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Bürgermeldungen
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Stadtplan
02.05.2016

40 Jahre Schubertiade: Eine Chronik in vier Teilen (3)

Cecilia Bartoli, Angelika-Kauffmann-Saal Schwarzenberg, 2004
Alfred Brendel und Dietrich Fischer-Dieskau, Montforthaus Feldkirch, 1989
András Schiff und Peter Schreier, Montforthaus Feldkirch, 1987

2016 feiert das bedeutende Musikfestival sein Jubiläum und blickt auf vier Jahrzehnte zurück. Lesen Sie hier mehr über die Ereignisse dieser Zeit.

Dritter Teil

1988
In „Courvoisier‘s Book of the Best“, das von Lord Lichfield, einem Verwandten von Queen Elizabeth II., in London herausgegeben wird, erscheint die Schubertiade Hohenems in einer Liste der zehn führenden Festivals der Welt an fünfter Stelle – hinter Bayreuth, Salzburg, Glyndebourne und Spoleto.

1989
Nach seiner Renovierung steht der Konservatoriumssaal in Feldkirch als weiterer Aufführungsort zur Verfügung.

1991
Wegen der Einschränkungen und Behinderungen durch eine Landesausstellung im Palast Hohenems findet erstmals die gesamte Schubertiade in Feldkirch statt. An diesem Zustand ändert sich auch in den folgenden Jahren nichts, da von der Stadt keine Zusage für die in Zukunft störungsfreie Durchführung der Schubertiade in Hohenems erhalten werden kann.

1994
Erste „Landpartien“ zum Schloss Achberg, zur Propstei St. Gerold und nach Schwarzenberg, auf deren Programm jene Werke stehen, die Schubert auf Reisen komponiert hat.

1995
Durch verschiedene Verbesserungen wird der Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg zu einem der hervorragendsten Kammermusiksäle.

1996
Bau des „Kleinen Dorfsaales“ in Schwarzenberg auf eine Anregung der Schubertiade.

Die Pläne, im Palast Hohenems anlässlich des großen Ausstellungsprojekts zum Schubert-Jahr 1997 (200. Geburtstag) den Teil „Schuberts Nachleben“ unterzubringen, scheitern am mangelnden Interesse der Stadt Hohenems. Die Stadt Lindau rettet diesen Teil der Ausstellung.

1997
Anlässlich der Ausstellung „Schubert 200“ werden auch Konzerte in Lindau veranstaltet (bis 1999).

2000
Die „25. Schubertiade“ wird mit einem besonders umfangreichen Programm gefeiert. Erstmals finden auch Konzerte im Hotel Post in Bezau statt.

2001
Das Festival wird auf Schwarzenberg (unter Einbeziehung des Saals im Bezauer Hotel Post) konzentriert. Bis zum Juni 2001 wird beim Angelika-Kauffmann-Saal ein Zubau errichtet. Nach dessen Fertigstellung steht der Schubertiade erstmals ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittener, optimaler Veranstaltungsraum zur Verfügung.

2003
Im Herbst droht dem Löwensaal in Hohenems der endgültige Abbruch. Durch einen Brief an den damaligen Bürgermeister und die Stadtvertreter kann Gerd Nachbauer zu einem Umdenken in dieser auch für das Ortsbild höchst sensiblen Angelegenheit beitragen.

2004
Im Jänner schlägt Gerd Nachbauer der Stadt Hohenems die Anmietung des Löwensaals durch die Schubertiade vor. Nach Besichtigungen und Besprechungen mit Fachleuten aus verschiedenen Bereichen stellt sich heraus, dass die Renovierungsarbeiten aufwendiger als angenommen ausfallen würden, da der bauliche Unterhalt des Gebäudes schon über einen längeren Zeitraum vernachlässigt wurde.

Mit 50.400 Besucher/innen und 99 Veranstaltungen findet in Schwarzenberg die erfolgreichste Schubertiade seit Gründung des Festivals statt.

Im Oktober informiert Gerd Nachbauer den Turnverein 1885 Hohenems über seine Idee zur Adaptierung der Turnhalle als Konzertsaal – nach der Übersiedlung des Turnbetriebs in die neue Turnhalle bei der Hauptschule Markt – und findet große Zustimmung. Die Schubertiade GmbH pachtet das Gebäude langfristig und im Mai 2005 wird mit den Renovierungsarbeiten begonnen.