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Bürgermeldungen
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Stadtplan
23.03.2016

Amphibienwanderung

Die städtischen Forstmitarbeiter Daniel Bolter und Matthias Petschnig installierten die Amphibienzäune.

Amphibien zählen weltweit zu den am meisten gefährdeten Tiergruppen. Die in Vorarlberg bedrohten Arten Laubfrosch, Gelbbauchunke, Kammmolch und Teichmolch haben im Rheintal ihre Hauptverbreitung.

Nur wenige Arten leben ganzjährig an einem Gewässer. Der Großteil wandert zwischen Laichgewässer und Landlebensraum. Die Wanderung vom Winterquartier zum Laichgewässer wird für Kröten und Frösche oft zu einem Spießrutenlauf zwischen Häusern, über Äcker und Straßen. Alleine in Österreich werden jedes Jahr schätzungsweise fünf Millionen Tierchen überfahren.

Amphibienschutzzäune sind eine wirksame Maßnahme, um das Massensterben auf unseren Straßen zu verhindern. Auch in Hohenems werden, speziell in der Emsreute, jedes Jahr hunderte Grasfrösche, Erdkröten und Bergmolche durch Amphibienschutzzäune gerettet.

Insbesondere Gerda Mathis und die Volksschule Reute, aber auch zahlreiche andere Helfer/innen leisten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz in Hohenems, indem sie heuer erneut Amphibien über die Straße tragen.

Allerdings existieren noch immer zahlreiche Gefahrenstellen. Wenn neuralgische Stellen während der Laichwanderung für den Verkehr nicht gesperrt oder durch einen Schutzzaun gesichert werden können, hilft nur eine Geschwindigkeitsreduktion. Denn Fahrzeuge, die schneller als 30 km/h unterwegs sind, lassen Amphibien durch die Sogwirkung regelrecht platzen, selbst wenn sie nicht direkt überfahren werden.

Weitere Informationen unter www.herpetofauna.net/start.php