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Bürgermeldungen
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Hohenems im Ersten Weltkrieg

Der Redakteur des Volksblattes vertrat zudem die Meinung, dass „Die Gegner vor der Welt moralisch gerichtet wären“, wenn sie das Angebot nicht annähmen. (VoV, 15. Dez. 1916)

Die Mittelmächte suchten nach einem Weg aus dem Krieg. Wenig positive Nachrichten drückten die Stimmung. Die nationale Begeisterung wich einer Ernüchterung. Die Medien verschwiegen das Aufbegehren der Menschen. Im August hatte Rumänien den Krieg gegen Österreich-Ungarn ...

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Anton Peter mit der Kaffeemühle. Er bat um ein Italienisch-Lexikon, um sich im Lager die Zeit mit Lernen zu vertreiben. (Brief und Foto: Alfons Peter)

Mit der Regierungsübernahme von Kaiser Karl I. hoffte man auf ein Ende der Kampfhandlungen. Zuhause sahen die Menschen einem weiteren Hungerwinter entgegen und sorgten sich um ihre Soldaten und Kriegsgefangenen.

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Kaiser Franz Josef – der Nestor unter den Monarchen – um 1910 (Foto: Bundesmobilienverwaltung)

Der Tod des Kaisers Franz Josef ließ das Kriegsgeschehen für kurze Zeit in den Hintergrund treten. Auf den großen Schlachtfeldern im Westen und Osten gab es nach wie vor keine Entscheidungen. Im November 1916 schienen die Fronten im Westen und Osten unverrückbar, zerfurcht ...

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Illustration des Attentats: „Beim Mittagessen im Hotel ‚Meißl & Schadn‘ erschossen – Der Attentäter – Dr. Friedr. Adler“. (Illustrierte Kronenzeitung. Wien. 22. Okt. 1916)

Das Attentat auf den Ministerpräsidenten rüttelte an der politischen Stabilität der Donaumonarchie. Gegen Jahresende verschlechterte sich die Versorgungslage in den Städten. Der nasse Herbst verdarb die Ernte. Frauen und Jugendliche protestierten gegen immer kleinere Lebensmittelrationen. ...

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Der Feldpost-Brief von Anton Peter an seinen Cousin Johann im Lazarett Montmédy (27. VIII. 1916) kam ungeöffnet mit dem Vermerk zurück: „Starb den Heldentot fürs Vaterland“ (Privatarchiv Alfons Peter)

Die Lage auf den Kriegsschauplätzen entwickelte sich nicht günstig. Statt eines ersehnten Friedens gab es neue Fronten. In der Bevölkerung war zunehmende Mutlosigkeit festzustellen. Herbstregen schmälerte die Ernteerträge. Der oft zitiere Wahlspruch „Viel Feind´, ...

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Das Tank-Modell Mark I hatte zu viele Kinderkrankheiten, mechanische Schäden reduzierten seine Einsatzmöglichkeiten. Das Überraschungsmoment ging verloren. (© Ernest Brooks)

Die Offensiven der Entente brachten geringe Erfolge, die erwartete Schwächung der Mittelmächte blieb aus. In den Städten gab es erste Hungerproteste und Plünderungen von Geschäften. Zuhause verstummte der Klang der Großen Glocke.Am 4. Juni 1916 begann Russland ...

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Die Brandruinen zwischen Christen- und Judengasse zeigen die zerstörerische Gewalt des Feuers. (Foto: Kulturkreis Hohenems)

Im Gemeindeblatt wurden seitenweise behördliche Kundmachungen, Verlautbarungen und Verbote veröffentlicht. Lokale Ereignisse wie der Großbrand im jüdischen Viertel blieben unerwähnt. Den geplanten Offensiven der Entente fehlten vorerst der Nachschub an Soldaten und ...

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Eugen Peter – Ab und zu gab es auch eine Ruhepause an der Front. (Foto: Lydia Häfele)

Im Südwesten sollte eine Offensive einen schnellen Sieg erzwingen. Doch Wetterkapriolen vereitelten die erwarteten Erfolge. Zuhause musste die Bevölkerung weitere Einschränkungen hinnehmen, die Preise für Lebensmittel stiegen enorm an. Anfang 1916 informierten sich Deutschland ...

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Endlich kommt der Rechte! Albanien – personifiziert als Mädchen – begrüßt den österreichischen Soldaten, der Italiener verzieht sich verärgert. (Zeitschrift Kikeriki, 6. Februar 1916)

Auch in den Wintermonaten gingen die Kampfhandlungen weiter. Deutschland suchte die Entscheidung gegen Frankreich und tat einen ersten Schritt in die Wirklichkeit des Vernichtungskrieges. In Zeitungsberichten trat das Gesicht dieses Krieges immer deutlicher vor Augen. Jeder Krieg hat seine ...

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Heilgard Bertel „Custos quid de nocte“ (Wächter, wie weit ist es in der Nacht? Detail aus dem Malerei-Zyklus in der Unterkirche St. Konrad, 1980–1985)

Vor 100 Jahren tobte vor allem in Europa der große Krieg, der kein Ende finden wollte. Waffenimporte und Rekrutierungen zusätzlicher Soldaten kurbelten 1916 das Kriegsgeschehen wieder an. In Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis Hohenems wird in den kommenden Wochen die Artikelserie ...

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Die USA verhielten sich neutral, ihre Versuche zu vermitteln scheiterten. Im Lande riefen die Gemeinden zu Geldspenden auf, um mit Hilfspaketen das Los der Kriegsgefangenen und Frontsoldaten zu lindern. Ein Blick über den Atlantik: Die USA hatten sich Ende des 19. Jahrhunderts in Mittel- ...

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Während des Jahres 1915 gab es auch Denkanstöße für einen Frieden. Die Kriegsbegeisterung nahm ab, Medien lenkten die öffentliche Meinung. Schritte zur Versöhnung galten als unpatriotisch, als Zeichen von Schwäche. Schon 1914 hatte Papst Benedikt XV. den ...

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Die italienische Front war hart umkämpft. Einige Soldaten schrieben ihre Erlebnisse in Tagebüchern auf. Die Heeresleitung richtete sich auf einen zweiten Kriegswinter ein. Aus militärischer Sicht waren Hoffnungen auf ein Kriegsende unrealistisch. Die Lage hatte sich mit dem ...

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Die Mittelmächte konzentrierten Truppen für einen Angriff gegen Serbien. Ihre Ressourcen an Kriegsmaterial schmolzen zusammen. Das Rote Kreuz und Familien verschickten Hilfspakete an Gefangene und Frontsoldaten.

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Trotz der wachsenden Zahl der Gegner erwarteten die Mittelmächte einen schnellen Waffengang. Aber die gewaltige Dimension des Krieges forderte ein Umdenken, Nachschub und Waffenproduktion gerieten ins Stocken. Wer hätte das 1914 gedacht? Noch im Herbst herrschte ein lebhafter internationaler ...

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Das Fehlen wichtiger Lebensmittel wurde in den Städten bald spürbar. Auf eine längere Dauer des Krieges war man nicht vorbereitet. Die Behörden übertrugen den Gemeinden die Organisation der Grundversorgung mit Lebensmitteln. Der Krieg hatte 1914 mitten im Sommer begonnen. ...

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Der Kampf ums Dasein im eigentlichen Sinne prägte den Alltag der Soldaten und der Familien im Hinterland. Auf der Suche nach einer neuen Heimat flohen Tausende aus Südtirol. Erfolge im Osten ließen auf ein Kriegsende hoffen. 1915: Zuhause bestimmte seit Monaten die Kriegssituation ...

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Der Kriegseintritt Italiens an der Seite der Entente traf Österreich-Ungarn ins Mark, eine dritte Front tat sich auf. Zuhause fehlten Arbeitskräfte für die Ernte, da weitere Jahrgänge einberufen und nachgemustert wurden. Seit 1882 war Italien im Militärbündnis ...

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In den ersten vier Monaten des zweiten Kriegsjahres konnte keine Seite wesentliche Erfolge erzielen. Die Fronten im Osten, Westen und Süden waren verhärtet. Italiens Eintritt in den Krieg war zu erwarten, die Standschützen wurden aufgeboten. Seit Februar 1915 tobte um die Festung ...

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Bereits Ende des Jahres 1914 hatte sich abgezeichnet, dass ein Ende des Krieges nicht abzusehen war. Im Prinzip konnte keine Seite wesentliche Erfolge erzielen. Die Fronten waren verhärtet, der Einsatz von Giftgas sollte eine Entscheidung bringen. Das Vorarlberger Volksblatt brachte die ...

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Gegen Ende des Jahres 1914 war der Kriegswille ungebrochen. Das Ziel blieb das Niederringen der Gegner, die immer mehr wurden. Die Stimmung unter den Soldaten wurde positiv dargestellt. Vom Frieden sprach nur Papst Benedikt XV. Ab November erging der dringende Aufruf „an ...

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„Ihr werdet wieder zu Hause sein, ehe noch das Laub von den Bäumen fällt“, prophezeite Kaiser Wilhelm II. seinen Soldaten bei Kriegsbeginn. Und die Blätter fielen, es war November. Zuhause herrschte Ungewissheit über das Schicksal der Soldaten.

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Die Kriegslage entwickelte sich bis Ende September 1914 an allen Fronten anders als es die Generalstäbe geplant hatten. Auch die Gegner hatten aufgerüstet, der „Blitzkrieg“ fand nicht statt, die Verluste waren gewaltig. „Jeder Schuß, ein Ruß!“ ...

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Der Herbst 1914 sorgte für Aufregungen in der Gemeinde, die Aufnahme von Verwundeten und Flüchtlingen erhöhte die Furcht vor ansteckenden Krankheiten. Der warme Sommer ließ auf eine gute Ernte hoffen. Mitte September kamen erste Kranke und Verwundete auf ...

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Vorarlberg 1913 - Die letzten Sommermonate dieses Jahres werden in der Wetterstatistik als „unterkühlter“ Sommer geführt: Der August überschreitet nur an wenigen Tagen die 20-Grad-Marke, das Wasser des Bodensees ist teils wärmer als die Luft. Wegen ...

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Rückschläge im Osten zerstörten die Illusion von einem schnellen Sieg. Die Verluste auf beiden Seiten waren enorm. Die „Heimatfront“ sammelte Nützliches für die Soldaten im Felde. „Am Abend tönen die herbstlichen Wälder ...

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Ab August breitete sich die Kriegsfurie über ganz Europa aus. Wie es die Bündnisse vorsahen, wurden die Mittelmächte Österreich-Ungarn und Deutschland zu Kontrahenten von Russland, Frankreich und England. Italien verhielt sich vorerst neutral. Über ...

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Der Beginn des „Großen Krieges“ veränderte das Leben der Menschen in Hohenems. Erste Ängste dämpften die anfängliche Begeisterung. Von einem Tag auf den anderen waren die Auswirkungen der Kriegssituation in der Gemeinde spürbar, die ...

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Im Jahr 2014 jährt sich der Beginn des ersten großen Krieges der Menschheit zum 100. Mal. In Zusammenarbeit mit dem Hohenemser Kulturkreis wird in den kommenden Monaten eine Artikelserie Einblicke geben, wie sich dieses Jahr aus Hohenemser Sicht darstellte. Bereits ...

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