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Stadtplan
11.05.2015

„Endstation Sehnsucht“

Endstation Sehnsucht

Die gestern Sonntag, den 10. Mai 2015, eröffnete neue Sonderausstellung des Jüdischen Museums widmet sich einem umstrittenen Straßenbahnprojekt in Jerusalem.

Vordergründig scheint die vor Jahren installierte Linie den Westen und Osten Jerusalems zu verbinden, so Kurator Mag. Hannes Sulzenbacher. Was somit auch von vielen als Symbol für eine mögliche Verständigung zwischen Völkern und Konfessionen gesehen wird, erfährt auch Kritik, nachdem die Straßenbahn mit Blick auf jüdische Siedlungen geplant worden war. So wirft die Ausstellung, in deren Mittelpunkt Alltagsaufnahmen von Fotografin Galia Gur Zeev stehen, auch einen Blick auf ein zwiespältiges, mit einiger Bedeutungskraft aufgeladenes Verkehrsprojekt, das sich ungeachtet seiner Intention noch zu einem Hoffnungsträger kann.

Bevor die Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, konnte Direktor Dr. Hanno Loewy so viele Interessierte zum Festakt begrüßen, dass sie der Sulzer-Saal kaum fassen konnte. Bürgermeister DI Richard Amann zeigte sich in seinen Grußworten ebenso darüber erfreut wie Kulturlandesrat Dr. Christian Bernhard. Die Eröffnungsrede hielt Prof. Dr. Menachem Klein von der israelischen Bar Ilan University, der sich in mehreren Publikationen dem Zusammenleben in der Stadt Jerusalem, die gleich drei der Weltreligionen als heilig gilt, widmete.

Die Ausstellung ist bis 14. Februar 2016 zu den regulären Öffnungszeiten (Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr und an Feiertagen) zu besichtigen. Mehr Informationen: www.jm-hohenems.at