Stadtverwaltung Hohenems
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Bürgermeldungen
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Stadtplan
25.06.2018

Prozessverlauf

innen.stadt.leben ist ein Bürgerbeteiligungsprozess zur Gestaltung der Hohenemser Straßen und Plätze in der Innenstadt, der im April 2014 von der Stadt Hohenems gestartet wurde.

Die wesentlichen Schritte im Jahr 2014

Evaluierung des Verkehrskonzepts

Eine im Februar 2014 durchgeführte umfangreiche Erhebung zu der im September 2013 angepassten Verkehrsführung im Zentrum ergab, dass das Verkehrskonzept gut funktioniert. Es wurde daher empfohlen, dieses Konzept grundsätzlich beizubehalten, aber im Detail noch kleine Anpassungen vorzunehmen. Damit gab es auch grünes Licht für den Bürgerbeteiligungsprozess „innen.stadt.leben“, um den öffentlichen Raum vom Rathaus über den Schlossplatz bis zur Markt- und Harrachgasse dem Verkehrskonzept entsprechend neu zu gestalten.

--> Präsentation Evaluierung Verkehrskonzept, J. Galehr (8.57 MB)

Erarbeitung der Ziele und Funktionen

Im Frühjahr 2014 wurden gemeinsam mit Bürger/innen Ziele und Funktionen des Straßenraums bzw. der Plätze erarbeitet. Beantwortet wurden Fragen wie: Wer soll sich auf den Straßen wie bewegen können? Welche Qualität und Funktion sollen Plätze für Fußgänger/innen bieten? Wo sollen sich Radfahrer/innen bewegen? u. v. m.

--> Planungsbereich Innenstadt (1.57 MB)

--> Zusammenfassung Grundlagen und Funktionen des öffentlichen Raums (239.13 KB)

Ausschreibung für Masterplan und erstes Baufeld

Diese Ergebnisse waren Grundlage für die Ausschreibung, mit der ein/e begleitende/r Architekt/in für die Gestaltung der Straßenräume und Plätze gesucht wird. Ausgeschrieben wurden ein Masterplan, der die wichtigsten gestalterischen Elemente für den gesamten Gestaltungsraum festlegen soll, sowie der konkrete Entwurf für ein erstes Baufeld. Der Versand der Architekturausschreibung erfolgte Anfang Juli. Nur in Worten beschrieben wird dabei der Schlossplatz. Für diesen hochkomplexen zentralen Platz wird 2015 im Rahmen von innen.stadt.leben ein eigener Planungsprozess gestartet.

Weiterentwicklung des Siegerprojekts

Nach dem Sommer wurde das Projekt des Münchner Büros Lorer zum Sieger gekürt und wieder gemeinsam mit Bürger/innen weiterentwickelt. Im Dezember wurde die Abfolge der weiteren Baufelder fixiert:

  • 2015: erstes Baufeld (Rathaus bis Stadtpolizei)
  • 2016: Jüdisches Viertel
  • 2017: Marktstraße
  • 2018: Kirchplatz
  • 2019: St. Karl-Straße und Anbindung zum Schlosspatz.

Was läuft 2015?

Exkursion Landsberg

Im Jänner fuhr eine Delegation aus Hohenems nach Landsberg am Lech und nach Memmingen, um Beispiele für Platz- und Straßenumgestaltungen in städtischen Kernzonen zu besichtigen und mehr über die damit verbundenen Prozessabläufe zu erfahren.

--> Besichtigung von Plätzen

--> Langfassung: Besichtigung von Plätzen

Umsetzung des ersten Baufelds und Erarbeitung des nächsten Abschnitts

Anhand des ersten Baufelds, das 2015 begonnen wird, kann der Masterplan nochmals angepasst werden: Wie sehen die gestalterischen Maßnahmen „in natura“ aus, passt alles oder müssen Details nochmals angepasst werden? Das Pilotfeld ist zwischen Rathaus und Stadtpolizei geplant. Parallel wird im Bürgerbeteiligungsprozess gemeinsam mit Architekt/innen und Planer/innen bereits das nächste Baufeld im Jüdischen Viertel entwickelt.

Möglichkeiten für Bürgerbeteiligung

Für das Projekt innen.stadt.leben wird neben einer Lenkungsgruppe mit politischen Vertreter/innen, die den Prozess steuert, und einem Kernteam, das für die Organisation zuständig ist, der Großteil der Arbeit in einer Arbeitsgruppe bewältigt. Diese Arbeitsgruppe begleitet den Prozess über mehrere Jahre hinweg, die Teilnehmer/innen können wechseln. Vertreten sind darin jedenfalls Planer/innen, Vertreter/innen der politischen Fraktionen und der Stadtverwaltung, Anrainer/innen, interessierte Bürger/innen und Interessensvertreter/innen für Wirtschaft, Kultur, Pfarre, Tourismus und mehr.

Zur Unterstützung und Ergänzung des Prozesses werden Expert/innen eingebunden und sogenannte Info-Inseln installiert. Das sind vorgelagerte Projektvorstellungen und Diskussionen in kleinen Gruppen, beispielsweise bei Vereinssitzungen. So ist sichergestellt, dass alle wesentlichen Gruppen eingebunden werden können. Deren Vertreter/innen tragen dann die Ergebnisse in die Arbeitsgruppe.

Die Diskussionsergebnisse der Arbeitsgruppe, der Expert/innen sowie aus der Bevölkerung werden in wichtigen Phasen an die Stadtvertretung zur Entscheidung und Budgetfreigabe übergeben.

Mit der Moderation des gesamten Prozesses wurde Martina Rüscher beauftragt.

Wenn auch Sie aktiv mitwirken möchten, können Sie

  • im Rahmen einer Info-Insel im kleinen Rahmen mitdiskutieren. Wenn Sie eine Gruppe anregen wollen, senden Sie bitte eine E-Mail an innen.stadt.leben@hohenems.at,
  • an den öffentlichen Diskussionsforen teilnehmen, die jeweils zu den Funktionen und Zielen bzw. zur Weiterentwicklung des Siegerprojekts geplant sind.