A+
A+
A+
Bürgermeldungen
drucken
Stadtplan
23.10.2015

Vor 250 Jahren: Als Hohenems „österreichisch“ wurde …

Prof. Dr. Alois Niederstätter referiert zu einem historischen Ereignis (Foto: Nikolaus Walter)

Am Freitag, den 23. Oktober, wird um 19 Uhr im Salomon-Sulzer-Saal zum Vortrag von Prof. Dr. Alois Niederstätter eingeladen: "Das Ende eines ‚Minderstaates‘. Der Übergang der Reichsgrafschaft Hohenems an das Haus Habsburg-Lothringen vor 250 Jahren“

Der Leiter des Landesarchives hat im Rahmen seiner „Geschichte Vorarlbergs“ soeben den 2. Band „Vorarlberg 1523 bis 1861“ veröffentlicht. Der renommierte Historiker und Kenner der Hohenemser Geschichte wird an diesem Abend ein Vierteljahrtausend zurückblicken: Im November 1759 starb Graf Franz Wilhelm III., der letzte männliche Hohenemser. Hohenems galt nunmehr als „erledigtes“ Reichslehen, über das Kaiser Franz Stefan verfügen konnte: Indem er am 11. März 1765 seine Frau Maria Theresia als Erzherzogin von Österreich mit der Grafschaft belehnte, setzte er der etwa ein halbes Jahrtausend währenden Reichsfreiheit des kleinen Herrschaftssprengels de facto ein Ende. Mit der feierlichen Huldigung am 7. Mai 1767 vollzogen die Hohenemser/innen schließlich auch rechtlich den Übergang an das Haus Habsburg. Hohenems wurde damit zwar „österreichisch“, aber noch lange nicht „vorarlbergisch“.

Die Begrüßung erfolgt durch Bürgermeister DI Richard Amann. Musikalisch begleitet wird der Abend von Magdalena Gächter, Sabrina Moser und Stefan Walser (tonart Musikschule) mit Werken für Blockflöte u. a. von Jean d'Estrée und Arcangelo Corelli. Im Anschluss an die Veranstaltung wird zum Ausklang im Foyer eingeladen. Die Veranstaltung, zu der das Kulturreferat der Stadt Hohenems und der Kulturkreis Hohenems einladen, findet bei freiem Eintritt statt.