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Bürgermeldungen
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Stadtplan
21.07.2015

Gedenktafel enthüllt

Gedenktafel zu Ehren Dr. Hans Elkans
v. l. Dr. Hanno Loewy (Direktor Jüdisches Museum Hohenems), Bürgermeister DI Richard Amann, DDr. Arnulf Häfele

Am Montag, dem 20. Juli 2015, wurde die Denkstätte Widerstand Weingarten durch die zusätzliche Widmung von acht Häusern an Menschen des Widerstandes gegen die NS-Gewaltherrschaft erweitert.

Eines dieser acht Häuser wurde auch dem Hohenemser Dr. Hans Elkan gewidmet. Die feierliche Enthüllung der gemeinsamen Gedenktafel mit Paul Grüninger, dem das Haus nebenan gewidmet ist, erfolgte durch Bürgermeister DI Richard Amann, Dr. Stefan Keller von der Paul-Grüninger-Stiftung sowie Hausherr Helmut Baumgartl vom Studierendenwerk Bodensee Seezeit in Weingarten. Musikalisch umrahmt wurde die Enthüllung aller vier Gedenktafeln von der Bobby Guttenberger Band (Sinti-Band).

Danach folgte ein Festakt in der Mensa der Pädagogischen Hochschule Weingarten. Auf die Begrüßung durch den Initiator des Denkstättenkuratoriums NS-Dokumentation Oberschwaben Prof. Dr. Wolfgang Marcus folgten u. a. die Grußworte des Hausherrn Helmut Baumgartl und des Bundestagsabgeordneten Martin Gerster. Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Waldemar Grosch zum Thema: „Der regionale Aspekt des Widerstands gegen den Nationalsozialismus als Herausforderung für die Ausbildung zukünftiger Geschichtslehrer/innen“.

Bürgermeister würdigt Elkan

Anschließend gab es eine kurze Vorstellung der acht Menschen, denen die Häuser gewidmet sind. Für die Stadt Hohenems sprach Bürgermeister DI Richard Amann über Dr. Hans Elkan. Er betonte zunächst, dass es eine Ehre für Hohenems ist, seit 2012 Mitglied des Denkstättenkuratoriums zu sein. Der Anlass zu dieser Mitgliedschaft war die Benennung der Paul-Grüninger-Brücke zwischen Hohenems und Diepoldsau. Im Rahmen der Vorbereitungen zur Namensgebung entwickelte sich der Kontakt zu Prof. Dr. Wolfgang Marcus. Grüninger fungierte während der NS-Zeit als Fluchthelfer zwischen Österreich und der Schweiz. Ihm ist ebenfalls eines der Häuser gewidmet.

Amann erwähnte, dass es auch in Hohenems bereits ein „Elkan-Haus“ gibt und freute sich, dass im Zuge des Festaktes passenderweise der „Doktor“ Hans Elkan eine Würdigung im akademischen Kontext erfuhr. „Vielleicht kann dieser Akt auch dazu beitragen, dass die viel zu früh gewaltsam unterbrochene Arbeit eines Philosophen verstärkt Teil des akademischen Diskurses wird“, so Amann weiter. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Trio Feuervogel, das neben mehreren Klezmer-Stücken auch eine Eigeninterpretation des Titels „Was keiner wagt“ von Konstantin Wecker zum Besten gab. Eine Biografie von Dr. Hans Elkan finden Sie unter http://www.jm-hohenems.at/juedisches-viertel/biografien/hans-elkan/

Elkan-Porträts

Gedenktafel enthüllt

Die Künstlerin Marlis Glaser porträtierte Dr. Hans Elkan auf zwei Gemälden, einmal in Farbe, einmal in schwarz-weiß. Eines der beiden Gemälde wird im Nebengebäude des Hans-David-Elkan Hauses, im Gemeindesaal der russisch-jüdischen Gemeinde aufgehängt.

Weitere Informationen zum Denkstättenkuratorium NS-Dokumentation Oberschwaben erhalten Sie auf www.dsk-nsdoku-oberschwaben.de oder per E-Mail an info@dsk-nsdoku-oberschwaben.de