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29.11.2016

Maecenas-Preis für Jüdisches Museum

Peter Schernhuber und Sebastian Höglinger (Diagonale), Dr. Hanno Loewy (Jüdisches Museum Hohenems), Walter Kobéra (Neue Oper Wien), Martin Traxl (ORF)

Das unabhängige Wirtschaftskomitee „Initiativen Wirtschaft für Kunst“ (IWK) vergab heuer bereits zum 28. Mal – zusammen mit dem ORF – den Österreichischen Kunstsponsoringpreis Maecenas für die Förderung von Kunstprojekten.

Dabei werden Unternehmen für ihr vorbildliches und erfolgreiches Engagement in Kooperation mit der Wirtschaft geehrt. Bereits zum dritten Mal wurde dieses Jahr auch ein Sonderpreis an österreichische Kulturanbieter vergeben.

Diesen Sonderpreis „Kunst & Kultur – für erfolgreiche Engagements in Kooperation mit der Wirtschaft“ erhält 2016 das Jüdische Museum Hohenems, das heuer auch sein 25-jähriges Jubiläum feiert. Zwei weitere österreichische Initiativen, die „Diagonale, Forum österreichischer Film“ und die „Neue Oper Wien“ erhielten Anerkennungspreise.

Gemeinsames Engagement und Verantwortung für eine gelingende zivile Gesellschaft nimmt das Jüdische Museum Hohenems seit vielen Jahren wahr. Schon 2007 wurde für die Zusammenarbeit die Firma Collini mit einem Maecenas-Preis ausgezeichnet. Aber auch mit anderen Wirtschaftsunternehmen kooperiert das Museum eng, mit der Firma Tectum in Hohenems und der Dornbirner Sparkasse, mit Eisenstein Textil in Feldkirch und mit den Vorarlberger Kraftwerken, den Österreichischen Lotterien, mit vielen Hohenemser Dienstleistungsunternehmen und nicht zuletzt mit der Hohenemser Wirtschaftsgemeinschaft. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet das Jüdische Museum zudem mit der Vorarlberger Wirtschaftskammer und den Tourismusinstitutionen in Vorarlberg.

Jurybegründung

„Ein Museum des 21. Jahrhunderts sammelt nicht einfach gerahmtes oder verglastes Gedächtnis. Ein Museum ist eine Brücke zwischen Erinnerung und Engagement – also genau das, was das Jüdische Museum in Hohenems schon seit 25 Jahren ist. Hier wird die historische Vielschichtigkeit Europas erlebbar. Hier wird diese zum Vergrößerungsglas, durch das aktuelle Entwicklungen wie Immigration und Integration betrachtet und begriffen werden können. In den letzten zwei Jahren reflektierten Ausstellungen die Lebenswelt der Juden im Habsburgerreich ebenso wie die jüdischen Beiträge zur globalen Musikkultur. Bis Februar 2017 werden die Museumsbestände vor Augen geführt. Wer die Gegenstände sieht, prüft zugleich die Werte des Sammelns. Was soll, ja darf übrig bleiben? Das ist eine materielle Frage. Vielmehr ist es aber eine geistige. Und ein Auftrag für ein Museum, das seinen Platz in der Mitte der Gesellschaft sieht. Die Vielzahl der weiteren qualitativ hohen Projekte wie Ausstellungen, Museumsvermittlung und Kulturtourismusaktivitäten sowie die professionelle Einbindung der Sponsoren fördert die Kultur des Zusammenlebens und die Attraktivität des Standorts Hohenems in Vorarlberg“, lobt die Jury.

Weitere Informationen unter www.maecenas.at