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Stadtplan
02.05.2016

40 Jahre Schubertiade: Eine Chronik in vier Teilen (2)

Elisabeth Schwarzkopf und Hermann Prey bei der Schubertiade 1978
Svatioslav Richter im Rittersaal 1980
Nikolaus Harnoncourt im Palasthof 1983

2016 feiert das bedeutende Musikfestival sein Jubiläum und blickt auf vier Jahrzehnte zurück. Lesen Sie hier mehr über die Ereignisse dieser Zeit.

Zweiter Teil

1978
Die dritte Schubertiade wird mit einem Liederabend von Elisabeth Schwarzkopf und Hermann Prey eröffnet. Der prominente englische Journalist Bernard Levin berichtet für „The Times“ (London) erstmals über die Schubertiade.

1980
Hermann Prey gibt am Ende seines Liederabends zum Abschluss der Schubertiade seinen Rücktritt als Künstlerischer Leiter bekannt, da aus vorwiegend finanziellen Gründen in Hohenems die von ihm angestrebte chronologische Aufführung sämtlicher Werke Schuberts nicht realisiert werden kann.

1981
Letzter Auftritt von Hermann Prey bei der Schubertiade.

1983
Am 8. Mai erscheint in der New York Times eine große Vorschau auf die weltweit wichtigsten Festivals dieses Jahres. Bernard Levin wird eingeladen, ein Festival seiner Wahl als Einleitung besonders groß herauszustellen, und entscheidet sich für die Schubertiade Hohenems. Unter dem Titel „Austria‘s Serenade to Schubert“ ist dort unter anderem zu lesen: „... unter allen musikalischen Festivals der Welt – von denen es nun Tausende gibt – ist das von Hohenems vielleicht das reinste und am annäherndsten vollkommene.“
 
Dietrich Fischer-Dieskau und Nikolaus Harnoncourt wirken zum ersten Mal bei der Schubertiade mit.
 
Bei der Suche nach einem Orchesterprobenlokal für den Juni 1984 erkundigt sich Gerd Nachbauer beim Turnverein 1885 Hohenems nach der Verfügbarkeit der Turnhalle an der Graf-Maximilian-Straße. Sein Vorschlag, diesen Saal neben dem Turnbetrieb auch für die Durchführung von Konzerten zu adaptieren, stößt beim Turnverein auf Interesse. Der Technische Direktor der Salzburger Festspiele Franz Schmid kommt auf Einladung von Gerd Nachbauer nach Hohenems, bezeichnet die Turnhalle als für Konzerte sehr geeignet und macht konkrete Vorschläge für die notwendigen Adaptierungen.

Dieses Projekt kann aber letztendlich nicht weiter verfolgt werden, da sich die damalige Führung der Stadt Hohenems für ein ungeeignetes und nie realisiertes Stadtsaalprojekt auf dem Areal der ehemaligen Brauerei Engelburg entscheidet. (Ein später von der Stadt bei Prof. Ernst Hiesmayr eingeholtes Standortgutachten bevorzugt eindeutig die Turnhalle, wird aber nicht weiter zur Kenntnis genommen.)

1984
Neben Schubert werden erstmals auch andere Komponisten in das Programm aufgenommen. Nikolaus Harnoncourt dirigiert zum ersten Mal ein Werk von Beethoven.

1985
Dietrich Fischer-Dieskau singt vier Liederabende im Montforthaus in Feldkirch. Seitdem vermehrte Einbindung dieses Veranstaltungsortes in das Schubertiade-Programm mangels geeigneter Räumlichkeiten in Hohenems.