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Stadtplan
20.09.2016

Tag des Denkmals

Marktstraße und Jüdisches Viertel stehen unter anderem im Blickwinkel des „Tag des Denkmals 2016“.

Das Bundesdenkmalamt lädt unter dem Motto „Gemeinsam unterwegs“ zu einer kulturgeschichtlichen Reise auf historischen Wegen und Straßen Österreichs ein.

Pilgerwege, Handelsstraßen und Kellergassen dokumentieren jahrhundertealte Geschichte, zahlreiche Themenwege erschließen spezifische Denkmallandschaften. „Gemeinsam unterwegs“ steht im übertragenen Sinn aber auch für das Zusammenwirken privater Denkmaleigentümer/innen, Vereinen und öffentlicher Institutionen bei der Erhaltung des Denkmalbestandes. Hohenems ist auch heuer wieder am Tag des Denkmals am Sonntag, dem 25. September 2016, prominent vertreten.

Jüdisches Viertel

Verborgenes im Jüdischen Viertel stellt ein Touren-App für Familien vor. Mit einem Rucksack und einer Anleitung ausgestattet, werden Kinder mit ihren Eltern ins Jüdische Viertel geführt. Auf dieser Tour betrachten sie den Palast, hören die Synagoge, entdecken das Armenhaus, schmecken das Gasthaus, zeichnen das Vorsteherhaus und kommen an der Schule vorbei. Der Rundgang endet wieder beim Museum, wo sich die vielen Eindrücke bei einer Führung zu spannenden Erzählungen zusammenfügen. Führungen finden nach Bedarf zwischen 10 und 17 Uhr statt. Treffpunkt: Foyer des Jüdischen Museums – www.jm-hohenems.at

Museum auf Zeit

Auch im Museum auf Zeit, Marktstraße 14, werden von 10 bis 18 Uhr nach Bedarf rund halbstündige Führungen angeboten. Der Kulturkreis präsentiert hier Interessantes zur Geschichte der Burgruine Alt-Ems. Herz der Ausstellung ist ein dreieinhalb Meter langes Burgenmodell, das eindrücklich die einstige Pracht der 800 Meter langen Wehranlage zeigt. Seltene Fundstücke aus der seit 2006 in Sanierung befindlichen Ruine sind ebenso zu sehen wie Stammbäume und Porträts der Grafen von Ems und Waldburg-Zeil. Die Führungen gestalten Ing. Emmo Amann und Willi Nagelschmied.

Palast-Führung

Durch den Hohenemser Renaissancepalast führt Mag. Judith Niederklopfer-Würtinger ab 10.30 Uhr. Treffpunkt ist im Innenhof. Eine Anmeldung unter swz@palast-hohenems.at ist erforderlich. 1562 erteilte Kardinal Markus Sittikus dem berühmten italienischen Architekten Martino Longhi den Auftrag für den Bau des Palastes, der in Folge als der bedeutendste Renaissancebau Westösterreichs gelten sollte. Unter Graf Kaspar erfuhr der Palast Anfang des 17. Jahrhunderts eine Erweiterung, 1882 wurde er von Clemens Waldburg-Zeil renoviert. Im Palast wohnt die gräfliche Familie Waldburg-Zeil. Alle Generationen tragen zum Erhalt des Erbes bei. www.palast-hohenems.at

Führung: Marktstraße

Die Entwicklung der Hohenemser Marktstraße stellt eine Führung vor, die um 11.30 Uhr auf dem Kirchplatz startet und rund 45 Minuten dauert. 1605 mittels eines Freibriefes Graf Kaspars „Dompropsteigasse“ genannt, sollte die Straße fortan dem freien Handel und Markt dienen. Die heutige Marktstraße wurde 2010 unter Ensembleschutz gestellt. In den vergangenen Jahren erfolgten zunehmend Sanierungsmaßnahmen. Geschäftseröffnungen und neu geschaffener Wohnraum lassen die „Gass“ in zunehmend neuem Licht und altem Glanz erscheinen. DI Markus Schadenbauer-Lacha, der für viele der Projekte verantwortlich zeichnet, und DI Thomas Kopf (Kulturkreis Hohenems) führen durch die Marktstraße und geben einen Überblick über Entwicklungen der vergangenen Jahre.

„Kapellen an der Grenze“

Hohenems zu Fuß erleben ermöglicht eine rund dreistündige Führung „Kapellen an der Grenze“, die um 14 Uhr bei der Pfarrkirche St. Konrad beginnt. Die Wanderung durch einen landschaftlich reizvollen Teil von Hohenems führt nach einer spirituellen Einstimmung in St. Konrad in die Parzellen Bauern und Schwefel und schließlich in die Pfarrkirche Hohenems St. Karl, wo der Rundgang um etwa 17 Uhr mit einer kleinen Andacht endet. An Sehenswürdigkeiten vorbei über lauschige Wege geht es vor allem zu den beiden Grenz-Kapellen, der Dreifaltigkeitskapelle im Schwefel und der Nepomukkapelle in Bauern.

Weitere Informationen unter www.tagdesdenkmals.at