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Stadtplan
13.11.2015

All’s Dialekt

v. r. Bürgermeister DI Richard Amann mit Gattin Anni und Vizebürgermeister Bernhard Amann

Das Mundartfestival „All’s Dialekt“, das vergangene Woche stattfand, erfreute sich großen Interesses.

Das Festival vereinte im Löwensaal Dialekte unterschiedlichster Regionen, angefangen vom „Original-Emserisch“ über den Bregenzerwald bis ins Montafon.
Am ausverkauften Eröffnungsabend weckte Michael Willam unter dem Motto „I künnts jo uswendig …“ Erinnerungen an seinen vor zehn Jahren verstorbenen Vater. Es folgten die „Schnorrawaggler“, wobei der „Luschnouer“ der beiden humorvoll bekannte und weniger bekannte Reime („An Emser“, „Wia’s halt ischt“ uvm.) des ehemaligen Hohenemser Mundartdichters zum Besten gab. Ein weiteres Highlight waren TRIS, die TraumFrauen aus Tirol, die das Publikum mit ihrem Clownerie-Programm begeisterten – durchgeknallt, unverfroren, verrückt und poetisch berührend.

Michael Willam und Harald Eisenhofer
Krauthobel

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der „Praxis Dr. Knaller“, die ORF-Redakteur und Moderator Bernhard Schertler erstmals im Löwensaal eröffnete. Als Gerichtspsychiater erstellte er gute wie böse Gutachten über Mitglieder der Vorarlberger Gesellschaft. Im Anschluss daran folgte eine Produktpräsentation von fünf Hohenemser Schnapsbrennern.

Der Freitagabend wurde von den „Schnorrawagglern“ eröffnet. In „Aktenzeichen XY“ und „Dingsda“ nahmen sie die derzeit in der Stadt kursierenden Themen aufs Korn, darunter u. a. Vergnügungssteuer fürs Cineplexx, Bordell oder die Verkehrsthematik.
Im Rahmen der „Krauthobel unplugged“-Konzertreihe trat die Montafoner Kultband „Krauthobel“ unter dem Motto „Akustik on, Strom off“ anschließend auf und sorgte für einen stimmungsgeladenen Abend.

Zündschnur&Bänd

Am Samstagnachmittag kamen zudem noch die Jassbegeisterten bei „Gstocha Bock“ im kleinen Löwensaal auf ihre Kosten, ehe am Abend mit „Zündschnur & Bänd“ das Abschlusshighlight des Festivals folgte. Die Nachfolgeband der legendären Formation „Stemmeisen & Zündschnur“ präsentierte bei ihrem ersten Auftritt im neuen Löwensaal ihre aktuelle CD „ObAcht“.
Aus dem ehemaligen Duo mit Hermann Stadelmann alias Stemmeisen und Ulli Troy alias Zündschnur wurde ein Sextett mit den Schwestern Evelyn und Isabella Fink, Michael Moosbrugger, Rolf Aberer und Ullis Tochter Irma-Maria. Mit witzig-humorvollen, kritisch-halblustigen sowie besinnlich-nachdenklichen Liedtexten brachten sie das Publikum unter dem sanften, aber beschwingten Einfluss von Geigenklängen zum Schmunzeln, Nachdenken, aber auch herzhaft zum Lachen.
Mit „Hildegard I will di gad“, einem Gedicht mit über 150 Frauennamen sowie den Liedern „I und mine Tschinella“ und „Wo ischt mine Mama“, sorgte Michael Moosbrugger für das komödiante i-Tüpfelchen des kurzweiligen Abends. Für die Arrangements und Vertonung der Songs zeichnet der Hohenemser Rolf Aberer verantwortlich.