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Bürgermeldungen
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Stadtplan
01.12.2015

Europäische Kulturhauptstadt 2024

Sabine Benzer (Theater am Saumarkt), Mag. Martin Hölblinger (Kulturreferat Hohenems), Mag. Roland Jörg (Kulturreferat Dornbirn), Christoph Thoma (Stadtmarketing Bregenz), Harald Petermichl (Kulturreferat Feldkirch), Referent Prof. Hanns-Dietrich Schmidt, Dramaturg Dr. Albert Seitlinger, DI Dr. Elisabeth Leitner (TU Wien) und Dr. Hanno Loewy (Jüdisches Museum)

Die Städte Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Hohenems sowie die Regio Bregenzerwald prüfen eine mögliche gemeinsame Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt im Jahr 2024.

Christoph Thoma (Bregenz), Mag. Roland Jörg (Dornbirn), Harald Petermichl (Feldkirch) und Mag. Martin Hölblinger (Hohenems) wurden von den Stadtoberhäuptern beauftragt, ein Grundsatzpapier auszuarbeiten, das auf einem breiten Prüfverfahren beruht. Die Entscheidung über eine Bewerbung soll im Frühsommer 2016 fallen.

Ein zweitägiges Arbeitstreffen mit dem Dramaturgen und erfahrenen Kulturhauptstadt-Macher Hanns-Dietrich Schmidt ging vergangene Woche über die Bühne. Prof. Hanns-Dietrich Schmidt war im Team von „Ruhr.2010“ und erarbeitet aktuell mit Neil Peterson (Kulturhauptstadt Liverpool 2008) ein Konzept für die deutsche Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025 in Magdeburg. Schmidt moderierte dieses Treffen, leitete die Diskussion und gab zudem einen Einblick in die Jahre bis zu einer möglichen Vergabe des Titels.

Im Fokus der Klausur, an der unter anderem Sabine Benzer (Theater am Saumarkt), Mag. Peter Niedermair (Historiker, Lustenau), Renate Breuss (Werkraum Bregenzerwald), Dr. Hanno Loewy (Jüdisches Museum Hohenems), DI Martin Assmann (Stadtplaner, Dornbirn), DI Dr. Elisabeth Leitner (TU Wien) und Dr. Albert Seitlinger (Dramaturg, Wien) teilnahmen, stand die Frage des Dialogs im Rheintal sowie die Definition des Raumes, sprich des Rheintals als Grenzregion am Bodensee. Wie verändert eine mögliche Kulturhauptstadt die Region? Wie kann sich das Bewusstsein verändern? Die Suche nach einer europäischen Dimension stand ebenso im Fokus wie die Frage nach der internationalen Ausrichtung der heimischen Kulturszene.

Ein erstes Thema, das als gemeinsame Schnittmenge definiert werden konnte, waren künstlerische und kreative Produktionsstätten. „Dem gegenüber steht auch ein breites Verständnis von Kreativwirtschaft, die wir im weiteren Prozess genauer durchleuchten werden“, stellte Christoph Thoma, Geschäftsführer von Bregenz Tourismus & Stadtmarketing, fest.

Die Gespräche gehen weiter. Mitte Dezember folgt eine Tagesklausur, zu der Vorarlberger Kulturinitiativen und Kulturschaffende eingeladen werden. Der Dornbirner Kulturamtsleiter Mag. Roland Jörg bringt es auf den Punkt: „Wir sind uns einig, dass die Idee der Kulturhauptstadt 2024 nur im breiten Dialog mit den Kulturschaffenden realisiert werden kann.“ Zu dieser von Oliver Scheytt moderierten Klausur werden dann beispielsweise auch Initiativen wie „allerArt“ aus Bludenz oder das Klostertalmuseum eingeladen, „um die Bedeutung dieser Initiative über das Rheintal hinaus und somit für das ganze Land aufzuzeigen“, ergänzt der Feldkircher Kulturamtsleiter Harald Petermichl. „Jedenfalls zeigte sich dieser gemeinsame, ergebnisoffene Prozess schon in den ersten Monaten als sehr fruchtbar hinsichtlich der Vernetzungen der Städte und kulturell Tätigen innerhalb der Region“, so Mag. Martin Hölblinger (Kulturreferat Hohenems).