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Bürgermeldungen
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Stadtplan
12.04.2016

Baustelleneinrichtung beim Jüdischen Friedhof

Die Restaurierungsarbeiten am Jüdischen Friedhof gehen weiter.

Ab Freitag, dem 15. April 2016, wird mit diversen Vorarbeiten für die weitere Restaurierung der Friedhofsmauer begonnen.

Im Rahmen der Baustelleneinrichtung wird es zu einer Verengung der Straße direkt vor dem Jüdischen Friedhof kommen. Es wird um Verständnis gebeten, dass eine Benutzung des Parkplatzes vor dem Friedhof  während der Bauarbeiten nicht möglich ist.

Begonnen haben die Arbeiten 2014 mit der Restaurierung eines ersten Musterabschnitts der Umfassungsmauer; auf Basis der daraus gewonnenen Erkenntnisse wird nun der restliche Teil der straßenseitigen Mauer saniert. Maßgeblich finanziert werden die Arbeiten aus Mitteln des Nationalfonds zur Instandsetzung der Jüdischen Friedhöfe in Österreich. Die andere Hälfte der Kosten tragen der Verein zur Erhaltung des Jüdischen Friedhofs in Hohenems, in dessen Besitz sich das Gelände seit 1955 befindet, die Stadt Hohenems, das Land Vorarlberg und das Bundesdenkmalamt.

Für die Sanierung bzw. Instandsetzung des Friedhofs, der Mauer, der Wege, der Grabsteine und des Friedhofsgebäudes wurde 2013 in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt ein Gesamtkonzept erarbeitet, das nun in mehreren Schritten umgesetzt wird. Betreut werden die Arbeiten durch Architekt DI Reinhard Rinderer.

Fertigstellung bis zum Jubiläum 2017

Ziel ist es, die Arbeiten bis zum 400-jährigen Jubiläum des Friedhofs im Juli 2017 abzuschließen und rechtzeitig zum geplanten, internationalen Nachkommentreffen des Jüdischen Museums in tadellosem Zustand präsentieren zu können.

Die Geschichte des jüdischen Friedhofs in Hohenems geht auf das Jahr 1617 zurück: Graf Kaspar wies in einem Schutzbrief zwölf jüdischen Familien das Stück Land zu, das sie für jüdische Begräbnisse nutzen konnten. Insgesamt liegen ca. 500 Gräber auf dem Gelände, ca. 370 Grabsteine sind bis heute erhalten geblieben. Die ältesten stammen aus dem 18. Jahrhundert.