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Stadtplan
17.11.2015

e5-Klausur in der Schuttannen

e5-Klausur 2015
e5-Klausur 2015

Das e5-Team tagte und nächtigte am Freitag, 13. und Samstag, 14. November 2015, im Berggasthof Schuttannen und entwickelte und konkretisierte Projektideen.

Bereits 2010 hatte die Stadt Hohenems die Aufnahme in das e5-Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden beantragt. Seit heuer ist Hohenems aktiv an diesem Entwicklungs- und Zertifizierungsprozess beteiligt. Das Hohenemser e5-Team wird vom zuständigen Stadtrat Martin Buder und der Energiebeauftragten Anna Waibel, MSc, geleitet. Weiters sind alle fünf Stadtvertretungsfraktionen mit einer Person vertreten. Hinzu kommen sechs städtische Angestellte und drei engagierte Personen aus der Bürgerschaft. Begleitet wird das Team von Mag. Florian Jochum vom Energieinstitut Vorarlberg. (Mehr zum e5-Programm und zum e5-Team auf www.hohenems.at/e5 bzw. auf www.e5-gemeinden.at oder http://www.energieinstitut.at/gemeinden/das-e5-landesprogramm)

In den letzten Monaten hat die Stadtverwaltung den aktuellen Stand der Energiepolitik in Hohenems erhoben. In den sechs Handlungsfeldern des e5-Programms wurde dokumentiert und analysiert, was es in Hohenems bereits gibt, welche Maßnahmen bereits umgesetzt werden und wo noch Potenziale stecken: Entwicklungsplanung und Raumordnung, kommunale Bauten und Anlagen, Verkehr und Mobilität, Versorgung und Entsorgung, Kommunikation und Kooperation, interne Organisation. Nach dieser Erstanalyse geht das e5-Team zuversichtlich in den ersten Zertifizierungsdurchgang. Realistisches Ziel ist es, 2017 mit zwei e zertifiziert zu werden. Das bedeutet dann, dass Hohenems mehr als 37,5 % seines energiepolitischen Potenzials ausschöpft. Es hat sich gezeigt, dass Hohenems die Zeit zwischen Antrag und Aufnahme in das Programm bereits gut genützt hat und beispielsweise eine vorbildliche Dokumentation und Analyse der Energieverbräuche in den kommunalen Gebäuden vorweisen kann.  

Auch wenn davon auszugehen ist, dass die Zwei-e-Hürde klar zu schaffen ist, will sich das e5-Team darum bemühen, bei der ersten Zertifizierung möglichst nahe an das nächste Ziel - das sind drei e für 50 % Potenzialausschöpfung - heran zu kommen. Die nächste Zertifizierung erfolgt dann 2020.

Von den bei der Klausur entwickelten Projektideen wurden sechs Projekte konkretisiert, die schrittweise in den nächsten Monaten umgesetzt werden sollen. Die städtischen Medien werden dazu laufend berichten.

  • Es werden für Bürger/innen Möglichkeiten geschaffen, kostengünstig und ohne großen Aufwand eine Photovoltaikanlage zu erwerben und am eigenen Dach zu installieren bzw. eine Gemeinschaftsanlage auf einem städtischen Dach mitzufinanzieren.
  • Es soll ab Frühling einen e5-Stand geben, an dem beim Wochenmarkt oder bei anderen Veranstaltungen über das e5-Programm informiert wird.
  • Das Beschaffungswesen der Stadt soll sich deutlicher an ökologischen Kriterien orientieren.
  • Es wird in der Stadtverwaltung Schulungsmaßnahmen geben, um das energiepolitische Bewusstsein zu schärfen und das Verhalten zu verändern.
  • Bei der Überarbeitung des Räumlichen Entwicklungskonzepts soll auf Klimaschutz-Kriterien und Energieeffizienz geachtet werden.
  • Die Kooperation mit den Wirtschaftstreibenden wird gesucht.