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22.03.2016

Freiwilliges Sozialjahr

Sarah Häusle

Die 20-jährige Sarah Häusle aus Koblach absolviert derzeit ihr freiwilliges Sozialjahr (FSJ) in der Volksschule Markt.

Über eine Freundin erfuhr Sarah vom FSJ, für das sie sich unmittelbar nach der Matura beworben hatte, weil sie schon länger mit dem Gedanken spielte, Lehrerin zu werden. Das soziale Jahr sieht sie als gute Möglichkeit, in den Beruf hinein zu schnuppern und auch für die Zukunft wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

In einer Austauschgruppe werden im Rahmen der Ausbildung auch Themen wie Mehrsprachigkeit, Sprachförderung, Kinder mit Nicht-deutscher Muttersprache, aber auch Alltagsthemen aus der Schülerbetreuung wie Gewalt und Umgang mit Aggressionen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern behandelt. Durch den Austausch können wichtige Informationen weitergegeben werden, da man sieht, wie andere Praktikant/innen mit ähnlichen Problemen umgehen und diese lösen.

Sarahs Arbeitsalltag ist sehr vielfältig. Morgens arbeitet sie mit Kindern, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf haben. Außerdem lernt sie mit Kindern Deutsch, die noch kaum oder gar keine Deutschkenntnisse aufweisen. Sie fungiert als Lesepatin und arbeitet mit einem Kind, das am Down-Syndrom erkrankt ist. Nachmittags erledigt sie während der Lern- und Hausaufgabenbetreuung mit den Kindern ihre Hausübungen. Im Zuge der Spätbetreuung von 16 bis 17 Uhr wird zum Abschluss noch mit den Kindern gebastelt oder gespielt.

„Am FSJ gefällt mir besonders gut, dass es eben eine sehr vielfältige Arbeit ist. Es gibt viele Herausforderungen, wie beispielsweise sich auf jedes dieser unterschiedlichen Kinder einzulassen und ihnen so zu begegnen, wie sie es brauchen. Trotzdem ist genau das etwas, was mir Spaß an meinem Job macht, denn jedes Kind ist anders, braucht andere Dinge und fordert mich anders. Die Schule bzw. Schülerbetreuung ist ein Ort, an dem viele bunte Charaktere aufeinandertreffen und das ist schön“, so die 20-Jährige.

Zudem konnte Sarah Strategien erlernen, einem Kind in einem bestimmten Fach besser weiterzuhelfen oder bestimmte Dinge besser zu erklären. Auch Motivations- und Aufheiterungstechniken werden ihr bestimmt weiterhelfen: „Mein Job im FSJ gibt mir auch viel zurück. Nicht nur, dass ich viele Erfahrungen sammle und viel lerne, sondern auch die Wertschätzung der Kinder. Es macht mich glücklich, wenn ich sehe, dass sie sich freuen, wenn ich da bin oder mir ehrlich sagen, dass sie mich vermisst haben, weil ich krank war oder ein Kind plötzlich beginnt, ganze deutsche Sätze zu sprechen. Das FSJ würde ich jedem weiterempfehlen. Außerdem hilft es vielleicht auch rauszufinden, ob der persönliche ‚Traumberuf‘ wirklich der richtige ist oder nicht.“

Informationen zum freiwilligen Sozialjahr finden Sie unter www.sozialesjahr.at