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Stadtplan
26.07.2016

Alpmesse Schönermann

Die Verantwortlichen der Alp und Waldbewirtschaftung: vorne v. l.: Gustav Kohler, Manfred Kohler (Senn), Gislinde Kohler (Sennerin), Harald Elbs (Alpmeister), Selina Zaggl, Ilse Kohler; hinten v. l.: Stefan Riedmann, Markus Bösch, Helmut Kathan, Werner Hollenstein, Christoph Kohler (Hirt), Heidi Jaklitsch („Wirtschafterin“), Ernst und Gerda Hammerer
v. l. Bürgermeister Dr. Kurt Fischer (Lustenau), Bischof Benno Elbs, Bürgermeister Dieter Egger (Hohenems)

Am vergangenen Sonntag, dem 24. Juli 2016, fand auf der Lustenauer Alpe Schönermann die traditionelle Alpmesse statt.

Bischof Benno Elbs zelebrierte die Messe und nahm im Anschluss die Alpsegnung vor. Der Alpsegen soll vor Unheil an den Menschen, Tieren und Gerätschaften bewahren.
Auch wurde das neu errichtete Bewässerungssystem der Alpen Briedler und Schönermann offiziell mit dem Segen übergeben.
Die musikalische Umrahmung der Messe erfolgte durch das Vorderwälder Alphornquartett unter der Leitung von Lustenaus Altbürgermeister Hans-Dieter Grabher.
Der Bischof erklärte in seiner Predigt, wie wichtig es ist, dass Menschen sich gerade in der heutigen Zeit auf den Bergen sammeln und beten. Gerade in einer hektischen und politisch unruhigen Zeit, überschattet von Terroranschlägen, ist der Berg ein wichtiger Zufluchtsort, um sich zu sammeln und um das Unheil hinter sich zu lassen. Anschließend gab es noch ein zünftiges Alpfest.

Zahlreiche Gäste

Über 400 Gäste wurden vom Alppersonal bestens bewirtet. Christoph Kohler mit Heidi Jaklitsch waren mit ihrer Mannschaft bestens vorbereitet – Senn Manfred Kohler mit Gislinde sorgten für Kuchen und Kaffee, aber auch für den Käseverkauf aus der hauseigenen Sennerei.
Die musikalische Umrahmung erfolgte durch die „Bergzigeuner“ mit Hubert Pfefferkorn und Rudolf Schäfer.
Alpmeister Harald Elbs konnte neben den vielen Gästen auch Lustenaus Bürgermeister Dr. Kurt Fischer mit Gemeinderat Walter Natter sowie den Hohenemser Bürgermeister Dieter Egger und Alt-Bürgermeister DI Richard Amann begrüßen.

Übergabe der Wasserversorgung

Einer der Höhepunkte an diesem Tag war die Übergabe der Wasserversorgung durch Bürgermeister Dr. Kurt Fischer an die Alpgemeinschaft. Hier hat die Marktgemeinde Lustenau im heurigen Jahr einiges investiert.
Die einzige Wasserquelle in diesem Gebiet befindet sich auf der Alpe Briedler auf 1.400 Metern Seehöhe. Die Alpe Briedler auf Hohenemser Gemeindegebiet befindet sich auch im Eigentum der Marktgemeinde Lustenau. Die Quellschüttung beträgt rund einen Liter Wasser pro Sekunde und wird dort in einem 10.000 Liter fassenden Wassertank gespeichert. Mit diesem Wasser wird das Turbinenwerk bei der ehemaligen Widderanlage am Gsohlweg, die sich auf 1.250 Seehöhe befindet, gespeist.
Dort wird die Turbine mit dem eigenen Quellwasser von der Alpe Briedler angetrieben und pumpt bis zu elf Kubikmeter Wasser täglich, mit einer Höhendifferenz von 220 Metern, zur Alpe Schönermann und dort weiter zum Hochbehälter am Wendkopf mit einer Seehöhe von 1.470 Metern.

Vorteile der Turbine sind: Keine umweltbelastenden Dieselaggregate, keine teuren Pumpstationen, einfache Montage, keine Elektroleitungen und eine sichere Wasserversorgung für die Alpen.
Weiters wurde für die beiden Alpen Briedler und Schönermann in je eine Entkeimungsanlage investiert.