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Bürgermeldungen
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Stadtplan
14.01.2015

Auftrag vergeben

Innenstadt, Engelburg

Für die Innenstadtgestaltung, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden wird, wurde der Planungsauftrag vergeben. Der Prozess innen.stadt.leben wird weiterhin durch Bürgerbeteiligung begleitet

Ende 2014 kürte die Jury einen klaren Sieger des Wettbewerbs für die Gestaltung der Hohenemser Innenstadt. Architekt Axel Lohrer aus München überzeugte mit seinem Projekt durch eine einheitliche Materialisierung und den grundsätzlichen Gedanken, alle Nutzergruppen gleichberechtigt zu sehen und nicht mehr dem motorisierten Verkehr den Vorzug geben. Mit der Arbeitsgruppe innen.stadt.leben diskutierte er seinen Zugang und die weitere Arbeitsweise.

Lohrer plant nutzerorientiert statt autoorientiert

Nach Axel Lohrer wurde in den letzten Jahren generell eher autoorientiert geplant, was zu einigen Problemen führte. Neue Grundgedanken erobern die Planung: Fußgänger/innen werden stärker berücksichtigt und sollen sich sicher fühlen, Barrierefreiheit für alle Nutzer/innen, die Aufenthaltsqualität erhält einen höheren Stellenwert – mehr Grün, Wasser als lebendiges Element und die Lösungen sollen lange haltbar sein. Stellschrauben sieht Lohrer darin, den Straßenraum sichtbar aufzuwerten, das Verkehrsaufkommen zu reduzieren und alle Nutzergruppen gleichwertig zu sehen, was auch wesentliche Ziele des Prozesses innen.stadt.leben sind.

Weitere Bauetappen

Die Arbeitsgruppe diskutierte im Dezember Varianten für die Festlegung der nächsten Baufelder. Kriterien für die Variantenerstellung waren unter anderem die Finanzierung, stadtentwicklungsrelevante Bauvorhaben im Projektgebiet sowie Erreichbarkeit und Verkehrsführung. Überzeugende Argumente lieferte die Abfolge 

  • 2015: erstes Baufeld (Rathaus bis Stadtpolizei)
  • 2016: Jüdisches Viertel 
  • 2017: Marktstraße 
  • 2018: Kirchplatz 
  • 2019: St.-Karl-Straße und Anbindung zum Schlossplatz.

Die wichtigsten Vorteile sind, dass bei dieser Variante das Jüdische Viertel bis zum großen Nachkommentreffen 2017 realisiert ist und dass zeitgleich neue Geschäfte in der Marktstraße nicht sofort ab Geschäftsöffnung wiederum mit einer Großbaustelle konfrontiert sind.

Exkursion im Januar

Im Rahmen des Prozesses innen.stadt.leben wird für die Mitglieder der Arbeits- und der Lenkungsgruppe Ende Januar eine Exkursion nach Landsberg am Lech und Memmingen organisiert. Ziel der Ausfahrt ist, Beispiele für Platz- und Straßenraumgestaltungen von städtischen Kernzonen zu besichtigen und mehr über die damit verbundenen Prozessabläufe in den betroffenen Kommunen zu erfahren.

Nächste Schritte

Bis Juni erarbeitet das Büro Lohrer nun das Gesamtprojekt im Detail mit Focus auf das erste Baufeld. Arbeits- und Lenkungsgruppe werden laufend einbezogen und prüfen, ob die Anforderungen tatsächlich umgesetzt werden. Im Herbst wird das erste Baufeld realisiert. Noch im April startet zusätzlich die Arbeitsgruppe zur Entwicklung des Schlossplatzes. Mit seinen rund 9.000 Quadratmetern ist er mit Abstand das größte Baufeld und benötigt sicher mehrere Jahre an intensiver Grundlagenarbeit und Planung.

An der Mitarbeit Interessierte sind herzlich eingeladen, sich per E-Mail an innen.stadt.leben@hohenems.at zu melden.