Stadtverwaltung Hohenems
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Stadtplan
18.06.2014

"Stolpersteine" erinnern künftig an die jüdischen Opfer der NS-Zeit

Gunter Demnig
Stolpersteine Hohenems - Stadtplan

Am Montag, den 30. Juni 2014, wird der Kölner Künstler Gunter Demnig zwischen 9 und ca. 12 Uhr „Stolpersteine“ zur Erinnerung an jüdische Hohenemser/innen verlegen, die infolge der nationalsozialistischen Herrschaft starben.

Alle Interessierten sind eingeladen, die von Gunter Demnig vorgenommene Verlegung von Stolpersteinen zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus einen Teil des Weges zu begleiten. Nach einer Erinnerung an „Euthanasie“-Opfer in Lingenau 2011 ist Hohenems die zweite Vorarlberger Gemeinde, in welcher Demnig sein langjähriges Projekt umsetzt; über 46.000 Steine hat der 1947 geborene Kölner Künstler bereits in ganz Europa gesetzt. In Hohenems werden die Steine – in den Boden eingelassene Messingtafeln mit Kurzbiografien – an die insgesamt neun jüdischen Opfer des Nationalsozialismus erinnern und vor den letzten Wohnorten dieser Hohenemser Bürger/innen platziert. Die Namensgebung „Stolpersteine“ deutet an, dass so im öffentlichen Raum sichtbar auf Einzelschicksale aufmerksam gemacht wird; die 9,60 mal 9,60 Zentimeter messenden „Stolpersteine“ werden von Demnig mit Unterstützung des städtischen Werkhofs plan in Gehwegen, überwiegend im Jüdischen Viertel der Stadt, eingelassen.

Schüler/innen der Klasse 4c der Mittelschule Markt haben gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Hohenems im Unterricht Biographien erarbeitet, die sie gemeinsam mit weiteren Sprecher/innen vortragen werden. Die Verlegung wird von der tonart Musikschule mitgestaltet. Für die Nachkommen spricht Sue Shimer-Rosenthal vor dem Haus Schweizer Straße 5; sie wird eigens aus New York anreisen. Die Verlegung findet bei jedem Wetter statt.

Überblick über die Verlegungen
Verlegungen ab 9 Uhr
• Kaiserin-Elisabeth-Straße 2: Frieda Nagelberg (1889-1942)
• Kaiserin-Elisabeth-Straße 2: Gisela Figdor (1882-1942)
• Burgstraße 7: Markus Silberstein (1904-1942)

Verlegungen nach ca. 10.30 Uhr (Jüdisches Viertel)
• Schweizer Straße 5: Clara Heimann (geb. Rosenthal) (1866-1942)
• Schweizer Straße 19 (heute Vorplatz Salomon-Sulzer-Saal): Alois (Louis) Weil (1878-1938)
• Schweizer Straße 35: Sophie Steingraber-Hauser (geb. Rosenthal) (1863-1942)
• Schweizer Straße 35: Theodor Elkan (1864-1942)
• Schweizer Straße 35: Helene Elkan (geb. Neuburger) (1879-1944)
• Schweizer Straße 35: Hans David Elkan (1900-1944)

Mehr Informationen zum Projekt: www.stolpersteine.eu