Stadtverwaltung Hohenems
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Stadtplan
29.11.2016

Stadt Hohenems VN-Klimaschutzpreisträger

v. l. Bürgermeister Dieter Egger, e5-Teamleiterin Anna Waibel, MSc, Umweltstadtrat Günter Mathis
Urkunde VN-Klimaschutzpreis 2016
Energieteam Hohenems

Am Donnerstag, dem 24. November 2016, durften Bürgermeister Dieter Egger, Umweltstadtrat Günter Mathis und e5-Teamleiterin Anna Waibel, MSc, den VN-Klimaschutzpreis für den dritten Platz in der Kategorie Gemeinden entgegennehmen.

Grund für die Auszeichnung ist der städtische Grundsatzbeschluss „ghörig feschta – nachhaltig veranstalten“. „Bei Events kommen Menschen zusammen. Und hier zeigen Gemeinden Vorbildwirkung. Mit dem Beschluss, die Verpflegung nur noch nach den Kriterien von ‚ghörig feschta‘ bereitzustellen, setzt Hohenems einen Schritt, der zur Nachahmung einlädt“, heißt es in der Jury-Begründung. Nachhaltig Veranstalten und dabei das Klima schützen?

Die Stadt Hohenems zeigt, wie es geht!

Wer kennt das nicht: Es wird gefeiert und am Tag danach bleiben neben schönen Erinnerungen auch riesige Müllberge übrig. Das ist schade, gibt der Feier einen bitteren Beigeschmack und vor allem: Das muss nicht so sein!
Aus diesem Grund hat der Vorarlberger Umweltverband das Programm „ghörig feschta – nachhaltig veranstalten“ entwickelt. Durch das Programm werden Veranstalter/innen kostenlos beraten und unterstützt, wenn sie ihre Veranstaltung möglichst umwelt-, klima- und gesellschaftsverträglich umsetzen wollen und können die Veranstaltung auch dementsprechend zertifizieren lassen.

Warum „ghörig“ Veranstalten?

Nachhaltig veranstalten

Die Stadt Hohenems ist sich ihrer großen Verantwortung für den Erhalt eines lebenswerten Hohenems bewusst und möchte diese Aufgabe gewissenhaft wahrnehmen. Als e5- und Naturvielfalt-Gemeinde arbeiten Politik und Verwaltung beständig an Verbesserungen in diesen Bereichen – auch Veranstaltungen sind ein wichtiger Teil des Ganzen. Aus diesem Grund hat die Stadtvertretung im April 2016 einstimmig beschlossen, in Zukunft alle Eigenveranstaltungen durch das Programm „ghörig feschta – nachhaltig veranstalten“ zertifizieren zu lassen und setzt außerdem Schritte zur Motivation von Veranstalter/innen im Einzugsgebiet, dies ebenfalls zu tun. Damit setzt die Stadt Hohenems als erste größere Kommune Vorarlbergs einen wichtigen Akzent in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Was bedeutet das konkret?

Die Stadt Hohenems achtet nun noch mehr auf Gaumenfreude und Wertschöpfung in der Region – durch kurze Transportwege profitieren das Klima und die Wirtschaft. Auch die Vermeidung und Trennung von Abfällen, die energiesparende Umsetzung sowie die Berücksichtigung guter öffentlicher Verkehrsverbindungen tragen zur CO2-Einsparung bei. Außerdem wird auf Jugend- und Lärmschutz sowie Barrierefreiheit geachtet. Zu allen Kriterien sind auf der Website von „ghörig feschta“ vertiefende Informationen, Tipps, Anbieter/innen und dergleichen zu finden: www.ghoerig-feschta.at

„Klimawandel ist Fakt. Deshalb muss etwas geschehen. Frei nach dem Motto: ‚Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt?‘ leisten wir unseren Beitrag und gehen so mit gutem Beispiel voran. Nachahmer sind herzlich willkommen! Zudem ist uns ein sauberes Hohenems ein Herzensanliegen“, so das Hohenemser Stadtoberhaupt Dieter Egger.
„Wir sind besonders stolz darauf, dass dies bereits der zweite Preis ist, den das Umweltressort im Jahr 2016 für sich verbuchen kann: Im Frühjahr haben die Volksschule und der Kindergarten Reute den Wettbewerb ‚Blühende Straßen‘ mit ihrem tollen Projekt verdient gewonnen“, führt Umweltstadtrat Günter Mathis aus.

Rückmeldungen sehr positiv

Die „ghörigen“ Veranstaltungen kommen bei der Hohenemser Bevölkerung sehr gut an: Es gibt einfach ein gutes Gefühl, beim Feiern das Klima und die Umwelt zu schützen und wer trinkt nicht lieber aus einem Glas, anstatt aus einem Wegwerf-Plastikbecher? Auch die Organisationsverantwortlichen aus der Stadtverwaltung sind überzeugt: Nachdem erste Erfahrungen mit der Organisation einer „ghörigen“ Veranstaltung gesammelt wurden, ist der Aufwand nicht größer als gewohnt und die Zusatzkosten für Mehrweg-Geschirr und Becher halten sich in verkraftbaren Grenzen, werden dadurch doch auch Einsparungen bei der Abfallbeseitigung erzielt. Nicht zuletzt profitieren auch die Wirtschaftstreibenden in Hohenems davon – durch den regionalen Einkauf wird nicht nur klimaschädigender Transport minimiert, sondern auch die lokale Wirtschaft gestärkt. So profitieren neben der Umwelt auch die Stadt, die Bevölkerung und die Wirtschaft von diesem zukunftsweisenden Bekenntnis.