A+
A+
A+
Bürgermeldungen
drucken
Stadtplan
01.12.2016

OJAH erhielt Kinderrechtspreis 2016

Souverän beantworteten die Jugendlichen auf der Bühne alle Fragen.
Sichtlich stolz: Das OJAH-Team mit Jugend-Stadträtin Angelika Benzer
Auch das Interview mit RTV meisterten die OJAH-Mitglieder bravurös.

Die Offene Jugendarbeit Hohenems (OJAH) wurde für ihr Projekt „MENSCH“ in der Kategorie Vereine und Institutionen nominiert.

So ging es am Montag, dem 21. November 2016, gemeinsam mit Jugendlichen, der Geschäftsführung der OJAH, Stadträtin Angelika Benzer, OJAH-Obmann Joachim Wohlgenannt und Vizeobmann Guntram Obwegeser zur Preisverleihung des sechsten Kinderrechtepreises des Landes Vorarlberg und der Kinder- und Jugendanwaltschaft ins Landhaus.

Im Rahmen des Projekts „MENSCH“ sollten die Jugendlichen hinter ihren persönlichen „Strichcode“ (den Strichcode, den sie bei der Geburt erhalten: Nationalität, Kultur, Religion, soziale Herkunft) blicken, um dann die Gemeinsamkeit, die „Nationalität MENSCH“ wieder zu entdecken. Die OJAH beschäftigte sich ein Jahr lang mit aktuellen Themen wie Rassismus, Fanatismus, Rechtsradikalismus, mediale Hetze, Religion, Islamophobie sowie mit jeder Form der Diskriminierung.

„In Zeiten wie diesen werden viele katalogisiert und in Schubladen gesteckt. Umso wichtiger ist es, den Menschen und mit diesem Projekt vor allem den Jugendlichen zu vermitteln, dass wir alle gleich und doch so unterschiedlich sind. Dieser Strichcode, den wir alle bei der Geburt erhalten, darf nur ein Teil unserer Persönlichkeit sein. Es MUSS das Individuum dahinter zählen. Und in diesem Sinne unterstütze ich den Leitsatz des Projektes zu 100 Prozent: Es gibt nur eine Nationalität – die Nationalität MENSCH! Ein großes Dankeschön an die OJAH und die unglaublich engagierten Jugendlichen in Hohenems. Und vor allem: Gratulation zu diesem gelungenen und wichtigen Projekt“, zeigt sich Jugend-Stadträtin Angelika Benzer begeistert.

Bezug zu Kinderrechten

Die Besonderheiten in Bezug zu den Kinderrechten waren hierbei: Beteiligung von 120 Kindern und Jugendlichen zwischen 11 und 23 Jahren – 400 bis 500 Jugendliche wurden durch das Projekt erreicht. Die Jugendlichen konnten durch verschiedenste Inhalte ihren Horizont und auch den der Erwachsenen erweitern. Sie wurden offener und sie fingen an, sich gegenseitig besser zu verstehen.

8 Projekte in 4 Kategorien

Insgesamt 47 Projekte wurden eingereicht, acht Projekte in vier Kategorien wurden ausgezeichnet. „Kinder haben in unserem Land ein Recht darauf, angemessen versorgt, gefördert und geschützt zu werden. Mit diesem Preis wollen wir dafür das Bewusstsein schaffen und stärken und besondere Projekte vor den Vorhang holen“, so Landesrätin Dr. Bernadette Mennel. Eine Jury, bestehend aus neun Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren und zwei Erwachsenen, hat die Preisträger nach unterschiedlichen Kriterien ausgewählt.

Um kurz vor 19 Uhr war es dann soweit: Die OJAH und ihr Projekt „MENSCH“ wurden vorgestellt und im Anschluss an die Präsentation und den anderen Projekten dann unter großem Applaus in der Kategorie „Vereine und Institutionen“ ausgezeichnet. Vertreter/innen der Jugendlichen wurden auf die Bühne gebeten, um den Preis entgegen zu nehmen. Was keiner wusste war, dass hier noch ein paar Fragen gestellt werden. Und so beantworteten die OJAH-Jugendlichen – leicht nervös – spontan und mit Bravour alle Fragen souverän. Die Jugendlichen sowie das Projekt überzeugten nicht nur die Jury, sondern auch das Publikum an diesem Abend. Im Anschluss an die Preisverleihung ließen alle gemeinsam den Abend am vorbereiteten Buffet ausklingen.

Projekt „MENSCH 3.0“ in Vorbereitung

Die OJAH befindet sich mittlerweile im Projekt „MENSCH 2.0“, welches sich allerdings auch schon wieder langsam dem Ende zuneigt. Im Jahr 2017 wird dann das neue Projekt „MENSCH 3.0“ gestartet.