem Rhein und Schuttannen und bestimmten die aufgefundenen Tier- und Pflanzenarten. Die Abteilung Natur- und Umweltschutz des Amtes der Vorarlberger Landesregierung, der Bienenzuchtverein, die Bodensee Akademie, Faktor Natur, der Fischereiverein, die Inatura, die Naturschutzanwaltschaft für Vorarlberg, der Naturschutzbund Vorarlberg und der Waldverein lieferten zudem interessante Hintergrundinformationen an den Infostationen beim Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum, am Schlossplatz, bei der Volksschule Emsreute und beim Berggasthof Schuttannen.

Medienkonferenz am Schlossplatz

v. l. Landesrat Johannes Rauch, Bürgermeister DI Richard Amann, Anna Waibel, MSc. (Umwelt), Stadtrat Martin Buder, Mario Lechner (Kommunikation)

Bürgermeister DI Richard Amann zeigte sich bei der Medienkonferenz sehr erfreut, dass diese Großaktion im Sinne der Erhaltung der Artenvielfalt in Hohenems stattfand und dass es gelungen ist, so viele Kooperationspartner/innen ins Boot zu holen. Er verwies zudem auf die generellen Zielsetzungen der Stadt. „Der Stadtentwicklungsprozess Vision Stadt Hohenems hat die Ökologie für Hohenems ins Zentrum gerückt. Es gilt unsere vielfältigen Landschafts- und Naturräume mit unterschiedlichen ökologischen Nischen zu erhalten und als Potenzial für die Entwicklung zu nutzen“, so Amann.

Die Vorarlberger Landesregierung bekennt sich in ihrem Regierungsprogramm ebenfalls klar zur Erhaltung der Artenvielfalt. Landesrat Johannes Rauch sagte: „Unser Ziel ist es, sowohl die natürlichen Ressourcen und die Naturvielfalt zu erhalten, als auch den notwendigen sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt des Landes in Einklang zu bringen. Indem wir die Artenvielfalt und intakte Ökosysteme schützen, profitiert auch der Mensch, denn er ist davon abhängig". Artenvielfalt sei kein Kuschelthema, sondern ein existenzielles Thema für die Menschheit, verdeutlichte der Landesrat.

Der neue Hohenemser Umweltstadtrat Martin Buder verwies darauf, dass sich auch die Stadt darum bemüht, Blühflächen im öffentlichen Raum anzulegen, zu erhalten und zu pflegen. „Der Tag der Artenvielfalt findet im Rahmen des Programms ghörig feschta statt, Das bringt mehr Qualität sowohl für die Besucherinnen und Besucher als auch für die Umwelt durch weniger Abfälle, feinere Verpflegung, bewusstere Mobilität und mehr soziale Verantwortung“, so Buder.

Neue Moostierchenart nachgewiesen

GEO-Tag der Artenvielfalt 2015

Auch das Rahmenprogramm wartete mit zahlreichen Highlights für die Besucher/innen auf. Neben der hochwertigen regionalen und biologischen Verpflegung durch den Michael Häfele Gastronomie- und Eventservice, wurden am Schlossplatz auch eine Mikroskopier-Station und Kinderschminken angeboten. Darüber hinaus wurden eine Exkursion in einen Naturgarten, eine Biotopexkursion, Impulsvorträge, Waldpädagogik und Waldspaziergänge angeboten. Ein kostenloser Shuttlebus brachte die Besucher/innen von einer Station zur nächsten.

Im Rahmen der Abschlussfeier wurden am Abend im Pfarrsaal St. Karl bereits die ersten Ergebnisse präsentiert. Bürgermeister DI Richard Amann, Landesrat Johannes Rauch und Umweltstadtrat Martin Buder bedankten sich vor allem für die gelungene Organisation von Umweltreferentin Anna Waibel, MSc, und zeigten sich sehr beeindruckt von der regen Teilnahme der Expert/innen. Besonderes Highlight des Abends war, dass eine neue bislang in Hohenems nicht nachweisbare Art von Moostierchen im Alten Rhein nachgewiesen werden konnte, die so genannte Plumatella sp. Weitere spektakuläre Impressionen zum Alten Rhein sind in einem von Reinold Amann und Günther Ladstätter zusammengestellten Bildband mit dem Titel „Alter Rhein“ zu finden, den Sie per E-Mail an g-ladstaetter@aon.at erwerben können.

Die beeindruckenden Vorträgen der Expert/innen, mit spektakulären Bildern und interessanten Informationen zur reichhaltigen Artenvielfalt in Hohenems, folgten sowohl die Stadträt/innen Martin Buder, Mag. Patricia Tschallener, Arno Gächter, Angelika Benzer, Günter Mathis als auch die Stadtvertreter Jürgen Isopp und Karl Klien mit großem Interesse. Abgerundet wurde der Abend mit einem Flying Dinner von MO Catering. Im Herbst wird voraussichtlich ein Abschlussbericht veröffentlicht, in dem sämtliche Ergebnisse genau aufgelistet werden.