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Stadtplan
30.08.2016

Beitrag zur Energieautonomie

Beitrag zur Energieautonomie

Im Rahmen der Initiative „Probier amol“ haben 10.000 Vorarlberger/innen den inneren Schweinehund vor den Karren der Energieautonomie gespannt und so 2.000 Tonnen CO2 eingespart.

Die Aufgabe, CO2-Emissionen zu reduzieren, erfordert verschiedene Strategien: Technische und infrastrukturelle dort, wo eher seltene und dafür weitreichende Entscheidungen getroffen werden, wie im Gebäudebereich oder der Energieproduktion. Aber auch in der Ernährung und in der Mobilität entscheiden wir mehrfach täglich, was wir essen oder wie wir uns von A nach B bewegen. Daraus entstehen nicht weiter hinterfragte Routinen, die sich unterschiedlich auf unseren Energieverbrauch auswirken. Das Reflektieren und Aufbrechen dieser Routinen und das Ersetzen dieser durch klimafreundliche Alltagspraktiken ist das Kernanliegen der Initiative „Probier amol“.

Wirkungsvoller Beitrag möglich

„Der großartige Beitrag einer Einsparung von rund 2.000 Tonnen CO2 ist das Ergebnis vieler einzelner Schritte und dem Mut, sich auf Änderungen einzulassen“, so Projektleiterin Karin Feurstein vom Energieinstitut Vorarlberg. „Und das ohne das Leben völlig umzukrempeln. Sensibilität für regionale und saisonale Produkte oder der Umstieg vom Auto aufs Fahrrad beim Arbeitsweg sind bereits wichtige Schritte, um sich ‚fitter für die Energieautonomie‘ zu machen.“

Hohenems sehr aktiv dabei

Die Mitarbeitenden des LKH Hohenems erfuhren im Rahmen eines Mobilitätsexperiments, wie sie ihre persönliche Mobilitätsbilanz verändern können.
30 Mitarbeiter/innen wurden von verschiedenen Mobilitätsexpert/innen rund um das Thema „nachhaltige Mobilität“ beraten. Fahrrad inklusive E-Bikes, Bus und Bahn standen ebenso im Mittelpunkt wie Fahrgemeinschaften. Nun probierten die Mitarbeiter/innen selbst aus, wie es ist, ohne Auto in die Firma zu kommen. Die Stadt Hohenems stellte beispielsweise zwei E-Bikes zur Verfügung, die die Mitarbeiter/innen des LKH während des Experimentzeitraums nutzen konnten.

Breiter Zuspruch aus der Bevölkerung

An der Initiative, die vor drei Jahren gestartet wurde, haben sich bislang rund 10.000 Vorarlberger/innen beteiligt – rund 550 von ihnen im Rahmen so genannter Experimente. Dort haben sie gemeinsam mit Freund/innen, Arbeits- oder Vereinskolleg/innen ausprobiert, ein paar Wochen lang weniger Fleisch zu essen oder weniger mit dem Auto zu fahren. Bei vier von fünf Teilnehmenden haben sich die Erfahrungen im Experiment dauerhaft in den Alltag übertragen.

Energieinstitut Vorarlberg

Das Energieinstitut Vorarlberg bildet, berät und forscht seit 1985 für sinnvollen Energieeinsatz und erneuerbare Energieträger. Die Mitarbeiter/innen beschäftigen sich am Standort Dornbirn in einem breiten Themenspektrum mit Lösungen für Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft, Profis aus Planung und Handwerk sowie für engagierte Bürger/innen.

Weitere Informationen unter www.probieramol.at oder www.facebook.com/probieramol.at