Stadtverwaltung Hohenems
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Stadtplan
23.05.2011

Hohenems trauert um Alt-Bürgermeister Otto Amann

Am Freitag, dem 18. 2. 2011, erfuhren die Hohenemserinnen und Hohenemser vom Ableben des beliebten Alt-Bürgermeisters und Ehrenbürgers ÖKR DI Otto Amann.

 

Otto Amann wurde am 5. 4. 1926 als Sohn der Stickereifabrikanten Otto und Mercedes Amann in Hohenems geboren. Er war das älteste von fünf Kindern. Nach dem Studium an der Hochschule für Bodenkultur in Wien verehelichte er sich mit Edeltraud Steiner aus der Steiermark. Aus dieser Ehe sind sechs Söhne und eine Tochter hervorgegangen.

Seit dem Jahre 1955 gehörte er der Gemeindevertretung von Hohenems an und wurde 1958 Gemeinderat für Land- und Forstwirtschaft. Im Sommer 1964 erkrankte der damalige Bürgermeister Hanny Amann. Otto Amann vertrat ihn zunächst bevor er vom 7. 1. 1965 bis zur wenig später stattfindenden Gemeindewahl amtierender Bürgermeister wurde. Am 24. 4. 1965 wurde Dipl. Ing. Otto Amann dann von den Hohenemser/innen als Bürgermeister bestätigt und blieb in diesem Amt bis zur Gemeindewahl am 28. 4. 1990.

Alt-Bürgermeister Amann vertrat Hohenems im Vorarlberger Gemeindeverband. Er war Mitglied des Kuratoriums für die Wohnbauförderung, des Landesraumordnungsbeirats und des Landesehrenzeichenrats. Er war maßgeblich verantwortlich für die Gründung des Jüdischen Museums und für die Ansiedlung der Landwirtschaftsschule in Hohenems.

Ab 1973 war er ÖVP-Bezirksparteiobmann im Bezirk Dornbirn.

Wichtige Gemeindeprojekte, die unter seiner Leitung verwirklicht wurden. Schulen und Sportanlagen im Herrenried

  • 1965 Stadion

  • 1966 Kindergarten

  • 1968 Volksschule

  • 1970 - 1972 Bau der Kirche St. Konrad

  • 1972 Hauptschule

  • 1973 Sporthalle

  • 1978 Sonderschule und Hauswirtschaftliche Berufsschule

  • 1982 Kunsteisbahn

  • 1985 Stadiontribüne

Weitere Planungs- und Baumaßnahmen

  • 1966 Flächenwidmungsplan sowie generelles Kanal- und Wasserleitungsprojekt

  • 1977 Erholungszentrum Rheinauen in Kooperation mit Altach

  • 1970 - 1974 Bau des Spitals mit 150 Betten

  • Chronisch-Kranken-Station

  • Neubau Kindergarten Neunteln

  • Neubau des Altenwohnheimes mit 70 Betten

  • Neubau des Feuerwehrhaus in der Reute

  • 1965 Autobahnspatenstich in Hohenems

  • 1979 - 1982 Bau der Abwasserreinigungsanlage (ARA) für den Wasserverband Region Hohenems für die Gemeinden Hohenems, Götzis, Altach, Koblach und Mäder. Otto Amann war von 1965 bis 1990 Verbandsobmann.

  • 1980 zweigleisiger Ausbau der Eisenbahn und Errichtung des Bahnhofs Hohenems

  • Bau der Diepoldsauer Straße

Kulturaktivitäten

  • Bregenzer Festspiele im Palast zu Hohenems

  • Schubertiade seit 1976 in Hohenems

  • Gründung der Musikschule Mittleres Rheintal

  • 1991 Gründung des Jüdischen Museums

Stadterhebung

Am 28. Mai 1983 wurde Hohenems in Anwesenheit von Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger sowie Landeshauptmann Dr. Herbert Kessler zur Stadt erhoben.

Land- und Forstwirtschaft

  • Bildung der Agrargemeinschaft „Alpe Hintermellen“

  • Bau der Wendelinshütte in Schuttannen

  • Ausbau des Gutsbetriebs Rheinhof

  • 1974 Bau der Landwirtschaftsschule

  • Sanierung des Koblacher Kanals

  • Sanierung der Entwässerung Hohenems-Nord

  • Wildbach- und Lawinenverbauung am Spätenbach und an den Pridlerbächen

  • Anlage eines Natur-Lehr-Wanderweges im Alt-Rheingebiet

Herrn ÖKR Dipl.Ing. Otto Amann wurde am 26. 10. 1987 das Silberne Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg überreicht und am 24. 8. 1999 in Telfs das Goldene Verdienstzeichen der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Alm und Weide verliehen.

Alt-Bürgermeister Otto Amann war Ehrenmitglied des Viehzuchtvereins Hohenems, der Freiwilligen Feuerwehr, des Union Judo-Clubs, des Tennisclubs und des Obst- und Gartenbauvereins. Er war als Landesobmann des Vorarlberger Alpwirtschaftsvereins und als Präsident des Vereins des Jüdischen Museums tätig.

1999 wurde er von der Hohenemser Stadtvertretung zum Ehrenbürger ernannt.

Die Stadt Hohenems verliert mit ihm einen sehr bürgernahen, beliebten und prägenden Bürgermeister.