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09.05.2016

Homunculus: Jubiläumsbilanz

v. l. Michael Hatzius und die scharfzüngig „moderierende Echse“, Kulturstadtrat Johannes Drexel, MAS, Vereinspräsident Günter Bucher und Intendant Pierre Schäfer gratulieren Jana Weichel (m.) zum diesjährigen Rudolf-von-Ems-Preis.
Jonathan Went alias Frankenstein begeisterte die Zuschauer/innen.
Pierre Schäfer: Nach dem 10. Festival im Jahr 2017 wird er die Festivalleitung übergeben.

Das 25. Figurentheaterfestival „Homunculus” ging vergangenen Freitag mit insgesamt 3.100 kleinen und großen Besucher/innen bei 20 Veranstaltungen zu Ende.

Zum Finale gab es Neuigkeiten für 2017: Der künstlerische Leiter des seit 25 Jahren in Hohenems stattfindenden Figurentheaterfestivals „Homunculus“ wird nächsten Mai seine letzte Intendanz in Hohenems bestreiten. Dies gab Pierre Schäfer zum Festivalende bekannt. „Nach 10 Jahren ist es Zeit, an jemanden anderen zu übergeben. Mein Vertrag endet vereinbarungsgemäß nach dem 26. Festival, das vom 18. bis 26. Mai 2017 stattfindet. Zum Abschied werde ich Homunculus noch eine Welturaufführung schenken – mehr sei noch nicht verraten“, so Schäfer.

Wie Geschäftsführer Dieter Heidegger bestätigt, sind bereits Gespräche für eine/n Nachfolger/in im Gange: „Die Intendanz von Pierre Schäfer war hervorragend. Er widmet sich nun neuen Projekten und wird, ähnlich wie seine Vorgänger, Homunculus weiter verbunden und wieder zu Gast sein.“ „Wir werden uns nächstes Jahr gebührend bei Pierre Schäfer für seine exzellente Arbeit für Homunculus bedanken“, bestätigt auch Präsident Günter Bucher.

Düstere Mär und zynische Echse

Zum Jubiläum gab es viele Highlights, darunter das neue Stück des Theaters Laboratorium „Mary Shelleys Frankenstein“ mit Jonathan Went als traurige Kreatur und Pavel Möller-Lück als Frankensteinpuppe. Echsen-Darsteller Michael Hatzius präsentierte ebenfalls sein neues Programm „Echstasy“ bei der auch eine Zecke eine Hauptrolle spielt. Der Filmabend mit dem „Narrenschiff“, das Konzert von „Wenzel und Band“ sowie das Kinderprogramm, bei dem u. a. das spiel- und puppenintensive „Fürchten“, Rumpelstilzchen und Froschkönig gezeigt wurden, stieß auf große Begeisterung. Erstmals wurde mit einem Hip-Hop-Stück auch die Jugend angesprochen und mit dem Prachtclub Conrad Sohm erneut ein externer Spielort angeboten. Mit dem Nibelungenstück „Looking for Brunhild“ endete das Festival am vergangenen Freitagabend. Eine begleitende Ausstellung und das erstmals auf dem Schlossplatz aufgestellte „Schubert-Karussell“ belebten die Festivalwoche zusätzlich.

8. Rudolf-von-Ems-Preis verliehen

Der vom Figurentheaterfestival Homunculus ins Leben gerufene und von der Stadt Hohenems gesponserte „Rudolf-von-Ems-Preis" für junge talentierte Theatermacher wurde zum achten Mal vergeben: Jana Weichelt, Absolventin der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, lud als Putzfrau zu einer Zeitreise in die DDR-Vergangenheit ein und begeisterte mit Wandlungsfähigkeit. Neben dem mit 2.500 Euro dotierten Hauptpreis holte sich die 1979 geborene Puppenspielerin auch den mit 500 Euro dotierten Publikumspreis.

Homunculus 26 findet vom 18. bis 26. Mai 2017 wieder im Löwensaal statt. www.homunculus.info