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Bürgermeldungen
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Stadtplan
01.06.2016

Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren

Bürgermeister Dieter Egger und die städtischen Mitarbeiter machen sich ein Bild der Schäden.
v. l. die zuständigen Stadträte Martin Buder (Bau), Günter Mathis (Umwelt) und Mag. (FH) Markus Klien (Stadtplanung) mit Matthias Petschnig (3. v. l., Forstabteilung)

Die starken Regenfälle in der ersten Maihälfte, besonders jene vom 14. auf den 15. Mai 2016, die fast tropenartig niedergingen, haben besonders in den Bezirken Dornbirn und Feldkirch große Schäden verursacht.

In Hohenems wurden durch Murenabgänge und Hochwasser Gemeindestraßen, Forstwege, Wanderwege, aber auch private Gebäude stark beschädigt. Das Schadenausmaß erstreckte sich über das ganze Stadtgebiet. Die Feuerwehr sowie die städtischen Abteilungen und Mitarbeiter/innen waren an diesem Wochenende im Dauereinsatz.

Zum einen galt es Sofortmaßnahmen zu treffen, um ein größeres Schadensausmaß zu verhindern, zum anderen wurde umgehend mit der Schadensbehebung begonnen.
Wasserführende Gerinne wurden umgeleitet, die Reutestraße ehestmöglich von Schlamm- und Geröllmassen befreit, um die Anbindung der Einwohner/innen von Emsreute zur Außenwelt wiederherzustellen.

Sofortmaßnahmen eingeleitet

Die Wildbach- und Lawinenverbauung hat im Auftrag des Bürgermeisters umgehend mit Sofortmaßnahmen begonnen, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer/innen und die Aufrechterhaltung der Infrastruktur zu gewährleisten.
Die Feuerwehr war flächendeckend im ganzen Ortsgebiet beschäftigt, um Keller auszupumpen und Gerinne umzuleiten.

Wie immer bei einem solchen Ereignis wird wiederkehrend der Gsohlweg in Mitleidenschaft gezogen. In den vergangenen drei Jahren mussten an dieser Weganlage acht Wegabschnitte, welche durch Hangrutschungen weggebrochen sind, mit hohen Kosten wiederhergestellt werden.

Die große Rutschung am Briedler, die durch die starken Regenfälle am Pfingstwochenende im Jahr 2013 ausgelöst wurde, ist nach einer Ruhephase wieder in Dynamik geraten.
Auch hier ist die Stadt Hohenems derzeit, in Zusammenarbeit mit der Wildbach- und Lawinenverbauung, aktiv um Schadensbegrenzung bemüht.
Die Situation ist unter Kontrolle – es besteht keine direkte Gefahr für den darunter liegenden Siedlungsraum – was ständig von verschiedensten Fachleuten beobachtet wird.

Wildbach- und Lawinenverbauung sehr aktiv

Seit vergangener Woche ist die Wildbach- und Lawinenverbauung mit der Schadensbehebung an der Reutestraße beschäftigt. Steinschlagschutznetze müssen zum Teil erneuert und bergwärts verlängert werden. Der darüber liegende Güterweg zum Schlossberg muss über eine Länge von rund 30 Meter in Holzkastenbauweise wieder aufgebaut werden. Wie lange die Arbeiten andauern, hängt vor allem von der Bodenbeschaffenheit und den Witterungsbedingungen ab.

Die voraussichtliche Bauzeit beträgt ca. drei Wochen. Die Maßnahmen sind erforderlich, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer/innen der Reutestraße zu gewährleisten und den darüber liegenden Güterweg zur Ruine, als Zubringer zur Bewirtschaftung der land- und forstwirtschaftlichen Flächen am Schlossberg und zur Bewirtschaftung des Objektschutzwaldes, zu erhalten. Die Baukosten teilen sich Bund, Land und die Stadt Hohenems zu je einem Drittel.

Aufgrund des hohen Schadensausmaßes ist die Wildbach- und Lawinenverbauung mit Sofortmaßnahmen zur Schadensbehebung bis in den Sommer hinein komplett eingedeckt. Das Projekt „Verbauung Gsohlbach“ mit einer LKW-befahrbaren Verbindung vom Gsohlälpele nach Millrütte wird somit voraussichtlich bis in den Herbst 2016 verschoben.